Studieninhalte

Modul 1: Grundlagen

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
70 170 240 8

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Heidi Möller, Dr. Michael Scherf
Moduldauer: 1 Semester. Das Modul wird im 1. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
1.1. Orientierung und Kennenlernen
1.2. Konzeptionelle und wissenschaftliche Grundlagen des Masterstudiengangs
1.3 Die Person des Beraters/der Beraterin

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Der erste Teil „Orientierung“ des MA Studiengangs beginnt mit einer moderierten „Kick-Off“ Veranstaltung zum intensiven Kennenlernen der Teilnehmer/innen untereinander und von Lehrpersonen, Lehrgangsinhalten und -strukturen. Struktur und Eigenlogik des Studiengangs werden dargestellt und die Lernphilosophie erläutert. Durch diese Veranstaltung soll den Studierenden ein möglichst reibungsloser Wiedereinstieg in das Studium ermöglicht werden. Dialogisch wird eine Lernkultur, sowie der Gruppenbildungsprozess gestaltet.

Die zweite Veranstaltung, der Theorieworkshop, beginnt unmittelbar nach der Kick-Off Veranstaltung. Den Studierenden werden relevante Theorien von Beratung in der Arbeitswelt vermittelt. Der wissenschaftstheoretische Hintergrund eines beratungswissenschaftlichen Masters wird erläutert und historisch hergeleitet. Zudem werden die Studierenden mit Forschungstheorien, diagnostischen Verfahren, rekonstruktiven Techniken der Datenerhebung und Prozessbeobachtung sowie mit exemplarischer Einübung ausgewählter qualitativer und quantitativen Erhebungs- und Auswertungstechniken bekannt gemacht.

Die dritte Veranstaltung reflektiert vertieft den Hintergrund der Entscheidung zu diesem Studiengang und macht die Studierenden mit dem Lernen durch Reflexion und Erfahrung vertraut. Der Person des Beraters oder der Beraterin wird neben methodischen Inputs als Instrument der Beratung besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Learning Outcome:

  • Etablierung des Lernsystems
  • Berufsbiographische Selbstverortung in einem Weiterbildungsprozess
  • Kenntnisse über grundlegende Theorien/Konzepte von Supervision, Coaching und Organisationsberatung
  • Wissenschaftstheoretische Kenntnisse der Beratungswissenschaft
  • Soziologisches Verständnis des Stellenwertes von Beratung in der Gesellschaft sowie in der Arbeitswelt
  • Auffrischen bereits im Primärstudium erworbener Forschungstheorien und
  • Forschungsmethoden
  • Erste Erweiterung des Forschungsmethodologischen und -methodischen Verständnisses
  • Wissen über sich selbst und die Wirkungen auf andere; Unterscheidung eigener Anteile und der Anteile der jeweils anderen in einem Beratungsprozess
  • Analyse der eigenen Stärken und Schwächen für die Beratungsprofession, Formulierung von Entwicklungsfeldern im Laufe des Studiums, Wahrnehmungsschärfung der eigenen Person als Instrument in Beratungsprozessen

Zu erwerbende Kompetenzen:
Theoriekompetenz, Grundlagenwissen zu unterschiedlichen Theorien und Beratungskonzepten, Metakommunikation und Partizipation Forschungskompetenz: Beobachtungskompetenz, Analysekompetenz, Erhebungs- und Auswertungsmethoden, Prozessrekonstruktion. Reflexionskompetenz, Wissenschaftsverständnis

Verwendbarkeit:
Studiengang Coaching, Supervision und Organisationsberatung

Teilnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Modul sind die allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen.

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreicher Teilnahme der Einzelveranstaltungen vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Schriftliche Reflexion
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.

Sprache: deutsch

Modul 2: Einzelberatung

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
80 220 300 10

Moduldauer: 2 Semester. Das Modul wird im 1.und 2. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
2.1.Einzelsupervision und –coaching I
2.2 Einzelsupervision und –coaching II
2.3 Theorieworkshop Individuum

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Dieses Modul ist dem Individuum und der Beratung von Einzelpersonen gewidmet. Das Individuum als soziales Element im gesellschaftlichen Kontext steht im Mittel- punkt der theoretischen Betrachtungen. Individualität wird zunächst als sozialge- schichtliches Phänomen entwickelt und in ihrer Bedeutung in der gegenwärtigen Ge- sellschaft erörtert. Die Studierenden erwerben Verständnis für Konzepte, die für die Etablierung von tragfähigen und effektiven zwischenmenschlichen Beziehungen und die Verwendung ihrer eigenen Person als Praktizierende in Beratungsprozessen rele- vant sind. Sie erfahren durch die Reflexion und den Dialog mit den jeweils anderen mehr über ihre Person und ihre Wirkung in Beratungsprozessen. Die Studierenden be- kommen mehrere Bezugsrahmen, mit welchem sie verstehen können, wie und warum Individuen einschließlich ihrer selbst sich verhalten und in eben ihrer Weise reagieren. Neben der eigenen Rolle und Identität als Berater/in lernen die Studierenden ver- schiedene Settings und Methoden von Einzelberatung kennen. Einzelsupervision und Coaching werden als mögliche Formen der Beratung vorgestellt, angewandt und ge- übt. Spezifischen Beratungsmethoden, Kommunikations-, Interaktionsmethoden und -techniken von Supervision und Coaching werden modellhaft demonstriert und auf ih- re Integrierbarkeit in Supervision und Coaching hinterfragt.

Learning Outcome:

  • Stellenwert des Individuums in der gegenwärtigen gesellschaftlichen und sozialen Welt
  • Kennen lernen und Verstehen grundlegender Theorien und theoretischer Modellbil- dungen zum Thema Individuum
  • Erweiterung des Wissens über sich selbst und die Wirkungen auf andere; Unter- scheidung eigener Anteile und der Anteile der jeweils anderen in einem Bera- tungsprozess
  • Kommunikation und Interaktion unter vier Augen
  • Sicherheit durch Üben von Einzelberatungssituationen
  • Struktur und Phasenverläufe von Einzelberatungssettings
  • Erweiterung des Repertoires an Instrumenten und Werkzeugen von Einzelbera- tungssettings
    Kontrakting
  • Beenden eines Beratungsprozess
  • Evaluation von Einzelberatungen
  • Unterscheiden von Coaching und Supervision in der Praxis
  • Erweiterte Formen von Einzelberatung, wie z.B. Tandemcoaching
  • Erweiterung der Kenntnisse über Persönlichkeitstheorien

Zu erwerbende Kompetenzen:
Designkompetenz, beratungsbegleitende Selbstbeobachtungs- und Reflexionskompe- tenz, Gestaltungs- und Evaluationskompetenz von Einzelberatungen, Coachings und
Einzelsupervisionen, Diagnosekompetenz, Souveränität in der Rolle der Berater/in, des Coaches, der Supervisor/in, Präsentations- und Aushandlungskompetenz.

Verwendbarkeit:
Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Supervision, Coaching, Orga- nisationsentwicklung

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreicher Teilnahme der Einzelveranstaltungen vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Referat
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.

