Absolventenstimmen

Klein.JPG

Im Studium Neues erfahren, um im Beruf andere Fragen zu stellen

Andreas Klein: „Ich bin froh, dass es den Masterstudiengang ÖPNV und Mobilität gibt“

„Ich bin sehr froh, dass es an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel, den Masterstudiengang ÖPNV und Mobilität gibt. Das Angebot ist sonst recht dünn für Fachleute aus unserer Branche, und der Austausch unter den Dozenten und Kommilitonen während der Präsenzphasen in Kassel ist immer sehr befruchtend. Wir sind rausgegangen an die Straßenbahngleise und haben den Unterschied zwischen der Flachrillen- und der Tiefrillenweiche gesehen, und wir sind abends in der Werkstatt der Kasseler Verkehrsbetriebe in der Grube unter die Fahrzeuge geklettert. Das ist schon etwas anderes, als eine Straßenbahn von unten nur in der Powerpoint-Präsentation zu sehen, vor allem dann, wenn man - wie ich - einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund hat“, berichtet Andreas Klein aus seinem berufsbegleitenden Studium an der UNIKIMS.

„Ich wollte mehr wissen und im Beruf mehr Perspektiven“

Nach dem Abitur hatte Andreas Klein im Jahr 2003 das Studium der Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik in Heilbronn aufgenommen und es mit dem Bachelor abgeschlossen. Er arbeitete mehrere Jahre für eine regionale Bustochter der DB AG im deutschen Südwesten und wechselte dann zur Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, einer kommunalen Tochter der Stadt Karlsruhe. Nachdem Klein „im Job Fuß gefasst hatte, habe ich mich umgeschaut nach Angeboten zur Weiterbildung, denn ich hatte schon nach dem ersten Studium den inneren Antrieb, mehr wissen und im Beruf mehr Perspektiven zu wollen“. Für den ÖPNV-Fachmann gab es aber wenig Angebote zur wissenschaftlichen, berufsbegleitenden Qualifikation. „An der Universität Duisburg-Essen hatte es einen Studiengang gegeben, aber der war gerade eingestellt worden, als ich mich dafür zu interessieren begann“, berichtet Klein. Dann stieß er im Internet auf den Masterstudiengang ÖPNV und Mobilität der UNIKIMS: „Beim Drüberlesen über die Seiten hat es mir schon gefallen, vor allem die technischen Fächer fand ich interessant, dass man da was Neues lernt.“

„Im Studium fühlte man sich angenommen. Man stand man nie im Regen.“

Im Mai 2015 reiste Klein zum Infotag des ÖPNV-Studiengangs nach Kassel. Er nahm die ganze Familie mit, denn die sollte einverstanden sein, wenn der Ehemann und Papa studiert, und darum auch Kassel kennenlernen. „Es hat uns allen gut gefallen – auch die Wilhelmshöhe und das Hotel. Der Infotag, der erste Kontakt mit dem E-Learning-Portal und die ganze Organisation haben gestimmt“, sagt Klein: „Mit dem Studiengangmanager, Herrn Oppermann, hatte ich vorher schon Kontakt, und er war sehr nett. Dieser erste Eindruck hat sich im persönlichen Kontakt dann bestätigt. Auch im folgenden Studium fühlte man sich immer angenommen, man stand nie im Regen, und es wurde einem geholfen, wenn etwas fehlte.“

Anschauungsunterricht am Gleis und im Betriebshof

Inhaltlich fand Klein die Vorlesungen zum „Recht im ÖPNV“ interessant und freute sich über das „frische Update“ seines Wissens. „Wichtig“ sei aber auch der Anschauungsunterricht durch den Betriebsleiter bei der Stuttgarter Straßenbahn, Reinhold Schröter, gewesen. Im kleinen Kreis von elf Studierenden und einem Dozenten komme immer eine Diskussion auf. Das sei kein Frontalunterricht, und darum genau die richtige Form der Wissensvermittlung: „Wir gehen täglich mit den Dingen um, über die wir im Studium Neues erfahren. Je nach beruflichem Hintergrund sieht man dann manches anders und stellt an den Kollegen im Alltag andere Fragen.“ Vor allem zu technischen Sachverhalten habe er nun einen anderen Zugang, schildert Klein, einen großen Zugewinn für den Beruf: „Ich habe nun eine andere Idee von der Spurführung eines Schienenfahrzeugs, eine präzisere Vorstellung vom Zusammenspiel von Fahrzeug und der darunterliegenden Infrastruktur.“

