Stimmen zu Master of Science - Industrielles Produktionsmanagement

Tim Layer
"Vielfältiges Studium mit ganzheitlicher Perspektive"

Tim Layer lobt die Balance von Theorie und Praxis im Masterstudiengang IPM

„Das berufsbegleitende Masterstudium Industrielles Produktionsmanagement (IPM) der UNIKIMS, der Managementschool der Universität Kassel, ist sehr vielfältig, bezieht Zukunftsthemen rund um die Industrie 4.0 mit ein und wird mit der Fraunhofer-Gesellschaft als Kooperationspartner angeboten. Ich würde das Studium jedem, der sich im Bereich der industriellen Produktion weiterbilden will, zu jederzeit weiterempfehlen“, urteilt Tim Layer, der den Studiengang 2021 abgeschlossen hat.

Sich mit dem Masterstudium weiterentwickeln

Tim Layer qualifizierte sich zunächst als Mitarbeiter der Murrelektronik GmbH in einem Dualen Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart zum Wirtschaftsingenieur mit der Fachrichtung Elektrotechnik. Nach dem angeschlossenen Bachelorstudium wurde er 2016 von dem Entwickler und Hersteller dezentraler Automatisierungstechnik für Maschinen und Anlagen im Bereich Industrial Engineering übernommen, wo Tim Layer nach einem halben Jahr zum Projektleiter aufstieg. Von nun an war er für Werksprojekte im Bereich der Produktion- und Anlagenplanung, Anlagenbeschaffung sowie Prozessplanung und -optimierung verantwortlich.

„Nach etwa einem Jahr in meinem Beruf als Projektleiter habe mir Gedanken gemacht, wie es für mich beruflich weitergehen kann“, berichtet Tim Layer, „denn Wirtschaftsingenieurwesen ist ein eher allgemeiner Studiengang mit wenig konkreten Vertiefungen. Aufgrund meiner bisherigen Berufserfahrung und meiner Position, die ich erreicht hatte, beschloss ich, mich mit einem berufsbegleitenden Masterstudium im Bereich der industriellen Produktion weiterentwickeln zu wollen“.

„Mich haben die Ziele und Inhalte überzeugt“

Auf der Suche nach Studiengängen, die der Produktion oder dem Produktionsmanagement gewidmet sind, stieß Tim Layer schnell auf den berufsbegleitenden Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement der Universität Kassel: „Studienziele wie die Entwicklung der Fähigkeit, integrierte fachabteilungsübergreifende Lösungen für Engineering- und Managementaufgaben im Unternehmen zu erarbeiten, sowie der Aufbau von Kompetenzen zur Übernahme von Fach- und Führungsverantwortung in Kombination mit den breitgefächerten Studieninhalten rund um die industrielle Produktion, haben mich überzeugt. Der Masterstudiengang IPM bot sowohl Präsenzphasen in Kassel als auch E-Learning mit virtuellen Seminarräumen. Das fand ich sehr gut. Zudem hatte ich das Glück, auch einen Kollegen im Unternehmen persönlich zum Studiengang befragen zu können, der das Studium ein Jahr zuvor in Kassel begonnen hatte. Von diesem habe ich ein durchweg positives Feedback zu seinen bisherigen Erfahrungen im Studiengang erhalten. Für mich stand dann auch relativ schnell fest, dass ich mich an der UNIKIMS für den Studiengang IPM bewerben will. Nach der erhaltenen Zusage ging es für mich im März 2018 dann das erste Mal nach Kassel. Ich durfte Kassel als neue Stadt kennenlernen. Es war immer eine sehr schöne Zeit während der Präsenzphasen.