Sprache: deutsch

Einzelveranstaltungen

2.1 Einzelsupervision und Coaching I

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In diesem Teil des Moduls wird das erworbene Wissen in Settings der Einzelberatung integriert. Neben der eigenen Rolle und Identität als Berater/in lernen die Studierenden verschiedene Settings und Methoden von Einzelberatung kennen. Supervision und Coaching werden vorgestellt, angewandt und geübt. Das Interventionsrepertoire der Studierenden wird erweitert und die gegenwärtigen Standards etabliert.
Ein Beratungsprozess wird von der Auftragsklärung, dem Contracting, bis zur Beendigung des Beratungsprozesses durchgedacht, konzipiert und ausprobiert.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Methodenvermittlung, Übung, Selbststudium

2.2 Einzelsupervision und Coaching II

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In diesem Teil des Moduls wird das erworbene Wissen in Settings der Einzelberatung vertieft und integriert. Neben der eigenen Rolle und Identität als Berater/in wird das Interventionsrepertoire der Studierenden erweitert.
Die Bedeutung der Kommunikation zur Strukturierung von Umwelt, als Orientierungshilfe zur eigenen Standortbestimmung im sozialen Feld, als Mittel der Verhaltenssteuerung und Umweltanpassung wird dabei hervorgehoben.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Rollenspiel, Selbststudium

2.3 Theorieworkshop Individuum

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Das Individuum als historisch betrachtet jüngstes soziales Element im gesell- schaftlichen Kontext steht im Mittelpunkt theoretischer Betrachtungen. Indivi- dualität wird zunächst als sozialgeschichtliches Phänomen entwickelt und in ihrer Bedeutung in der gegenwärtigen Gesellschaft erörtert.
Thema dieses Theorieworkshops ist aber auch das Individuum aus der Sicht gängiger psychologischer Betrachtungen und Persönlichkeitstheorien, diese werden unterschiedlicher theoretischen Überlegungen heraus diskutiert. Besonderes Augenmerk wird der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung gewidmet, z.B. an der Frage von (beruflicher) Identität und Identitäten.

Learning Outcome:
Stellenwert des Individuums in der gegenwärtigen gesellschaftlichen und sozialen Welt Überblick über Persönlichkeitstheorien
Situatives Verständnis von professioneller Beratungsidentität im wechselnden Beratungskontext
Kenntnisse über individuelle Aspekte der Beratung Kenntnisse über Diagnoseinstrumente der Persönlichkeit Kennen lernen von Erhebungs- und Auswertungstechniken

Lehr-, Lernformen:
Workshop, Gruppenarbeit, Selbststudium

 

Modul 3: Beratung von Gruppen

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
150 300 450

15

Moduldauer: 1 Semester. Das Modul wird im 2. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
3.1. Teamentwicklung
3.2. Beratung von Gruppen: Teamsupervision, Gruppensupervision, -coaching 3.3. Gruppendynamik
3.4 Theorieworkshop III Gruppe

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In der arbeitsweltlichen Beratung ist die Gruppe bzw. das Team die zentrale Figur. Die Gruppe ist in organisationalen Kontexten eines der häufigsten und wichtigsten Strukturelemente. Selbst größere Organisationen und Einheiten werden in Beratungsprozessen immer wieder zur Arbeitsfähigkeit auf Gruppenformate reduziert. Berater/in- nen arbeiten zwar in und für Organisationen, die operative Praxis findet jedoch hauptsächlich in Gruppen / Teams statt. Eigenlogik und Gesetzmäßigkeiten dieser sozialen Formate sollen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und bearbeitet werden. Als Lerngegenstand dienen dabei die eigene Lehrgangsgruppe, Trainigsgruppen, Gruppen / Teams aus beruflichen Kontexten und theoretische Abhandlungen über Gruppen / Team in der Fachliteratur.

Akademisches Lernen findet auf allen drei Dimensionen der wissenschaftstheoretischen Fundierung des Studiengangs statt. In Dimension 1 werden theoretische Modelle und der aktuelle Forschungsstand der Gruppenforschung dargelegt. In der Dimension 2 werden qualitativ-empirische Forschungsmethoden vermittelt. Auf der Ebene des erfahrungs- und reflexionsbezogenen Lernens wird der Wissenschaftsbezug zu Dimension 3 hergestellt.

Learning Outcome:

  • Erkennen und Analysieren von Team- und Gruppenprozessen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit der Gruppe / des Teams
  • Reflektieren der eigenen Kommunikations- und Verhaltensweisen in und gegenüber Teams und Gruppen
  • Erkennen des eigenen Verhaltens, der eigenen Position und Rolle in der Gruppe; bewusstes Wahrnehmen der Wirkung des eigenen Verhaltens auf die Gruppe
  • Selbständige Bearbeitung von Konflikten in der Gruppe / im Team
  • Erkennen von Entscheidungsmustern in Gruppen / Teams
  • Anwendung der Instrumente der Teamentwicklung und -steuerung von Gruppe / Team
  • Erkennen und Bearbeiten von Beziehungsmustern
  • Sensibilisieren und Schärfen der Wahrnehmung von Dynamiken
  • Umgang mit Einflussnahme, Macht und Vertrauen in der Gruppe Zusammenhänge und Funktionen der Steuerung von Teams / Gruppen erkennen; Wahrnehmung und Reflektieren von Steuerungsmustern und Führungsverhältnissen im Team / der Gruppe
  • Bearbeitung von „memberschip“ und „leadership“ Formen
  • Erkennen von Phasen in einem Gruppenberatungsprozess und professionell darauf reagieren können
  • Erwerb eines Design- und Interventionsrepertoires für die Beratungsarbeit mit Gruppen und Teams
  • Entwerfen von Konzepten und Durchführen von Teamsupervision, Gruppensupervision und Gruppencoaching
  • Fortentwicklung der eigenen Lehrgangsgruppe
  • Wissenschaft von Gruppen
  • Qualitativ-empirische Kleingruppenforschung
  • Interventionsforschung

Zu erwerbende Kompetenzen:
Gruppen- und Teamberatungskompetenz: Sensibilisierung für Gruppensituationen und Gruppenprozesse, Beobachtung von Gruppenphänomenen, Reflexion des eigenen Verhaltens und der eigenen Rolle in Gruppen, Wahrnehmung von Funktionen in Gruppen; Steuern von Gruppen, Umgang mit der eigenen und der Autorität anderer in Gruppen. Methodenkompetenz, Designkompetenz, Interventionskompetenz

Verwendbarkeit:
Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung

Teilnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Modul sind neben den allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen die erfolgreiche Teilnahme am Modul 1 und 2

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreicher Teilnahme der vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Kolloquium
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.

Sprache: deutsch

Einzelveranstaltungen

3.1 Teamentwicklung

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In der ersten Veranstaltung des Moduls lernen die Teilnehmenden Grundsätzliches über Team und Gruppe. Lerngegenstand ist hauptsächlich die eigene Lehrgangsgruppe. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Gruppe bereits kennen gelernt und kann den Beginn ihrer Gruppenentwicklung bis zum aktuellen Stand derselben nachvollziehen und reflektieren. Gruppensteuerungsinstrumenten können ausprobiert und gezielt eingesetzt werden, wobei der Effekt von solchen Interventionsinstrumenten unmittelbar erlebt und reflektiert werden kann.