„Man nimmt den Masterabschluss mit – ein Leben lang“

Klein sieht die Chancen durch die weitere Qualifikation an der UNIKIMS perspektivisch: „Der Beruf hat schon vorher Spaß gemacht. Nun nimmt man den Masterabschluss mit ein Leben lang.“ Mit dem Erwerb der weiteren Qualifikation wechselt Klein auf eine andere Stelle. Bei Abellio Rail Baden-Württemberg in Stuttgart wird er zuständig für die Angebots- und Betriebsplanung.


„Mehr Praxisorientierung kann ich mir nicht vorstellen“

Viktor Zitzmann von der traffiQ GmbH hat sich zum Master in ÖPNV und Mobilität qualifiziert

„Ein Studium im Verkehrsbereich, das praxisorientierter ist als jenes an der UNIKIMS kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Viktor Zitzmann. Dort hat sich der Geograph mit dem Bachelor Abschluss von der Universität Mainz berufsbegleitend zum Master in ÖPNV und Mobilität qualifiziert. „Der Betriebsleiter der SBB (Stuttgarter Straßenbahn) ist mit uns rausgegangen und hat mit uns Schienenverkehrsanlagen angesehen und uns diese erläutert. Vom Betriebsleiter der KVG (Kasseler Verkehrsgesellschaft) wurden uns die Gestaltung und die damit zusammenhängenden Rahmenbedingungen von Dienst- und Fahrplänen dargelegt. Auch einige besondere Ereignisse aus dem Betrieb hat man erfahren. So erzählten uns die Dozenten zum Beispiel von Straßenbahnen, die entgleist waren, und wie das Problem wieder gelöst wurde. Es gab viele Punkte im Studium, die mit meiner Arbeit korrespondiert haben, so dass ich vieles am nächsten Tag im Unternehmen gleich einbringen konnte.“  Zitzmanns Arbeitgeber ist die traffiQ GmbH. Die Tochtergesellschaft der Stadt Frankfurt am Main organisiert als Aufgabenträgerorganisation den gesamten öffentlichen Nahverkehr für die Kommune. Zitzmann ist dort für die Infrastrukturplanung verantwortlich, arbeitet in der Netzplanung für den Busverkehr mit und ist zudem auch Projektleiter für die Beschaffung von Brennstoffzellenbussen.

Der Geograph wollte mit dem Masterstudium seinem Berufsziel näherkommen

Zur traffiQ kam Zitzmann 2012 mit dem Abschluss seines Bachelorstudiums über ein Praktikum. Die Aufgaben in dem Unternehmen lagen ihm, und er erhielt einen befristeten Vertrag für eine Elternzeitvertretung. Dennoch wollte sich Zitzmann weiter auf das Thema ÖPNV und Mobilität spezialisieren und zugleich den Vertrag und sein „erstes eigenes Geld“ nicht aufgeben. Also suchte er nach einem berufsbegleitenden Studiengang, der ihn näher an sein Berufsziel führen sollte, das er im Praktikum in der Nahverkehrsgesellschaft gefunden hatte. Da sei der Masterstudiengang der UNIKIMS zum Vorschein gekommen. Mit seinem ersten Hochschulabschluss und mindestens einem Jahr Berufserfahrung hatte er die Voraussetzungen erfüllt, und Zitzmann begann das Studium im Herbst 2013 im ersten Jahrgang des neuen Masterstudiengangs.