Eine holistische Sicht aus vielen Perspektiven

Wir wurden als Studierende sehr herzlich aufgenommen, und auch als Kommilitonen haben wir uns von Beginn an alle sehr gut verstanden.  Es haben sich untereinander enge Freundschaften entwickelt, die auch über das Studium hinaus noch weiter bestehen. Auch das Verhältnis zu den Dozenten war immer sehr freundschaftlich. Freitags schrieben wir die Klausur, und am Samstag und Sonntag waren die Vorlesungen. Im Studium herrschte immer ein guter Ausgleich zwischen Theorie und Praxis, denn wir haben das Wissen sogleich in zahlreichen Fallstudien und praktischen Übungen angewandt. Weil die Kommilitonen aus unterschiedlichen Unternehmen kamen und in verschiedenen Bereichen arbeiteten, haben wir die Fragestellungen aus verschiedenen Sichtweisen diskutiert. Ich konnte viele Dinge für mich mitnehmen. Sehr hilfreich für meinen beruflichen Alltag ist vor allem die in den Vorlesungen vermittelte holistische Sicht auf das Unternehmen wie auch die ganzheitliche Betrachtung der industriellen Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ich habe viele unterschiedliche Methoden, Techniken und Werkzeuge aus verschiedenen Bereichen kennengelernt, die ich sofort anwenden konnte. Wir haben beispielsweise gelernt, aus dem Kundenbedarf die Produktanforderungen abzuleiten sowie Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, unter verschiedenen Gesichtspunkten zu planen. Sehr interessant für mich war auch die Simulation und Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen mithilfe einer Simulationssoftware.

„Zertifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten und eine Studienreise nach Japan als Highlights des Studiums“

Während des Studienverlaufes besteht auch die Möglichkeit, das Studium mit einer zertifizierten Weiterbildung zu verbinden. Ich habe mich für den Six-Sigma Green-Belt entschieden. Ein echtes High-Light des berufsbegleitenden Masterstudiengangs IPM ist die Studienreise nach Japan in Kooperation mit der Universität Kobe. Während dieser Reise werden mehrere namhafte Unternehmen wie zum Beispiel Toyota besucht. In unserem Jahrgang konnte die Reise jedoch aufgrund vor Corona leider nicht stattfinden.“

„Studium und Beruf sind vereinbar“

Studium und Beruf zur gleichen Zeit waren für Tim Layer vereinbar, da er diese Kombination von Arbeit und Lernen schon vom Dualen Bachelorstudium her kannte. Er sagt: „Man muss schon etwas tun, um etwas zu erreichen, aber wenn man sich dahinterklemmt, dann kann man das Studium mit einer sehr guten Gesamtnote abschließen.“ Auch im Unternehmen möchte Tim Layer nun mehr erreichen. Im nächsten Schritt strebt er eine Position als Teamleiter an.

Tim Layer
Absolvent Master Industrielles Produktionsmanagement
Leonie Bothe
„Das Wissen erweist sogleich seine Relevanz“

Leonie Bothe von Philips Medical Systems GmbH empfiehlt den Masterstudiengang IPM

„Ich kann den berufsbegleitenden Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement (IPM) der Universität Kassel und ihrer Management School UNIKIMS jedem empfehlen, der sich für Prozesse in der Produktion und das Produktionsmanagement tiefergehend interessiert. Es ist ein Universitätsstudium, das Motivation und die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten erfordert. Das eben erst erworbene Wissen erweist im beruflichen Alltag nach dem Präsenzwochenende an der Universität sogleich seine Relevanz“, fasst Leonie Bothe aus dem Talentprogramm Nachwuchsführungskräfte der Philips Medical Systems GmbH in Hamburg ihre Erfahrung mit dem Masterstudiengang IPM zusammen.

„Ich wollte in der Karriere noch ein, zwei Schritte weitergehen“

Nach der Schule, berichtet Leonie Bothe, studierte sie als Mitarbeiterin der Medizintechniksparte von Philips im Dualen System an der Nordakademie Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Abschluss als Bachelor: „Ich arbeitete als Lean Champion, in anderen Unternehmen heißt das auch Change Agent. Meine Aufgabe war es, Verbesserungen in den Prozessen der Produktion gemeinsam mit den Mitarbeitern umzusetzen. Das war für mich eine verantwortungsvolle Aufgabe, aber ich habe schnell festgestellt, dass ich zwar eine tolle Position habe, die mir Spaß macht, aber dass ich in meiner Karriere doch noch ein oder zwei Schritte weiter gehen, dass ich mehr von der Produktion verstehen wollte. Philips ist ein globales Unternehmen, das am teuersten Produktionsstandort der Welt, in einer der teuersten Städte und in einer der teuersten Lagen unmittelbar neben der Hamburger Innenstadt produziert. Das hat natürlich seine Gründe, denn wir wollen das beste know how, die beste Technologie und die besten Mitarbeiter gewinnen und einsetzen. In einem Konzern müssen wir kontinuierlich unter Beweis stellen, dass es gerechtfertigt ist, in diesen Standort mit einem tollen Team zu investieren.