Methodisch lernen die Teilnehmenden Instrumente der Teamentwicklung und Gruppensteuerung kennen. Das Wechselspiel von Theorie und Praxis unterstützen den Lern- und Gruppenprozess.
Die Veranstaltung hat immanenten Forschungscharakter und folgt der Wissenschaftslogik der Dimension 3, Reflexive Wissenschaft. Der Forschungsprozess ist revolvierend prozessorientiert. Das Lehrgangssystem und seine Entwicklung ist Gegenstand laufender Selbstbeforschung und Erkenntnisgewinnung über das eigene System und seine Entwicklungsverläufe.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Übung, Gruppenarbeit, Selbststudium

3.2 Beratung von Gruppen: Teamsupervision, Gruppensupervision, Gruppencoaching

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die zweite Veranstaltung des Moduls widmet sich der Beratung von Gruppen und Teams. Grundsätzliches über die soziale Figur Gruppe aus dem Seminar Teamentwicklung, Berufspraxis sowie persönliche Erfahrungen mit der Gruppendynamik dienen dabei als Grundlage für die beraterische Arbeit mit Grup- pen und Teams und sollen nun in die Beratungsformate Gruppensupervision, Teamsupervision und Gruppencoaching „übersetzt“ werden.

Es werden Beratungskompetenzen und Interventionsinstrumente vermittelt, die die Teilnehmenden für Beratungssituationen in und mit Gruppen / Teams qualifizieren.
Anhand von Beispielen aus der Beratungspraxis werden Prozesse nachgezeichnet, analysiert und reflektiert. Die Teilnehmenden lernen Interventionsmethoden kennen und können sukzessive ihr Interventionsrepertoire erproben und erweitern.

Die einzelnen Schritte und Phasen eines Supervisions- bzw. Coachingsprozesses mit Gruppen / Teams werden nachvollzogen: von der Auftragsgestaltung zur Designentwicklung, von der Durchführung bis zur Beendigung des Auf- trags.

Die Teilnehmer/innen werden mit Methoden der qualitativ-empirischen Sozialforschung (Gruppeninterviews, Auswertung und Hypothesenbildung) vertraut gemacht.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Übung und Anwendung von Methoden, Selbststudium

3.3 Gruppendynamik

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In der dritten Veranstaltung des Moduls erleben sich die Teilnehmenden außerhalb der Lehrgangsgruppe in einer T-Gruppe ohne andere Lehrgangsteilnehmer/innen. Der Fokus des Seminars Gruppendynamik liegt in der Betrachtung und Bearbei- tung von Innergruppenprozessen. Die Trainingsgruppe (T-Gruppe) ist der zentrale Ort des Lernens. Die Gruppe macht sich selbst zum Gegenstand der Beobachtung, des Lernens und der Reflexion. Das Thema ist die eigene Gruppe, bestehend aus den Personen und den Geschehnissen, die dort ablaufen. Das, was jeweils ge- schieht, die jeweils gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen werden von allen ausgetauscht, besprochen und interpretiert. Dabei werden Strukturen gebildet, sichtbar gemacht und reflektiert; Rollen herausdifferenziert und bewegt, Bezie- hungsmuster gepflegt und verändert, -Prozesse, die wiederum beobachtet werden können, usw.

Die Erfahrungen aus der T-Gruppe werden durch Übungen, durch Reflexionsein- heiten in vernetzten Kleingruppen und durch Theoriemodelle be- und verarbeitet. Die Veranstaltung hat immanenten Forschungscharakter und folgt der Wissenschaftslogik der Dimension 3, Reflexive Wissenschaft. Der Forschungsprozess ist revolvierend prozessorientiert. Die T-Gruppe und ihre Entwicklung ist Gegenstand laufender Selbstbeforschung und Erkenntnisgewinnung über das eigene System und seine Entwicklungsverläufe.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Übung, Reflexionslernen, Selbsterfahrung

3.4 Theorieworkshop III: Gruppe

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In dem Theorieworkshop zu Beratungstheorien mit dem Schwerpunkt „Gruppe“ ler- nen die Teilnehmenden die wichtigsten theoretischen Modelle zur sozialen Figur der Gruppe kennen, und wie sich dieses Wissen in Beratungssituationen anwenden und umsetzen lässt.

Wie lässt sich eine Gruppentheorie mit einer Beratungstheorie vereinbaren? Was heißt Prozessberatung? Wie lassen sich Grundsätze der Prozessberatung wissenschaftlich bearbeiten? Wie lässt sich das Prinzip der Partizipation, Teil eines For- schungsprozesses und gleichzeitig forschende Person zu sein, in der wissenschaftlichen Bearbeitung umsetzen? Was bedeutet Interventionsforschung? Mit welchen Themen muss sich eine Theorie der Beratung von Gruppen befassen?

In dieser Veranstaltung wird der Wissenschaftsbegriff der Dimension 1 – „Real Science“ abgebildet.

Learning Outcome:

  • Stellenwert der Gruppe in der gegenwärtigen gesellschaftlichen und sozialen Welt
  • Überblick über Gruppentheorien
  • Kenntnisse über Gruppe in der Beratung
  • Kennen lernen von Erhebungsverfahren für Gruppen Kenntnisse über Prozessforschung und Interventionsforschung

Lehr-, Lernformen:
Workshop, Gruppenarbeit, Selbststudium, präsentieren, wissenschaftlich diskutieren

Modul 4: Beratung von Organisationen

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
200 400 600 20

Moduldauer: 2 Semester. Das Modul wird im 3. und 4. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
4.1 Organisationsprozesse verstehen
4.2 Beratung von Organisationen I: Auftragsklärung und Organisationsdiagnose 4.3 Beratung von Organisationen II: Setting, Architektur, Design, Intervention 4.4 Organisationstraining
4.5 Theorieworkshop Organisation

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Im Fokus dieses Moduls steht das soziale Format der Organisation. Eigenlogik und Ge- setzmäßigkeiten dieser sozialen Figur sollen aus verschiedenen Perspektiven verstan- den, betrachtet und bearbeitet werden. Als Lerngegenstand dient dabei sowohl die ei- gene Lehrgangsgruppe als auch der organisationale Kontext der Herkunftsorganisatio- nen der Teilnehmenden. Ein weiteres Lernfeld ist das Organisationslaboratorium, wo sich die Teilnehmenden als Mitglieder einer selbst zu gestaltenden Organisation erle- ben.

Die Steuerung und Begleitung von Beratungsprozessen erfordert verschiedene profes- sionelle Kompetenzen: Auftragsklärung, Organisationsdiagnose, Gestaltung und Ein- satz von Settings, Beratungsarchitektur, Design und Intervention, sowie die Sicherung der Ergebnisse und den Abschluss des Beratungsprozesses

Die Vermittlung von theoretischem Wissen über Organisation und die Integration die- ses Wissens in die Organisationsberatung begleiten das Modul. Wissenschaftstheoretisch wird auf die drei Dimensionen von Wissenschaft Bezug ge- nommen.