„Inhaltlich war alles spannend – auch die Rechtswissenschaften“

„Inhaltlich war alles spannend“, sagt Zitzmann, selbst die Rechtswissenschaften, von denen er das offenbar nicht erwartet hatte: „Ich hätte das rechtliche Wissen auch über die Jahre durch berufliche Praxis erwerben können. Aber jetzt kann ich gleich mitreden im Unternehmen.“ Weil er im Studium auch in das „Projektmanagement“ eingeführt wurde, kam an seinem Arbeitsplatz bei der traffiQ in Frankfurt sogleich die Aufgabe hinzu, dort ein Projekt zu managen. Zitzmann erfuhr im Studium vieles und wichtiges über Fahrzeugtechnik, Straßenverkehrssystemtechnik, Betriebsabläufe und Verkehrsplanung. Er lernte wie Verkehrsmodelle funktionieren und wie mit ihrer Hilfe Abläufe zu modellieren sind.

„Ich lernte die komplexen Sachzwänge kennen, in denen der Ingenieur steckt“

Vor allem lernte Zitzmann die Angehörigen der anderen Berufsgruppen im ÖPNV und ihre Denkschulen in der Begegnung im gemeinsamen Masterstudium kennen. „Vor dem Studium sagten wir den Ingenieuren, wenn wir ein Problem im Alltag lösen wollten, ,jetzt sei doch nicht so zimperlich’. Jetzt kenne ich die Sachzwänge, in denen der Ingenieur steckt, und was an Komplexität dahintersteht.“

Das Studium ist herausfordernd, aber empfehlenswert

Das berufsbegleitende Studium sei durchaus eine hohe Belastung gewesen, sagt Zitzmann: „Man muss sich gut organisieren können.“ Auch die Studiengebühren von etwa 15.000 Euro und die Hotelkosten für die Übernachtung an den Präsenzwochenenden in Kassel seien eine Hürde, denn nur wenige Verkehrsgesellschaften, wie die Kasseler, erkennen die Qualität der Zusatzqualifikation und investierten in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter. Er habe das Studium selbst finanziert, konnte die Ausgaben aber bei der Steuer geltend machen und bekam mehr zurück, als er gedacht hatte. Zudem sei hier auch das Stipendium der Stiftung Führungsnachwuchs des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmer) hilfreich gewesen. Ausdrücklich lobt Zitzmann die Organisation der Abläufe an der UNIKIMS. Orte und Termine standen früh fest und waren bekannt. Nur „ab und zu“ sei etwas „durcheinandergeraten“. Im Vergleich zu klassischen Universitäten , „wo man merkt, dass die Lehrenden ein Leben lang an der Universität verbracht haben“, kommen die Dozenten an der UNIKIMS aus der Praxis. Das sei belebend. „Wenn mein Geschäftsführer mich fragen würde, ob ich das Studium empfehlen würde: Ich würde es empfehlen!“


Karriere, Kontakte und persönliche Erfüllung

Warum Christoph Cremer den Masterstudiengang ÖPNV an der UNIKIMS empfiehlt

Die Teilnahme am berufsbegleitenden Masterstudiengang ÖPNV an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel, hat sich für Christoph Cremer regelrecht „gelohnt“, sagt der Absolvent. In einem großen Karriereschritt sei er zum Ende des Studiums von einem ÖPNV-Dienstleister, der für Nahverkehrsbetriebe arbeitet, als Teamleiter „Einnahmesicherung und Mobilitätsservice“ zur Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschafts mbH nach Frankfurt gewechselt. Dort trage er wesentlich mehr Verantwortung als zuvor. Aber das sei es nicht allein, was für das Masterstudium an der UNIKIMS spreche. „Wir ersten Absolventen dieses neuen Studiengangs unterscheiden uns von der Masse der Mitarbeiter und Führungskräfte im ÖPNV, denn wir bringen mit dem Studium eine große Breite an Wissen ein in die Unternehmen“, sagt Cremer. Es sei das „Übergreifende“, das der Studiengang vermittele, der Einblick in das weite Spektrum des ÖPNV von der Planung, über den rechtlichen Rahmen, die ingenieurtechnische Perspektive bis hin zum Controlling.

Vom Quereinsteiger zum Generalisten

Cremer sieht sich bewusst als Quereinsteiger. Er studierte bis 2012 Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Personal an der Universität Kassel. Schon als studentische Hilfskraft bei einem Unternehmen, das als Dienstleister für den ÖPNV Verkehrserhebungen erstellt und Aufgaben im Qualitätsmanagement übernimmt,  gewann Cremer Einblick in die Komplexität des öffentlichen Personenverkehrs und ließ sich davon faszinieren. Über einen Beitrag in der Zeitschrift „Nahverkehr“ wurde er 2013 auf den Masterstudiengang der UNIKIMS aufmerksam und entschied sich - bewusst als Quereinsteiger - für die berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung zum Generalisten. Im Herbst 2013 begann er das Studium im ersten Jahrgang des neuen Masterstudiengangs ÖPNV in einer kleinen Gruppe von sieben Studierenden.