Schwerpunkt: Simulation und Digitale Fabrik

Als Wirtschaftsingenieurin bin ich generalistisch aufgestellt, und ich verlangte nach mehr Wissen, um eine Produktion aufbauen zu können. Also suchte ich im Internet und in meinem Netzwerk unter den früheren Kommilitonen nach Unis, die Studiengänge in Produktionsmanagement anbieten. Es gibt solche berufsbegleitenden Studiengänge zum Beispiel in Lüneburg und an der TU Clausthal. Beide Orte liegen näher an Hamburg als Kassel. Aber ein Bekannter hatte gute Erfahrungen als Student an der UNIKIMS gemacht, und er wies mich daraufhin, dass der Masterstudiengang IPM einen Schwerpunkt auf Simulation legt und die Digitale Fabrik, die Univ.-Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel vorantreibt. Im Bachelor hatte ich schon einmal vorsichtig in das Thema Simulation reingeschnuppert. Da dachte ich mir: Die UNIKIMS klingt nach dem, was ich mir vorstellen kann. Ich war vom Konzept überzeugt und von der Tatsache, dass es kein reines Fernstudium sein sollte, sondern dass es auch eine Lerngruppe geben sollte, in der ich mich mit Kommilitonen austauschen kann. Ich dachte aber, die Veranstaltungen liefen vorwiegend online. Letztendlich gab es Präsenzveranstaltungen, die einmal im Monat an einem Wochenende in Kassel stattfanden. Wie es sich dann herausstellte, war das für mich richtig gut und extrem wertvoll, denn auch hier habe ich mir ein gutes Netzwerk aufgebaut. Und Kassel liegt von jedem Ort in Deutschland aus ideal. Für mich waren es zehn Minuten zu Fuß zum Bahnhof Altona, und zwei Stunden später war ich in Kassel.

Die Inhalte des Studiums lagen mir mal näher, mal ferner. Aber im Nachhinein erkenne ich, dass es keine Vorlesung gab, die gar keine Relevanz für mich hatte. Auf alle Fälle konnte ich nach jedem Wochenende an der UNIKIMS in Kassel das Wissen im Qualitätsmanagement und in den Problemlösungsmethoden sogleich anwenden. Sehr interessant war auch das Aha-Erlebnis, dass ich viele Methoden aus meinem Alltag schon kannte. Ich arbeite eben in einem großen Konzern, und die Kommilitonen fragten mich etwas ungläubig: Ist das bei Philips wirklich schon so?

Aufnahme ins Talentprogramm

Nach meinem Studium in den Jahren 2016 bis 2020 wurde ich in ein Talentprogramm aufgenommen. Ich verstehe jetzt mehr, und ich kann mehr gestalten.

Neben dem Beruf zu studieren funktioniert, wenn du es willst. Du musst das Interesse daran mitbringen. Allein der Wille, im Beruf weiterkommen zu wollen, reicht nicht.

In meinem Studienjahrgang war ich die einzige Frau. Aber das kenne ich schon, als Mitarbeiterin in der Industrie und dann auch noch in einem MINT-Fach. Aber für mich ist das überhaupt kein Thema, dass meine Kollegen ausschließlich Männer sind.“

Leonie Bothe
Leonie Bothe
Absolventin Master Industrielles Produktionsmanagement
Henning Wortmann
„Ich wollte mehr von Produktions- und Fabrikplanung erfahren“

„Ich wollte mehr von Produktions- und Fabrikplanung erfahren“

„Schon nach dem Bachelor-Abschluss in Maschinenbau im Dualen Studium an der DHBW in Stuttgart wusste ich, dass noch irgendetwas kommen wird“, sagt Henning Wortmann: „Ich war 22 Jahre jung und wissbegierig.“ Das war im Herbst 2013, drei Jahre nach Beginn der Karriere im dualen Verbund von betrieblicher Ausbildung und Studium beim Landtechnikhersteller CLAAS.