Learning Outcome:

  • Erarbeitung eines Organisationsverständnisses: das Wesen von Organisation und den Ablauf organisationaler Prozesse
  • Erkennen der Möglichkeiten und Grenzen struktureller Steuerung in Organisationen
  • Erkennen der Schnittstellen von Subsystemen und die damit verbundenen Organisationsphänomene: Aufzeigen von Charakteristika und Eigenlogiken der jeweiligen
  • Systeme und deren Widersprüche
  • Gestaltung von Kommunikationsstrukturen und Entscheidungsprozessen; Steuerung von direkter und indirekter Kommunikation
  • Umgang mit Mehrfachzugehörigkeiten in Organisationen
  • Reflektieren der eigenen Organisation; Grenzen und Möglichkeiten individueller Einflussnahme erkennen
  • Differenzieren zwischen Position, Funktion und Person in Organisationen; unter- schiedliche Ebenen von Führung in Organisationen (Vorgesetzter – Führungs- kraft – Leadership – Teamleadership) nachvollziehen.
  • Erstellen von Organisationsanalysen und -diagnosen
  • Planen und Durchführen von Beratungsprojekten
  • Steuern und Auswerten von Beratungsprozessen
  • Erweiterung des Methoden- und Interventionsrepertoires Wissenschaftsverständnis von Organisation und Organisationsberatung

Zu erwerbende Kompetenzen:

  • Organisationskompetenz: Beratungs-, Handlungs-, Steuerungs-, Prozess-, Interventions-, Design- und Forschungskompetenz in Organisationen;
  • Methodenkompetenz, die Analyse von Organisation und Struktur betreffend, Verständnis von Organisationslogiken und -dilemmata, Organisationskulturanalyse.
  • Theoriekompetenz (Organisation, Arbeitswelt), Grundlagenwissen von unter- schiedlichen Organisationstheorien

Verwendbarkeit:
Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Supervision, Coaching, Orga- nisationsentwicklung

Teilnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Modul sind neben den allgemeinen Teil- nahmevoraussetzungen die erfolgreiche Teilnahme am Modul 1, 2 und 3

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreicher Teilnahme der vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Kolloquium
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.

Sprache: deutsch

Einzelveranstaltungen

4.1 Organisationsprozesse verstehen

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In der ersten Veranstaltung erleben sich die Teilnehmenden in organisations- spezifischen Entscheidungssituationen. Am Ende des Prozesses wird das Ergebnis ausgewertet und der Prozess reflektiert. Als konkretes Ergebnis eines Entscheidungsprozesses der Lehrgangsgruppe als Organisation wird die inhaltliche Entscheidung über die Veranstaltungen in Modul 5 (Wahlpflicht) getroffen.

Die Erkenntnisse aus der organisatorischen Selbstbezogenheit des Systems werden analytisch auf die eigene Herkunftssituation angewandt. Anhand der eigenen organisatorischen Arbeits- und Lebenskontexte werden Methoden (Strukturprogramm, Systemlandschaft) zur Erarbeitung eines Organisationsverständnisses vorgestellt und erprobt.

Das Verständnis für Organisationen und die Prozesse, die in ihr ablaufen, wird durch theoretische Modelle unterfüttert. Dabei sollen die strukturellen Aspekte von Organisationen hervorgehoben werden. Strukturelemente in Organisationen und ihre Relationen werden herausgearbeitet, Grenzen und Möglichkeiten struktureller Steuerung in Organisationen werden aufgezeigt.

Bei der Betrachtung von Organisation als Widerspruchsfeld unterschiedlicher sozialer Formate werden Schnittstellen von diversen Subsystemen (Gruppen, Bereiche, Abteilungen, etc.) dargestellt und die daraus entstehenden Organisationsphänomene aufgezeigt. Hierarchieergänzende Strukturen wie beispielsweise Projektgruppen, Strategiezirkel, u.a.m. sind ebenfalls Thema der Veranstaltungen dieses Moduls.

Charakteristika und Eigenlogiken der jeweiligen Systeme werden aufgezeigt und die aus der gegenseitigen Abhängigkeit entstehenden Interessenswidersprüche werden deutlich. Dem Wechsel von direkter und indirekter, anonymer Kommunikationsformen wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Bezogen auf das Individuum bedeutet Organisation Mehrfachzugehörigkeit und die Übernahme unterschiedlicher Funktionen. Emotionale Spannungsfelder entstehen u.a. dadurch, dass Entscheidungen über Individuen und Gruppen getroffen werden, ohne dass diese bei der Entscheidung dabei sind. Besonders deutlich wird dieses Spannungsfeld bei den Themen Führung und Steuerung. Ausgewählte Führungs- und Managementkonzepte sollen einen Überblick über den aktuellen Stand wissenschaftlicher Konzeptarbeit und Erkenntnis geben. Die Veranstaltung hat immanenten Forschungscharakter und folgt der Wissen- schaftslogik der Dimension 3, Reflexive Wissenschaft. Der Forschungsprozess ist revolvierend prozessorientiert. Das Lehrgangssystem – betrachtet als Organisation – und seine Entwicklung ist Gegenstand laufender Selbstbeforschung und Erkenntnisgewinnung über das eigene System und seine Entwick- lungsverläufe.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Fallbearbeitungen, Übung, Theorieinput, Selbststudium

4.2 Beratung von Organisationen I: Auftragsklärung und Organisationsdiagnose

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Veranstaltungen 4.2 und 4.3 widmen sich der Beratung von Organisationen. Grundsätzliches aus dem Seminar „Organisationsprozesse verstehen“ so- wie persönliche Erfahrungen dienen dabei als Grundlage für beraterische Arbeit mit Organisationen und sollen nun in die Organisationsberatung „übersetzt“ werden.

Die Studierenden befassen sich mit den ersten Schritten eines Organisations- beratungsprojektes, mit der Auftragsklärung, dem Kontrakt und der Organisationsanalyse und -diagnose. Die Studierenden lernen Unterschiede und Gemeinsamkeiten prozess-orientierter, prozessfolgender und strukturierend-instrumenteller Auftragsgestaltung kennen. Sie lernen die Bedeutung von klaren und eindeutigen Kontrakten zur Vermeidung von Irritationen, divergierenden bzw. miteinander konfligierenden Zielen und Erwartungen kennen und wissen, dass diese nicht immer erreicht werden können/müssen. Sie können deshalb auch vorläufige eindeutige, sukzessive nach zu kontrahierende Kontrakte handhaben.

Zusätzlich werden Beratungskompetenzen, Forschungs- und Interventionsinstrumente vermittelt, die die Studierenden für die Organisationsdiagnose und -analyse qualifizieren.
Die Studierenden werden mit quantitativ- und qualitativ-empirischen Forschungsmethoden vertraut gemacht. Induktives und deduktives Vorgehen im Forschungsprozess werden vorgestellt, ausprobiert und geübt.

Methodisch werden narrative Interviews, Experteninterviews, Einzel- und Gruppeninterviews, das Tiefeninterview nach G.Schwarz, das Semantische Differenzial und analoge Erhebungsmethoden vorgestellt und angewandt.
Die empirisch ermittelten Daten werden ausgewertet und im Sinne der „Mehr- dimensionalen Ursachenforschung“ (Schwarz,G.) interpretiert. Eine erste Hypothesenbildung und Vorbereitung einer Präsentation bilden den Abschluss der Veranstaltung.