Die kleine motivierte Lerngruppe führt zum Erfolg ohne Beispiel

„Vom Studium an der UNIKIMS bin ich begeistert. Im Vergleich zum Bachelorstudium in einem Studiengang an einer konventionellen Hochschule ist alles sehr gut organisiert, und es herrscht ein anderer Geist. Die kleine Lerngruppe an der UNIKIMS von sieben bis fünfzehn Studenten führt zu einem beispiellosen Lernerfolg. Vor allem sind die Kommilitonen, die im Beruf stehen und aus innerer Überzeugung begleitend zu ihrer verantwortungsvollen Arbeit noch studieren, ganz anders motiviert als die meisten Studierenden. Die UNIKIMS überzeugt mit einem klaren Lernkonzept und einem idealen Wechsel aus Selbststudium und Präsenzphasen. Das war für mich eine neue Erfahrung von Hochschulbildung und eine gute Schule fürs Leben. Es war von vorne bis hinten gut“, urteilt Cremer über den Studiengang.

Das Studium schafft persönliche Verbindungen in die Fachwelt

Darüber hinaus eröffne sich den Studierenden die einmalige Chance, persönliche Kontakte zu den Dozenten aus der Praxis und damit tief und weit hinein in die Branche des ÖPNV in Deutschland zu knüpfen. Professor Dr. Carsten Sommer, der wissenschaftliche Leiter des Studiengangs, habe ihm zum Beispiel die Möglichkeit zur Aufnahme in einen Arbeitskreis der renommierten FGSV, der Forschungsgemeinschaft für Straßen- und Verkehrswesen, ermöglicht. Überdies sei es „sehr, sehr angenehm“ gewesen, im Kreis der Kommilitonen und Dozenten zu studieren. Noch ist es für Cremer zu früh, eine Prognose zu wagen, ob der Studiengang mit den ersten Absolventen den ÖPNV in Deutschland verändern wird. Doch fest steht für Cremer: „Der ÖPNV profitiert davon.“

„Das Studium braucht die Rückendeckung der Familie“

Aber er spricht die Härten und Entbehrungen auch von sich aus an: „Man verzichtet auf sehr viel. Auch wenn es draußen 30 Grad sind, sitzt man jedes zweite Wochenende in einem Seminar. Man braucht die volle Rückendeckung der Familie und des eigenen Unternehmens. Ich bin unterdessen sogar noch Vater geworden. Damit war ich nicht der einzige im Studiengang, sondern die knappe Hälfte von uns bekam ein Kind. Das ging also doch noch.“ 


„Ich kann nun die kritischeren Fragen stellen“

Doreen Köster aus dem Controlling der KVV GmbH interessiert sich für mehr als Zahlen

„Das Masterstudium ÖPNV an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel, bringt einen weiter, auf jeden Fall“, sagt Doreen Köster, die im zentralen Controlling der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs GmbH (KVV) tätig ist, der Muttergesellschaft der kommunalen Energieversorger sowie Verkehrsgesellschaften. „Mit dem abgeschlossenen Masterstudium verdiene ich natürlich mehr. Aber ich meine etwas Anderes. Ich verstehe die Prozesse im Unternehmen besser, die Inhalte in den Fachbereichen, und ich kann mitreden bei Entscheidungen“, sagt die junge Frau, die ihre Karriere in dem Kommunalunternehmen 2010 mit einem Dualen Studium begann, das sie zur Industriekauffrau und zum Bachelor in Business Administration qualifizierte. „Früher lastete immer der Vorwurf auf mir, wir Controller interessierten uns nur für Zahlen“, berichtet Doreen Köster aus ihrem Berufsleben. Am Ende zählten für sie auch weiterhin die Zahlen, denn jede Investition müsse mit ihrer Wirtschaftlichkeit belegt werden. Aber wenn die Ingenieure heute Investitionen in die Infrastruktur oder neue Fahrzeuge tätigen wollen, „dann verstehe ich es besser, und ich kann kritischere Fragen stellen“. 