„Das Bachelor-Master-System kam mir entgegen“

Es kam in der Tat noch „irgendetwas“ für den jungen Mann. Zum einen betraute ihn das Weltunternehmen aus Westfalen mit Projekten innerhalb einer Werkserweiterung im russischen Krasnodar, wo eine komplett neue Mähdrescherproduktion entstand. Für zwei Jahre war Wortmann mittendrin in den Themen Anlagen- und Produktionsplanung sowie Arbeitsvorbereitung. Zum einen befasste er sich mit Anlagentechnologien, Werkzeugen sowie Prozessplanung, lernte in der Produktionshalle im Gespräch mit den Kollegen Russisch und machte die Erfahrung, dass  in großen russischen Städten, wie es Krasnodar eine ist, lange nicht so viel Wodka getrunken wird, wie man denkt. Zum anderen traf er die Entscheidung, sich wissenschaftlich weiter zu qualifizieren: „Das Bachelor-Master-System kam mir entgegen, denn in ihm lässt sich eine auf  einen selbst zugeschnittene  Ausbildung gut abbilden. Ich wusste, dass ich im Produktionsumfeld der Industrie etwas machen wollte, weniger der Handel, sondern mehr der Maschinenbau war  interessant für mich. Aber ich wollte mich auch nicht wochenlang in die Konstruktion eines Getriebes vertiefen, sondern mehr von Produktionsplanung und Fabrikplanung erfahren.“

Ein Studium für Berufstätige, deren Projekte „immer unter Feuer sind“

Wortmann dachte an den Master in Maschinenbau oder im Wirtschaftsingenieurwesen, aber auch an einen MBA in Management. Er wog ab: „Der MBA war doch zu weit weg von meinen Themen. Das Wirtschaftsingenieurwesen war interessant, und Maschinenbau kannte ich. Ich dachte an die Beuth FH in Berlin, die TU Dortmund, die Leibniz-Universität in Hannover und die TU Chemnitz. Im Endeffekt ist es der Masterstudiengang im Industriellen Produktionsmanagement (IPM) an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel, geworden. Ich habe den Studiengang im Netz entdeckt, wo er mich sogleich gereizt hat, und schon nach zwei Wochen war eine Infoveranstaltung in Kassel. Dann ist die Entscheidung für die UNIKIMS gefallen, denn in Dortmund und Hannover waren es ganz normale Studiengänge, die terminlich nicht speziell für Berufstätige geeignet waren. Die waren nicht zu vereinbaren mit meinen Anforderungen im Beruf, weil meine Projekte immer unter Feuer waren.“

Die wenigen Präsenzphasen erlauben lange Auslandsaufenthalte

Das Studienangebot der UNIKIMS erschien dem Ingenieur dagegen „ideal, denn wenn Präsenzphasen waren, konnte ich mich von Freitag bis Sonntag  voll auf die Vorlesung konzentrieren, und ich hatte keine Probleme, das Studium an der UNIKIMS mit den zahlreichen Dienstreisen zu verbinden, denn ich war doch ein Drittel des Jahres im Ausland.“

Im Beruf profitierte Wortmann vor allem von der Methodik, die er im Studiengang erlernte, „von der Herangehensweise und der strategischen Planung. Wenn wir die Zusammenhänge auseinandergenommen haben, etwa im Materialfluss, dann war das super im Alltag anzuwenden. Und die  positivste Überraschung war für mich, dass alle, die mit mir in Kassel studierten, schon  mehrere Jahre im Beruf waren und ihre Erfahrung von dort mitbrachten. Damit hatte die Vorlesung eine ganz andere Qualität, denn bei theoretischen Ausführungen hat es nie lange gedauert, bis der erste die Hand hob und sagte: ,Das hat bei uns so nicht geklappt. Wir haben das so gelöst’. Das ist etwas ganz anders, als in einer Gruppe von 20jährigen, die  keinerlei praktische Erfahrungen mitbringen.“

„Mit dem Master IPM kann ich strategischer arbeiten und individueller gestalten“

Das Studium „macht auf jeden Fall Freude“, findet Wortmann: „Denn mit dem Master im Industriellen Produktionsmanagement kann ich konzeptioneller und strategischer arbeiten. Ich kann meine Zeit und meine Aufgaben individueller gestalten und meine Ideen umsetzen.“ Zudem sei das selbstfinanzierte Studium und die damit erworbene Qualifikation in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber um mehr Gehalt oder in der Bewerbung um eine neue Stelle „immer ein Argument“.