Lehr-, Lernformen:
Workshop, Übung, Anwendung von Diagnoseinstrumenten, Methoden und Interventionen, Selbststudium

4.3 Beratung von Organisationen II: Setting, Architektur, Design, Intervention

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Veranstaltungen 4.2 und 4.3 widmen sich der Beratung von Organisationen. Grundsätzliches aus dem Seminar Organisationsprozesse verstehen und persönliche Erfahrungen dienen dabei als Grundlage für beraterische Arbeit mit Organisationen und sollen nun in die Organisationsberatung „übersetzt“ werden. Anhand von Beispielen aus der Beratungspraxis werden Beratungsprozesse nachgezeichnet und reflektiert.

In diesem Teil wird der Organisationsberatungsprozess fortgesetzt. Es geht um den Aufbau einer Beratungsarchitektur, bestehend aus den einzelnen Elementen der Beratung sowie um die Planung, Durchführung und Koordination der verschiedenen Maßnahmen der Beratung in laufender Abstimmung aufeinander und ihrer Verbindung mit dem Gesamtprojekt der Beratung. Entlang des Beratungsprozesses lernen die Teilnehmenden die einzelnen Schritte und Phasen eines Beratungsprozesses kennen und erweitern ihr Methoden- und Interventionsrepertoire (Leitungsklausuren, Strategieworkshop, open space, Zukunftskonferenz, Dialog, Rollenspiel, Aufstellung).

Das Methodenrepertoire in den Bereichen der empirischen Sozialforschung wird erweitert. Teilnehmer/innen lernen die u.a. die Methode des zirkulären Fragens und die Rückkoppelungsprozesse der Datenerhebungen an das Beratungssystem kennen. Die Forschung hat hier ihren Schwerpunkt in der Dimension 3 des Wissenschaftsmodells und versteht sich als transdisziplinäre Interventionsforschung.

Lehr-, Lernformen:
Workshop, Übung, Rollenspiel, Aufstellungsarbeit, Simulation, Selbststudium

4.4 Organisationstraining

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Ob als Berater/in, Mitarbeiter/in, Führungskraft, Kund/in, etc. - unser Leben wird größtenteils von Organisationen und den Umgang mit diesen bestimmt. Dabei haben wir nur selten Gelegenheit, Einblick hinter die Kulissen des orga- nisatorischen Geschehens zu bekommen, die Eigenlogik des Systems „Organisation“ zu erkennen. Organisationen sind komplexe soziale Systeme anonymer Kommunikation und sind einer Selbstreflexion schwer zugänglich. Mit der Lernform „Organisationslaboratorium“ werden verborgene Prozesse reflexiv sichtbar gemacht und bearbeitet. Wechselseitige Wirkungskräfte zwischen Einzelpersonen, Gruppen und der Organisation selbst können von den Teilnehmenden erlebt und mitgestaltet werden. Dabei geht es um den Erwerb von Organisationsbewusstsein und das Gestalten von Organisationsprozessen. Entlang der in Seminar entstehenden Organisation, des Organisationsprozesses selbst und der Entscheidungskultur werden dieser Prozess und diese sich entwickelnde Organisation gleichzeitig zum Gegenstand des Lernens. Teilnehmer/innen sind Gestalter/innen der Organisation und gleichzeitig Mitglieder der Organisation, die sie gestalten und reflektieren. Der Staff ist selbst Subsystem der Organisation, am Prozess der Organisationsbildung mitbeteiligt, und unterstützt darüber hinaus die jeweils stattfindenden Prozesse durch Interventionen und Reflexion.

Die Veranstaltung hat immanenten Forschungscharakter und folgt der Wissenschaftslogik der Dimension 3, Reflexive Wissenschaft. Der Forschungsprozess ist revolvierend prozessorientiert. Das Organisationslaboratorium und die ab- laufenden Prozesse sind Gegenstand laufender Selbstbeforschung und Er- kenntnisgewinnung über das eigene System und der Entwicklung seiner Organisation.

Lehr-, Lernformen:
Rollenspiel, Moderation, Reflexion, Prozesssteuerungsübungen, Teamarbeit, Selbsterprobung, Laboratoriumslernen

4.5 Theorieworkshop IV: Organisation

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Im letzten Teil des Moduls, dem Theorieworkshop mit dem Schwerpunkt „Organisation“, lernen die Teilnehmenden die wichtigsten theoretischen Modelle zu Organisationen kennen. In welcher Weise lässt sich dieses Wissen in Beratungssituationen anwenden und umsetzen? Wie lassen sich Organisationstheorien mit Beratungstheorien vereinbaren? Welche Schulen sind aus den unterschiedlichen theoretischen Zugängen zu Organisationsberatung hervorgegangen? Es werden zudem Möglichkeiten der Interventionsforschung in und mit Organisationen vorgestellt.

In dieser Veranstaltung steht Dimension 1 – Real Science – des Wissenschaftsmodells im Vordergrund.

Learning outcome:

  • Stellenwert der Organisation in der gegenwärtigen gesellschaftlichen und sozialen Welt
  • Überblick über Organisationstheorien
  • Kenntnisse über Organisation in der Beratung
  • Kenntnisse über Erhebungsverfahren in Organisationen
  • Kenntnisse über Organisationsforschung und Interventionsforschung

Lehr-, Lernformen:
Workshop, Gruppenarbeit, präsentieren, wissenschaftlich diskutieren, Selbststudium

Modul 5: Spezielle Herausforderungen in der Beratung

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
100 260 360 12

Moduldauer: 2 Semester. Das Modul wird im 5. und 6. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
5.1 Konfliktmanagement
5.2 Umgang mit Interkulturalität
5.3 Bedarfsorientierte Themenwahl I
5.4 Bedarfsorientierte Themenwahl II

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden setzen sich mit spezifischen, aktuellen gesellschafts- und organisationsrelevanten Themen und Ansätzen auseinander und lernen, diese im Kontext von Supervision, Coaching und Organisationsberatung zu verstehen und zu berücksichtigen. Einzelveranstaltungen mit wechselnden Themen aus den Bereichen gesellschaftspolitischer, organisationaler und beraterischer Fragestellungen werden angeboten.

In diesem Modul verschränken und verdichten sich sowohl die drei Lernebenen (Erfahrung und Reflexion, Methoden und Anwendung, Theorie) als auch die drei Dimensionen von Wissenschaft (Real Science, Anwendungsorientierte Wissenschaft, Reflexive Wissenschaft).

Forschungsmethoden werden themenspezifisch ergänzt und das Repertoire der Teilnehmerinnen sowohl forschungstechnisch als auch interventionstechnisch erweitert.