Die Kommilitonen lernen voneinander, was andere Unternehmen besser machen

Die Möglichkeit zum berufsbegleitenden Studium an der UNIKIMS war 2013 von der KVV ausgeschrieben, und Doreen Köster bewarb sich. Schon im Studium wurde sie im zentralen Controlling wegen ihrer zunehmenden Kompetenz in diesem Feld für den Verkehrsbereich zuständig. Sogleich begann Doreen Köster, „die Hintergründe besser zu verstehen“, als es um eine Liniengenehmigung ging, für die sich die Kasseler Verkehrsgesellschaft zusammen mit einem anderen Verkehrsunternehmen beworben hatte: „Die Themen, um die es ging, hatten wir in den Veranstaltungen Recht I und II ausführlich behandelt, und ich konnte das Wissen nachgelagert anwenden.“ Während die Vermittlung von Themen wie „Recht“ und „Verkehrsplanung“ eher theoretisch angelegt sei, werden die Themen Technik und Infrastruktur nach Einschätzung der Ökonomin sehr anschaulich vermittelt. Fachkundig erläutert sie zum Beispiel, was ein „Rillengleis“ ist. Auch hat sie von den Kommilitonen einiges darüber gelernt, wie andere Verkehrsunternehmen arbeiten, und welche Aufgaben diese besonders gut erledigen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) habe zum Beispiel ein zeitnahes „Einnahmeaufteilungsverfahren“.

Der direkte Kontakt zu den Dozenten steht am Anfang des Moduls

„Sehr gut“ gefiel Doreen Köster der Aufbau des Studiums mit den Präsenzphasen jeweils zu Beginn eines neuen Moduls: „Der direkte Kontakt zum Dozenten vor der Phase des Selbstlernens und des online-Studiums war richtig und ganz wichtig.“ Zeitlich waren die meist zwei Veranstaltungen im Monat für die Studentin gut zu absolvieren. Während der Klausuren wurde es jedoch „aufwändig, denn man arbeitet 40 Stunden die Woche, hat den normalen Studienbetrieb und dann kommt noch die Vorbereitung auf die Klausuren“. Doreen Köster weiß aber auch nicht, wie der Ablauf besser zu gestalten wäre: „Das ist nicht zu entzerren, denn sonst dauert das Studium noch länger.“ In jedem Falle aber, versichert die junge Frau, sei es in der Regelstudienzeit zu schaffen. Sie habe allerdings mit der Anmeldung ihrer Masterarbeit so lange gewartet, bis sie den Aufwand dafür besser abschätzen konnte. Im Unternehmen hat sie noch die selbe Stelle wie zu Beginn des Studiums inne, „aber ich habe nun die besseren Voraussetzungen dafür“.


„Für jeden, der sich für seine Arbeit im ÖPNV interessiert, lohnt das Studium 

Ingrid Walter macht die Arbeit in der Abteilung Infrastruktur der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) Freude. Als die Bauingenieurin von dem Masterstudiengang ÖPNV der UNIKIMS/Universität Kassel hörte, ging sie auf die Website der UNIKIMS, staunte über das Studienangebot, bewarb sich um einen Studienplatz im Masterstudiengang ÖPNV und wurde 2013 angenommen. Heute, da Ingrid Walter an ihrer Masterarbeit schreibt, ist sie gewiss: „Jeder, der sich ein wenig für seine Arbeit irgendwo im ÖPNV interessiert, für den lohnt das Studium. Man versteht die Zusammenhänge.“

Wer breiter aufgestellt ist, will alles wissen

Schon während des Studiums des Bauingenieurwesens in den 1990er Jahren arbeitete Ingrid Walter als Praktikantin für die KVG und fand dort ihre erste Festanstellung in der Abteilung „Infrastruktur“. Diese kümmert sich um vieles: Gleise, Leitungen, den Fahrstrom und die Unterwerke, um den Strom bis zur Bahn zu bringen. Kurzum: Ingrid Walter und ihre Kollegen/-innen besorgen alles, was die elektrisch getriebenen Schienenfahrzeuge benötigen. Doch weil die Bauingenieurin offenbar von Beginn an etwas breiter aufgestellt war, als es ihre Berufsbezeichnung erwarten ließe, beschäftigte sie sich vor allem mit dem Formulieren, Stellen und Bearbeiten  von Anträgen auf Zuschüsse für den Ausbau des Streckennetzes in der Region sowie mit der Verteilung der Mittel. Zudem war sie Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatorin des Unternehmens mit seinen zahlreichen Baustellen.