Mit dem Master kommt ein neuer Job im selben Konzern

Für Wortmann ging es also voran. 2015 wurde die Fabrik eröffnet und den russischen Kollegen übergeben. Wortmann wechselte zunächst in den Konzern, der sich über die CLAAS-Gruppe spannt, in den Bereich Corporate Production Systems, wo er sich für die folgenden zwei Jahre mit dem Reengineering der Distributionslogistik befassen sollte. Mit dem Abschluss des Master of Science im IPM wechselte er in die Corporate IT, wo er sich künftig mit Prozessberatung und Anwendungsentwicklung beschäftigt. „Ich weiß nicht, wie es ohne Studium gelaufen wäre“, blickt der immer noch junge Mann zurück.

Henning Wortmann
Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement
Mohammed Abdel Rahim
„Ich bin durch den Master of Science noch stabiler aufgestellt“

Fünf Jahre nach seinem Abschluss ist Rahim vom Wert des Masterstudiums in Industriellem Produktionsmanagement (IPM) noch überzeugter als zuvor: „Ich habe die Fähigkeit erlernt, mich in neue Wissensgebiete einzuarbeiten. Meine Wissenserweiterung hat mich auch als Mensch verändert. Ich gehe noch systematischer und analytischer, mit noch mehr Ruhe an die komplexen Aufgaben und überhaupt an alle Dinge heran. Durch den Master of Science habe ich so viel Wissen im Kopf, das ich nur einsetzen muss. Und das mache ich gerne.“

Mohammed Abdel Rahim erreicht seine Ziele. 1980 in Beirut (Libanon) geboren flohen seine Eltern mit den Kindern 1986 vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland. Der junge Mann absolvierte die Schule, lernte den Beruf des Karosserie- und Fahrzeugbauers bei Spier Fahrzeugwerk im westfälischen Bergheim, erwarb auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabitur, leistete seinen Zivildienst in einem SOS-Kinderdorf, qualifizierte sich an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zum Diplom Wirtschaftsingenieur mit der Fachrichtung Logistik und wusste: Das war noch nicht alles. Sein damaliger Professor erkannte das Talent seines Studenten und riet ihm – nach einem weiteren akademischen Abschluss – zur Promotion.

Bevor Rahim dem Rat folgte, ging er für einige Monate im Dienst der Dussmann-Gruppe als Consultant nach Dubai und Abu Dhabi. Rahim spricht Deutsch, Englisch und Arabisch. 2007 kehrte er zurück nach Deutschland. In seinem früheren Unternehmen, in dem er während seines Studiums zum Diplom Wirtschaftsingenieur als Werkstudent gearbeitet hatte, stieg er zum Assistenten der Geschäftsleitung und später zum Leiter der Materialwirtschaft und Produktionslogistik auf.

„Es ist die beste Hochschule“

2012 begann Rahim das berufsbegleitende Masterstudium im Fach Industrielles Produktionsmanagement an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel. Schon mit dem Abschluss 2014 stand für ihn fest: „Es ist die beste Hochschule.“ Nach einer harten, faktenbasierten Bewertung hatte sich Rahim zwei Jahre zuvor für Kassel vor der RWTH Aachen und der TU Chemnitz entschieden. Rahim hatte 2012 die Angebote der Hochschulen nach den Kriterien „1. Module und Inhalte“, „2. Studierbarkeit“ – also die Organisation des Studiums und die Orientierung der Hochschule an den Studenten als Kunden - sowie „3. Informationsveranstaltung“ bewertet. Für Rahim zählte der fachliche und menschliche Auftritt der Dozenten. In der Bewertung des Erfolgsmenschen Abdel Rahim lag Kassel ganz vorn vor Aachen und Chemnitz.

Nach dem zweiten Semester wusste Rahim: „Ich strebe die Promotion an“

Schon nach dem zweiten Semester wusste der Student: „Das kann ich schaffen, und ich strebe die Promotion an.“ Parallel zum Masterstudium entwarf Rahim das Exposé seiner Promotion. Um das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren, investierte er im Durchschnitt 16 Stunden in der Woche neben Arbeit und Familie in das Studium. Der Erfolg, erinnert sich Rahim, habe eine „Rahmenbedingung“. Die Ehefrau, das Elternhaus und das eigene Unternehmen müssten hinter dem Studenten stehen und ihn tragen. Rahim geht es nicht um finanzielle Unterstützung, sondern um die ideelle.  Lust am Lernen und Neugier treiben ihn an.

