Modul China

China – das Land der Superlative: die größte Bevölkerungsdichte, der stärkste Anstieg an Millionären, der höchste Konsumgüterverbrauch, der größte Neuwagenmarkt etc. Doch in China zeigen sich ebenso größte Widersprüche und Disparitäten: zwischen Arm und Reich, Stadt und Land, Tradition und Moderne, zwischen innovativer Umwelttechnologie und ignoranter Verschmutzung – eindrückliches Beispiel: China prescht vor bei der erneuerbaren Energie wie dem Ökostrom, zeitgleich ist es Rekordhalter beim Ausstoß von CO2. Der größte Gegensatz aber bleibt das kapitalistische Wirtschaftssystem in einem kommunistisch regierten Land. Welche Denk- und Verhaltensweisen, welcher Hintergrund und Plan verbinden sich mit diesen Fakten? Welche Rolle spielen chinesische Traditionen im modernen China der Gegenwart, was bedeutet die kulturelle Vielfalt für Kommunikation und unternehmerisches Denken? Und wie können wir damit umgehen?

Das interkulturelle Training besteht aus zwei Teilen: im ersten werden kulturelle Grundlagen und Differenzen zum westlich-europäischen Denken vermittelt, im zweiten die Umsetzung trainiert. Kulturelle Kompetenz ist die hier vermittelte Soft Skill – in China, dem Land mit der größten kulturellen Distanz zu Europa, notwendige Voraussetzung für jedwede Kooperation.

Lernziele

  • Aufbau einer länderspezifischen Handlungskompetenz
  • Vorbereitung und Optimierung der Zusammenarbeit mit chinesischen Mitarbeitern/innen, Kollegen/innen und Geschäftspartnern

Inhalte

  • Zwischen den Kulturen“. Eigenes und Fremdes in der Begegnung.
  • Bevölkerung, Bildungswesen, Umwelt, Politik und Medien
  • Grundlagen des chinesischen Denkens, Erziehung, Sozialisation und Prägung, Wertesysteme und Kulturstandards, Verhaltensstile, Generationsunterschiede, Lebenswelt
  • Kommunikation mit Chinesen
  • Verhandlungsführung und Businessetikette
  • Personalführung und Innerbetriebliche Kommunikation
  • Kritik und Konflikt
  • Rechtswesen
  • Ausbau von Geschäftsbeziehungen und Informelle Treffen

Methoden

Moderierter Erfahrungsaustausch, Kurzvorträge, Fallbeispiele, Simulationen, Rollenspiele und Kommunikationsübungen werden im Wechsel im Plenum, in Kleingruppen- und Einzelarbeit durchgeführt, um den Prozess des Lernens ins Zentrum zu stellen und die Wahrnehmung, das Denken, das Fühlen und das Handeln der Teilnehmer/innen gleichermaßen anzusprechen.

Dauer des Trainings:                    1,5 Tage
Termin:                                            10. und 11. März 2017
Ort:                                                   Universität Kassel
Teilnehmer/innen:                         max. 12


Trainerinnen

Prof. Dr. Gerlinde Gild

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Qianyi Liu

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