„Im Studium verstehen wir das komplexe Zusammenspiel“

Dann hörte Ingrid Walter von dem neuen Studienangebot, das von der KVG aktiv unterstützt wird, indem das Unternehmen zwei Studenten in den Pilotjahrgang von 2013 entsandt hat. Auch las Ingrid Walter in der Presse über das neue Angebot und entdeckte nicht zuletzt auf der Website der UNIKIMS: „ÖPNV, das ist weit mehr als das, was ich seit 20 Jahren im Unternehmen tue.“ Ingrid Walter bewarb sich. Mit Erfolg. Im Verlauf des Studiums begann sie ihren eigenen Arbeitsplatz anders zu sehen: „Ich erkannte das Zusammenspiel aller Bereiche, das Zusammenwirken von Politik, Kommunen, Land und Verkehrsunternehmen. Es hat sich wirklich gelohnt. Vieles ist besser zu verstehen, seien es politische, rechtliche und finanzielle Zusammenhänge. Ich verstehe die Prozesse, und weiß, warum sie welche Zeit beanspruchen. Wir verstehen das ganze komplexe Zusammenspiel.“ Bereichernd ist das Studium für Ingrid Walter auch, weil sie dort mit Kommilitonen aus unterschiedlichen Berufen und Unternehmen studiert und deren Sicht der Dinge kennenlernt.

Vor Prüfungen heißt es auch mal: Urlaub nehmen, um zu lernen

Auf die Frage, ob das Studium großen Einsatz erfordere, antwortet Ingrid Walter: „Ja, sicher.“ Täglich habe sie das Studium nicht beansprucht. Das sei auch nicht möglich, da die eigentliche Arbeit selbstverständlich „nebenher“ noch zu erledigen sei. Aber wenn zum Beispiel Klausuren anstehen, dann habe sie, Ingrid Walter, schon einmal Urlaub genommen, oder „die Kollegen haben mir Arbeit abgenommen“. Auch die Familie müsse Rücksicht nehmen.


„Die Partner der UNIKIMS sind immer zu erreichen“

Tanja Schillinger, Assistentin des Unternehmensbereichsleiters „Betrieb“ bei der Stuttgarter Straßenbahn AG, ist „froh, dass es das Angebot „ÖPNV und Mobilität“ in Kassel gibt, - und dies vor allem als Masterstudiengang, „weil es so viele Quereinsteiger im ÖPNV gibt“. Sie habe zum Beispiel Verkehrsbetriebswirtschaft an der Hochschule in Heilbronn studiert, doch allein mit dem betriebswirtschaftlichen Studium könne sie ihr Interesse an Planung und Technik nicht stillen. Komplexe Fragen aus dem Alltag seien zum Beispiel, wie sich das Zusammenspiel von Lichtzeichenanlagen für Busse, Bahnen, Autos, Radfahrer und Fußgänger an innerstädtischen Kreuzungen verbessern lasse, oder wie die Gründe und Grenzen von Fahrplanänderungen für die Kunden plausibel zu erklären seien. Die Betriebswirtin, die seit 2009 in Stuttgart in der beruflichen Praxis steht, sagt: „Es ist wichtig, dass in unserer kleinen Branche alle miteinander reden.“

Tanja Schillinger ist überzeugt, dass das Studium an der UNIKIMS ihre Kommunikationskompetenz steigern wird: „Ich habe von der UNIKIMS einen sehr guten Eindruck. Jederzeit sind die Ansprechpartner telefonisch oder per Mail zu erreichen und beantworten meine Anfragen binnen eines halben Tages.“