Der Chef merkt, dass da einer ganz nach oben will

Das Studium änderte schon rasch Rahims beruflichen Alltag: „Man verändert sein Bewusstsein, und man kommuniziert es. Daraufhin steigen die Erwartungen an mich, und ich erhalte mehr ganzheitliche und Prozess-Aufgaben.“ Und natürlich merkt der Chef auch, dass da einer ganz nach oben will. „Abteilungsleiter, Promovend und Vater zweier Kinder zu sein, das ist alles eine Frage des Zeitmanagements und der Disziplin. Das geht nicht mit acht Stunden Schlaf“, sagte Rahim, als er den Masterstudiengang in Produktionsmanagement abschloss.

„Ich bin durch den Master of Science noch stabiler aufgestellt“

Fachlich sieht sich Rahim durch das Masterstudium an der UNIKIMS von Fragen des Supply Chain-Managements, über das Qualitätsmanagement und IT-Informationssysteme bis hin zur Personalführung gut gerüstet. Zum Beispiel habe er sich im Unternehmen „ganz eigenständig und autark neben meinem operativen Geschäft“ autodidaktisch in Programme eingearbeitet, ein neues Logistiksystem für das Unternehmen geplant und implementiert, so dass der Systemwechsel zu keinem Zeitpunkt eine negative Auswirkung hatte. Er sei als Person selbstbewusst und offen für neue Herausforderungen, und durch den Master of Science an der UNIKIMS sei er „noch stabiler aufgestellt“.

Im beruflichen Alltag beobachtet Rahim hingegen zahlreiche Menschen, die vor der digitalen Transformation Angst haben, weil sie mehr Kontrolle oder den Verlust des Arbeitsplatzes fürchteten, und weil Menschen häufig Bedenken gegenüber Dingen hegten, die sie nicht fühlen oder anfassen könnten. Darum sei es die Voraussetzung für die erfolgreiche digitale Transformation in einer Organisation, „alle auf einen Wissensstand zu bringen“, obschon das nicht immer gelinge.

Seit dem Masterabschluss widmet sich der Vater zweier Kinder in seiner Dissertation der Entwicklung einer Methodik zur Unterstützung der Grobplanung für kleine und mittlere Unternehmen. 2019 wird er die Promotion voraussichtlich abschließen. Prof. Dr. Sigrid Wenzel, wissenschaftliche Leiterin des berufsbegleitenden IPM-Masterstudiengangs, ist seine Doktormutter. Auch für die berufsbegleitende Promotion ist Zeitmanagement gefragt. Für Rahim heißt das: „Disziplin und Regeln!“ Die Promotion war für Rahim allerdings leichter mit dem Alltag zu vereinbaren als das Masterstudium, denn er war in der Zeiteinteilung freier. In der Woche widmete sich Rahim nunmehr über vier Jahre an zwei Abenden und am Wochenende einen Tag – in Absprache mit seiner Familie - seiner Dissertation. Zu Hause zog er sich dafür in seinen „Cube“ zurück, - einen weißen Raum ohne weitere Ablenkungsmöglichkeiten.

Professorin Dr. Sigrid Wenzel ist eine „sehr gute Mentorin“

Professor Dr. Sigrid Wenzel ist für Rahim eine „sehr gute, geradlinige Mentorin“. Wissenschaftlich habe er sich an der UNIKIMS und an der Universität Kassel stets „familiär“ aufgehoben gefühlt. Keine andere Hochschule habe - neben der Qualität der Wissensvermittlung – ein menschlich so hohes Niveau. Künftig sieht sich Rahim noch mehr in der Rolle des pragmatischen und praxisnahen sowie kommunikativen Wissenschaftlers, und er würde gern sein Wissen und Können als Lehrender neben der Arbeit in seinem Beruf „an die Gesellschaft zurückgeben“.

Mohammed Abdel Rahim
Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement
Ferdinand Marx
„Die UNIKIMS hat das beste Konzept, Beruf und Studium zu vereinen“

„Die UNIKIMS hat das beste Konzept, den Beruf und parallel dazu das Studium zu vereinen“, begründet Ferdinand Marx, Manager im Project Engineering bei CSL-Behring in Marburg seine Entscheidung für das Studium an der Management School der Universität Kassel.