Learning Outcome:

  • Professionelles Beraten in Konfliktsituationen
  • Wissen um (eigene) Empfindlichkeiten und Übertragsphänomene in Konfliktsituationen
  • Vertiefung von Konflikttheorien
  • Erweiterung des Repertoires an Bearbeitungsmöglichkeiten von Konflikten: z. B. Mediation
  • Erwerb eines reflexives Kulturverständnisses und von Kulturtheorien
  • Umgang mit Differenz und kultureller Diversity in Organisationen
  • Gestaltung von interkulturellen Prozessen
  • Erwerb von Feldwissen und Feldkompetenz
  • Vertiefung von Fachwissen

Zu erwerbende Kompetenzen:
Kompetenz im Umgang mit Konflikten: Konfliktverständnis, Sensibilisierung für Konfliktsituationen, Konfliktanalyse, Konfliktbearbeitung, Konfliktlösung.
Methodenvielfalt und Erweiterung des Interventionsrepertoires.
Selbstkompetenz, Reflexionsfähigkeit, Interkulturelle Sensibilität, Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Wissen, Interaktionsfähigkeit, Ambiguitätstoleranz, Moderationskompetenz, Konfliktlösungskompetenz, Interventionskompetenz, Diversity-Kompetenz, Interaktionsfähigkeit, Kritikfähigkeit
Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Feldkompetenz

Verwendbarkeit:
Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung

Teilnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Modul sind neben den allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen die erfolgreiche Teilnahme am Modul 1, 2, 3 und 4.

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreicher Teilnahme der vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Schriftliche Fallbearbeitung
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.

Sprache: Deutsch, auf Wunsch der Studierenden auch Englisch

EINZELVERANSTALTUNGEN

5.1 Konfliktmanagement

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Im Modul Konfliktmanagement wird der Begriff „Konflikt“ unter die Lupe genommen, um ein Verständnis für die Notwendigkeit von Konflikten zu erlangen. Im Unterschied zu „Pannen“ sind Konflikte notwendige Begleiterscheinungen des Alltags. Unterschiedliche Interessen, die unausweichlich aufeinanderprallen und eine gemeinsame Einigung erzwingen, führen zu immer wiederkehrenden Konfliktsituationen. Konflikte sind emotional eher negativ besetzt, können aber andererseits nicht vermieden werden. Die Studierenden werden für Konfliktsituationen und deren Abwehrmechanismen sensibilisiert. Sie lernen Distanz zum Konfliktgeschehen zu erlangen und in Konflikten handlungsfähig zu bleiben.

Dazu dienen Instrumente der Konfliktanalyse und Konfliktlösung, die im Modul vorgestellt und ausprobiert werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Methode der Mediation bei der Beratung von Konfliktparteien gelegt. Konfliktlö- sungen sind in ihrer Umsetzung nachhaltiger, wenn sie von den beteiligten Konfliktparteien selbst erarbeitet werden. Mediator/innen unterstützen den Prozess der „Aus – einander – Setzung“ und Lösungsfindung und verstehen sich als Prozessexpert/innen.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Übung, Rollenspiel, Theorieinput, Selbsterfahrung, Anwendung von Analyse- und Diagnoseinstrumenten, Selbststudium

5.2 Umgang mit Interkulturalität

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden befassen sich mit Kulturtheorien und Kulturkonzepten im Vergleich sowie mit transkultureller Kommunikation. Die Studierenden lernen mehrdimensionale Modelle der kulturellen Diversität in Organisationen kennen. Sie setzen sich mit Macht und Partizipation sowie mit Diversitätsmanagement am Beispiel der Personalentwicklung und der Beratungspraxis in interkulturellen Kontexten auseinander.

Insbesondere lernen die Studierenden interkulturell gemischt besetzte Grup- pen und Teams zu beraten. Sie lernen die Bedeutung kulturell geprägter Hand- lungen, Wahrnehmungsmuster, Normen und Wertesysteme von Einzelpersonen und Gruppen kennen und berücksichtigen. Vertiefend geht es um die Sensibilisierung der Studierenden für die eigene Kultur in der Begegnung mit kulturell different geprägten Personen, Gruppen und Kollektiven.

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Übung, Feldforschung, Selbststudium

5.3 Bedarfsorientierte Themenwahl

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden setzen sich mit spezifischen, aktuellen gesellschafts- und organisationsrelevanten Themen und Ansätzen auseinander und lernen, diese im Kontext Supervision, Coaching und Organisationsberatung zu verstehen und zu berücksichtigen. Einzelveranstaltungen mit wechselnden Themen aus den Bereichen gesellschaftspolitischer, organisationaler und beraterischer Fragestellungen werden angeboten, z.B.: Ethik, Gender, Projektmanagement, Psychoanalytische Organisationsberatung, Changemanagement, Veränderungen in der Arbeitswelt, etc.

Lehr- und Lernformen:
Seminar, Theorieinput, Übung, Reflexionslernen, Selbststudium

Modul 6: Beratungspraxis

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
74 616 690 23

Moduldauer: 4 Semester. Das Modul wird vom 2. bis 6. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
6.1.Lehr- und Lernsupervision (Einzel)
6.2 Lehr- und Lernsupervision (Gruppe)
6.3 Organisationspraxis unter Supervision

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden lernen eigene Supervisions-, Coaching und Organisationsprozesse zu akquirieren, durchzuführen, zu dokumentieren und auszuwerten. Sie werden dabei durch Lehrsupervision und Lehrberatung begleitet. Dabei wird nach dem Moduls des „Aufgekläreten Meisterprinzips“ (Heintel, P., 1992) vorgegangen.

Learning Outcome:

  • Reflexion der eigenen Beratungspraxis
  • Durchführung von Coaching- und Supervisionsprozessen (Einzel, Team, Gruppe)
  • Einsatz von unterschiedlichen Settings, Designs und Methoden in Prozessen

Zu erwerbende Kompetenzen:
Methodenkompetenz, Steuerungskompetenz, Designkompetenz, Interventionskompetenz, Beratungskompetenz, Prozesskompetenz

Verwendbarkeit:
Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung

Teilnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Modul sind neben den allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen die erfolgreiche Teilnahme am Modul 1.

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreichem Abschluss der einzelnen Beratungsprojekte vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Abschluss der Beratungsprozesse.
Diese Prüfungsleistungen werden nicht per Notenskala bewertet, sondern durch ein Gutachten der Lehrsupervisor/innen und der Lehrberater/innen als "bestanden" bzw. "nicht bestanden" eingeschätzt.

Sprache: deutsch

EINZELVERANSTALTUNGEN

6.1 Lehr- und Lernsupervision / Coaching (Einzel)

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden lernen eigene Supervisions- und Coachingprozesse (Einzel) selbstständig zu akquirieren, durchzuführen, zu dokumentieren und auszuwerten. (Erstellen von Verlaufsprotokollen). Sie werden dabei durch Lehrsupervision (Einzel) begleitet.

Insgesamt sind 20 Sitzungen (90 min) Einzellernsupervision durchzuführen und 16 Sitzungen (90 min) Einzellehrsupervision zu nehmen (entspricht den Standards der DGSv).

Lehr-, Lernformen:
Die Studierenden lernen in diesen eigenständig durchgeführten Prozessen Supervision und Coaching "on the job". In der begleitenden Lehrsupervision erhalten sie reflektorische und handlungsbezogene Unterstützung und erfahren in der Person der Lehrsupervisorin / des Lehrsupervisors ein Modell.