Nach dem Studium zum Diplom Ingenieur für Pharmatechnik an einer Fachhochschule und einer längeren Tätigkeit in der Industrie wollte es Marx noch einmal wissen. Mental wollte er an Grenzen gehen und sich mit dem Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement an einer Universität auch wissenschaftlich breiter aufstellen. Wichtig war ihm die Wahl einer Hochschule, die neben dem wissenschaftlichen Anspruch den engen Industrie- und Anwendungsbezug bietet. Zugleich wollte Marx den unmittelbaren Austausch mit Professoren, Hochschulmitarbeitern und Kommilitonen. „Ich wollte kein Studium an einer Fernuni, denn ich liebe das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten in den Präsenzphasen, um zu diskutieren, Anstöße zu empfangen und zu geben“, sagt der Ingenieur, der danach verlangt, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überwinden.

Die Atmosphäre an der UNIKIMS und in Kassel sei inspirierend. Es sei auch schön, eine für ihn neue Stadt zu entdecken und zu erleben. Im Beruf, habe ihm das Studium noch weit vor dem Abschluss geholfen: „Meine jetzige Position hätte ich vermutlich nicht bekommen, ohne mit dem Studium begonnen zu haben.“

Ferdinand Marx
Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement
Martin Patalong
"Das große Netzwerk bietet viele Vorteile."

„Es war ein super Empfang. Die persönliche Betreuung ist spitze und der Einstieg ins Studium war sehr gut vorbereitet“, berichtet Martin Patalong über den Beginn seines Masterstudiums.

Patalong, der bei der K+S Entsorgung GmbH im Vertrieb arbeitet, entschied sich für den universitären Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement, der ihn in fünf Semestern zum Ziel führen kann. Denn nach einem Dualen Studium an der Hessischen Berufsakademie in Kassel mit dem Abschluss als Bachelor of Business Administration bemerkte der kaufmännisch geschulte Absolvent im Berufsalltag bald, dass ihm technische Fähigkeiten fehlten. Er war Zentraleinkäufer für Verpackungen, und „Verpackungen sind schwierig. Es geht nicht nur um eine Tüte, in die wir unsere Ware stecken, sondern um den sicheren Transport von chemischen Produkten rund um die ganze Welt.“ Heute, an seinem neuen Platz im Entsorgungsgeschäft, interessiert sich Patalong vor allem für das Stoffstrommanagement.

Der 24-jährige räumt ein: „Ja, es ist anstrengend ein berufsbegleitendes Studium auf universitärem Niveau zu absolvieren, vor allem während der Klausurvorbereitungsphasen und wenn bei 30 Grad im Sommer alle anderen grillen, und ich in einer Präsenzphase am Wochenende in der Uni sitze.“ Aber das Studium lohne sich für ihn: „Ich verstehe die Zusammenhänge im Unternehmen durch die vermittelten Inhalte besser und kann Sachverhalte besser einordnen und bewerten - die Theorie spiegelt sich in der Praxis wider.“

Grandios ist für Patalong das große Netzwerk, in das er mit dem Studium durch seine Kommilitonen aufgenommen wurde: „Wir sind eine sehr heterogene Gruppe und erhalten über unsere Mitstudenten Einblick in andere Unternehmen wie Volkswagen, Mercedes, Continental und Dr. Oetker.“

Patalong weiß aber auch, „das funktioniert nur, wenn man den Support an der Arbeit hat“. Sein Vorgesetzter sei überzeugt von ihm und von seinen Plänen. Patalong sagt von seinen Kollegen und seinem Vorgesetzten: „Sie geben mir die Unterstützung, wenn ich sie brauche.“ Auch die Freundin hat Verständnis dafür, dass Martin Patalong nun häufig sehr beschäftigt ist. Sie hat sich ihrerseits für einen klassischen Masterstudiengang an der Kasseler Universität entschieden und dafür ihre zuvor volle Stelle bei einem internationalen Energiehandelshaus in Kassel reduziert.

Martin Patalong
Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement

Folge deiner Begabung

Warum Frauen in MINT-Berufen Erfolg haben

Wir lassen Studentinnen und Absolventinnen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Industrielles Produktionsmanagement  zu Wort kommen. Sie berichten nicht nur, warum sie sich für diesen Studiengang entschieden haben, sondern auch, warum sie Erfolg im Ingenieurberuf haben. Sie haben sich etwas zugetraut, sie ließen sich ermutigen und folgten ihrer Begabung. Und sie sehen die/den Ingenieur*in nicht reduziert auf die Rolle der*des Techniker*in, sondern ebenso als kommunikative*n Problemlöser*in mit Sozialkompetenz.