Der Nachweis über die durchgeführten Lernsupervisionsprozesse wird erbracht durch

  1. die Vorlage des schriftlichen Kontrakts mit den Supervisand/innen und dem Träger sowie
  2. das Verlaufsprotokoll des Supervisionsprozesses, welches von der Lehrsupervisorin bzw. dem Lehrsupervisor mit Unterschrift bestätigt ist. Das Verlaufsprotokoll dokumentiert jede einzelne Sitzung mit Datum, Thema, kurzer Verlaufsbeschreibung und Ergebnis. Das Protokoll schließt mit einer persönlichen Reflexion des Supervisionsprozesses.

Angerechnet werden nur die Sitzungen, die auch im Kontrakt vereinbart wurden.

6.2 Lehr- und Lernsupervision (Gruppe)

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden lernen eigene Supervisionsprozesse (Gruppe, Team) zu akquirieren, durchzuführen, zu dokumentieren und auszuwerten. Sie werden dabei durch Lehrsupervision (Gruppe) begleitet. Insgesamt sind 30 Sitzungen (90 min) Lernsupervision im Mehrpersonensetting (Team, Gruppe) durchzuführen und 13 Sitzungen (120 min) Gruppenlehrsupervision zu nehmen (entspricht den Standards der DGSv).

Lehr-, Lernformen:
Die Studierenden lernen in diesen eigenständig durchgeführten Prozessen Supervision "on the job". In der begleitenden Lehrsupervision erhalten sie reflektorische und handlungsbezogene Unterstützung und erfahren in der Person der Lehrsupervisorin / des Lehrsupervisors ein Modell.

Der Nachweis über die durchgeführten Lernsupervisionsprozesse wird erbracht durch

  1. die Vorlage des schriftlichen Kontrakts mit den Supervisand/innen und dem Träger sowie
  2. das Verlaufsprotokoll des Supervisionsprozesses, welches von der Lehrsupervisorin bzw. dem Lehrsupervisor mit Unterschrift bestätigt ist. Das Verlaufsprotokoll dokumentiert jede einzelne Sitzung mit Datum, Thema, kurzer Verlaufsbeschreibung und Ergebnis. Das Protokoll schließt mit einer persönlichen Reflexion des Supervisionsprozesses.

Angerechnet werden nur die Sitzungen, die auch im Kontrakt vereinbart wurden.

6.3 Organisationspraxis unter Supervision

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Der praktische Teil der Ausbildung zum Organisationsberater / zur Organisationsberaterin besteht in der Durchführung eines OB-Projekts unter Supervision eines Lehrberaters / einer Lehrberaterin.
Als Organisationsberatungsprojekt gilt:

  • Ein mehrstufiges Beratungsprojekt, in dem verschiedene OB-Methoden und Instrumente koordiniert zum Einsatz gelangen, und das entweder mit einem Beraterteam oder eigenständig durchgeführt wird.
  • Ein Projekt, in dem eine Organisationseinheit in einem Veränderungsprozess professionell begleitet wird, und mehrere Maßnahmen in unterschiedlichen Settings zum Einsatz gelangen.
  • Ein Beratungsprojekt, in dem die auszubildende Person als Ko-Berater/in fungiert und von den hauptverantwortlichen Berater/innen supervidiert wird.

Gegenstand der Lehrberatung sind Kontrakt, Design (Herstellen einer dem Vorhaben angemessenen Beratungsarchitektur), Einsatz der Methoden und Instrumente, Kooperation und Koordination im bzw. des Beraterteams.

Lehr-, Lernformen:
Die Studierenden lernen in diesen eigenständig durchgeführten Prozessen Organisationsberatung "on the job". In der begleitenden Lehrberatung erhalten sie reflektorische und handlungsbezogene Unterstützung und erfahren in der Person der Lehrberaterin / des Lehrberaters ein Modell.

Der Nachweis über die durchgeführten Lernorganisationsprozesse wird erbracht durch

  1. die Vorlage des schriftlichen Kontrakts mit den Projektteilnehmer/innen, dem Träger sowie
  2. das Verlaufsprotokoll des Organisationsprozesses, welches von den Lehrberater/innen mit Unterschrift bestätigt ist. Das Verlaufsprotokoll dokumentiert jede einzelne Sitzung mit Datum, Thema, kurzer Verlaufsbeschreibung und Ergebnis. Das Protokoll schließt mit einer persönlichen Reflexion des Organisationsprozesses.

Angerechnet werden nur die Sitzungen, die auch im Kontrakt vereinbart wurden.

Modul 7: Masterthesis und Masterprüfung

Kontaktstunden Selbststudium Workload Credits
90 870 960 32

Moduldauer: 3 Semester. Das Modul wird im 4., 5. und 6. Semester angeboten.

Einzelveranstaltungen des Moduls
7.1 Zwischenassessment
7.2. Forschungsworkshop
7.3. Forschungskolloquium
7.4. Masterprüfung (Masterthesis und Prüfungskolloquium)

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In dem Forschungsseminar sowie dem Forschungskolloquium können die Studierenden ihre Forschungsfragen für die Masterthesis klären, überprüfen und vertiefen. Ausgehend von der Forschungsfrage wird ein Forschungsdesign entwickelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das methodische Vorgehen gerichtet, das dem jeweils zugrundegelegten Wissenschaftsbegriff entsprechen muss.

Es werden verschiedene Forschungsdesigns vorgestellt und verschiedene wissenschaftstheoretische Ansätze vermittelt. Die Studierenden lernen eine Fragestellung mit wissenschaftlichen Methoden zu erörtern.
In der Masterarbeit (schriftlich) und der mündlichen Prüfung legen sie ihre fundierten theoretischen Kenntnisse und vielfältigen praktischen Erfahrungen dar. Mit ihrer Masterarbeit zeigen die Studierenden, dass ihre Kenntnisse sowohl den professionellen als auch den wissenschaftlichen Standards entsprechen und sie diese in Theorie und Praxis handhaben, anwenden und reflektieren können. Die Arbeit qualifiziert für wissenschaftliche Betätigung und eröffnet die formale Möglichkeit zur Promotion.

Learning Outcome:

  • Ausbildung einer forschungspraktischen Handlungskompetenz
  • Finden und Klären der Forschungsfrage für die Masterthesis.
  • Eigenständige Bearbeitung einer relevanten Fragestellung mit wissenschaftlichen Methoden
  • Handhabung von Theorie und Praxis
  • Wissenschaftstheoretische Vertiefung
  • Erwerb von erforderlichen Fachkenntnissen für die Berufspraxis und für die wissenschaftliche Betätigung
  • Erstellen eines Exposees zur Masterthesis

Zu erwerbende Kompetenzen:
Forschungskompetenz, Theoriewissen, Fachkompetenz

Verwendbarkeit:
Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung

Teilnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Modul sind neben den allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen die erfolgreiche Teilnahme am Modul 1, 2, 3, 4, 5 und 6

Vergabe von Leistungspunkten:
Die Leistungspunkte werden nach erfolgreicher Teilnahme an den Einzelveranstaltungen vergeben.

Modulprüfungsleistung:
Dieses Modul schließt mit der schriftlichen Masterarbeit und der mündlichen Prüfung ab.

Erstellung der Masterarbeit (Masterthesis) Prüfungskolloquium
Die Modulnote setzt sich mit folgender Gewichtung aus den Teilleistungen zusammen: Masterthesis (20%), Prüfungskolloquium (20%)

Sprache: deutsch

EINZELVERANSTALTUNGEN

7.1 Zwischenassessment

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Teilnehmer/innen besprechen und reflektieren individuell mit zwei Professor/innen des Studiengangs, ihre Lernerfahrungen, ihre Fortschritte und Defizite. Lernfelder werden identifiziert und benannt. Der Status quo der einzelnen TeilnehmerInnen wird – sowohl das akademische als auch das beratungspraktisch-professionelle Programm betrifft, erhoben. Darauf aufbauend werden individuelle Lernvereinbarungen mit den Teilnehmer/innen getroffen und festgehalten.

In der Lehrgangsgruppe werden die Ergebnisse der Einzelgespräche verdichtet und im Sinne eines Gesamtbildes der Lehrgangsgruppe besprochen. Dabei zu Tage tretende Differenzen werden reflexiv bearbeitet.

Learning Outcome:

  • Die Studierenden wissen über ihren Lernstatus Bescheid und haben Perspektiven für ihr weiteres Studium entwickelt.
  • Studierende kennen ihre Stärken und Defizite und können diese bei der weiteren Planung ihres Studiums berücksichtigen.
  • Studierende haben einen Entwicklungsplan für ihren zukünftigen beratenden und/oder wissenschaftlichen Werdegang und können dementsprechende Schwerpunktsetzungen vornehmen.
  • Lehrende haben einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Studierenden und ihrer Lernfelder.
  • Studierende lernen das Assessment als Instrument der Personalberatung kennen.

Zu erwerbende Kompetenzen:
Einschätzungsfähigkeit eigener Potentiale, Stärken und Defizite. Dokumentation eigener Standortpositionierungen und Lernfelder. Orientierungsqualifikation – sowohl die eigenen Potentiale und Entwicklungsfelder betreffend, als auch die von anderen Personen.

Lehr-, Lernformen
Einzelgespräche, Gruppenarbeit, 180° Feedback

7.2 Forschungsseminar: Wissenschaftliches Denken und Arbeiten

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In dem Seminar wird eine fundierte Verbindung zwischen Beratung und Wissenschaft hergestellt: das heißt, wissenschaftstheoretische Kompetenzen zu erwerben bzw. zu vertiefen, um daraus hervorgehend Beratung(-sprozesse) vor dem Hintergrund wis- senschaftstheoretischer Prinzipien zu reflektieren und zu bearbeiten.

  1. Dazu werden in einem ersten Schritt disziplinäre, inter- und transdisziplinäre Wissenschaftskonzepte und -begriffe (wissenschaftstheoretischer Grundriss) vermittelt, um anschließend daran
  2. die Masterthesis (eigeninitiierte Forschung) anhand der vermittelten Wissenschaftskonzepte und -begriffe vorzubereiten.

Aus der Abklärung der individuellen Forschungsvorhaben sollen Kriterien erarbeitet werden, die es erleichtern, individuelle Themenstellungen unter wissenschaftstheoretischen Gesichtspunkten aufzubereiten. Mit Letzterem geht einher die Auswahl der in Frage kommenden wissenschaftlichen Methoden, deren Instrumente sowie adäquater Darstellungsformen.

Geistes- und insbesondere Sozialwissenschaften stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre praktische oder gesellschaftliche Relevanz unter Beweis zu stellen. Es geht in ihnen nicht nur um Erkenntnisgewinnung, sondern darum, Beiträge zu Veränderungsprozessen in gesellschaftlichen Problemlagen zu leisten. Inter- und transdisziplinäres Arbeiten und Forschen wird dabei als Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis verstanden.

Das gilt einerseits für den Bereich der Beratung und andererseits dem der Supervision, des Coaching die unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen als auch praxisorientiertes Wissen und Können mit einbeziehen.

Learning Outcome:

  • Ausbildung einer forschungspraktischen Handlungskompetenz
  • Fähigkeit zu qualitativer und quantitativer Forschung
  • Finden und Klären der Forschungsfrage für die Masterthesis
  • Erstellung eines Forschungsprotokolls
  • Konzepterstellung einer Masterthesis

Zu erwerbende Kompetenzen:
Forschungskompetenz, Theoriekompetenz

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Theorieinputs, Einzel- und Kleingruppenarbeit zur Klärung der Forschungsfragen, Partnerinterviews

7.3 Forschungskolloquium

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
In dem Forschungskolloquium können die Studierenden ihre Forschungsfragen für die Masterthesis klären, überprüfen und vertiefen. Das Forschungskolloquium ermöglicht den Studierenden die Kontextuierung ihrer Masterarbeit in einem wissenschaftlichen Diskurs.

Es werden verschiedene Forschungsdesigns und wissenschaftstheoretische Ansätze vertieft.

Learning Outcome:

  • Weiterentwicklung forschungspraktischer Handlungskompetenz
  • Reflexion und Vertiefung der Forschungsfrage für die Masterthesis.
  • Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit
  • Ausbildung einer forschungspraktischen Handlungskompetenz
  • Fähigkeit zu qualitativer und quantitativer Forschung
  • Finden und Klären der Forschungsfrage für die Masterthesis
  • Fähigkeit zur Erstellung eines Forschungsprotokolls

Zu erwerbende Kompetenzen:
Forschungskompetenz, Theoriekompetenz

Lehr-, Lernformen:
Seminar, Theorieinputs, Kleingruppenarbeit zur Vertiefung der Forschungsfragen

7.4 Masterprüfung (Masterarbeit und Prüfungskolloquium)

Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden wählen selbstständig ein Thema aus dem Fachgebiet Supervision, Coaching oder Organisationsberatung und bearbeiten dies unter Anwendung wissen- schaftlicher Erkenntnisse und Methoden. Sie zeigen, dass sie für die Berufspraxis und für eine wissenschaftliche Betätigung erforderlichen Fachkenntnisse erworben haben. In der Masterarbeit (schriftlich) und der mündlichen Prüfung legen sie ihren fundierten theoretischen Kenntnisse und vielfältigen praktischen Erfahrungen dar. Sie zeigen, dass sie diese den professionellen Standards entsprechen handhaben, anwenden und reflektieren können.
Prüfungsform:

Diese Einzelveranstaltung schließt mit der schriftlichen Masterarbeit und der mündlichen Prüfung ab.

Teilnahmevoraussetzungen:
Die Studierenden müssen alle im Studium zu erbringenden Prüfungsleistungen der Module 1 - 6 erfolgreich abgeschlossen haben. Die Teilnahme an der mündlichen Prüfung setzt den erfolgreichen Abschluss der Masterarbeit voraus.

Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten, Notenskala:
Die Masterarbeit muss von Erst- und Zweitleser/in positiv (mindestens mit der Note, 4,0 = ausreichend) bewertet werden. Die Notenskala umfasst die vollen Noten 1 - 4 (alle Noten schlechter als 4 gelten als "nicht bestanden") und jeweils die Zwischennoten 0,3 und 0,7 (z.B. 1,3 und 1,7)

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, um die einwandfreie Funktion unserer Website zu gewährleisten und unseren Datenverkehr zu analysieren. Sie können in den Einstellungen Optionen auswählen, die Sie einschränken möchten.