Studieninhalte

Modul 1 - Logistische Grundlagen und Trends

Inhalte:

  • Rahmenbedingungen
  • Aktuelle Herausforderungen
  • Veränderung der Wettbewerbs- und Marktsituation
  • Systematisierungsansätze logistischer Denkschulen und Managementkonzepte
  • Begriffe, Ziele und Prozesse
  • Logistiktrends in Industrie und Handel
  • Logistikmärkte und Dienstleistungsarten
  • Positionierung von Logistikunternehmen

Termin:

23. und 24. September 2016


Modul 2 - Planspiel Beer Game

Verstärkte Kundenmacht und die zunehmende Globalisierung und Flexibilisierung der Märkte führen zu grundlegenden Veränderungen in der Art, wie Unternehmen Produkte planen, beschaffen, fertigen und vertreiben: Produktlebenszyklen werden immer kürzer, Bestellmengen und Lieferzeiten nehmen immer mehr ab, während die Produktvielfalt kontinuierlich steigt. Weiterhin führt die Konzentration auf Kernkompetenzen und die damit einhergehende Auslagerung von Tätigkeiten dazu, dass einzelne Unternehmen in immer mehr und zunehmend längere Supply Chains eingebunden sind.

Vor diesem Hintergrund bekommt ein Phänomen des Managements von Supply Chains einen immer größeren Stellenwert: Schwankungen der Nachfrage (=Bestellungen) werden entlang der Wertschöpfungskette verstärkt: Die Variation der Bestellmenge nimmt zu, je weiter das entsprechende Unternehmen vom Endkunden entfernt ist. Dieses Verhalten – allgemein auch als Bullwhip-Effekt bezeichnet – ist in jeder Supply Chain offensichtlich.

Ein Hauptansatz zur Beseitigung des Bullwhip-Effekts durch SCM-Konzepte zielt auf die Verbesserung der Information in der Supply Chain ab:

Durch SCM sollen Bestände (bzw. Fehlbestände) durch Informationen ersetzt werden. Denn nur eine rechtzeitige Information über Änderung des Käuferverhaltens ermöglicht Unternehmen der Supply Chain den Servicegrad zu verbessern und zwar bei gleichzeitiger Verringerung der Bestände und einer gleichmäßigeren Kapazitätsauslastung.

Die erfolgreiche Einführung entsprechender SCM-Ansätze erfordert jedoch, dass die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Grundprinzipien der Dynamik von Supply Chains verstehen. Diese Erkenntnis kann am besten in interaktiver Form, mittels eines Planspiels erfahren werden.

Das Beergame (Bierspiel) ist ein Rollenspiel, in dem die Teilnehmer die verschiedenen Rollen „Endkunde, Einzelhandel, Großhandel, Verteilzentrum & Brauerei“ (siehe Grafik oben) in einer Lieferantenkette einnehmen - mit dem Ziel, die Kosten der Gesamtkette möglichst gering zu halten. Da die einzelnen Parteien ihre Informationen nicht vollständig austauschen dürfen, sondern nur über Bestellmengen miteinander kommunizieren, versucht jeder Spieler das eigene Ergebnis zu optimieren mit der Folge, dass sich das System sehr schnell aufschaukeln wird (bekannt als bullwhip effect).

Inhalte:

  • Grundlagen des Beer Games
  • Spielen des Beer Games
  • Spielanalyse
  • Kennenlernen des Peitscheneffekts (Bullwhip Effekt)
  • Forrester-Effekt
  • Effekte der Auftragsbündelung
  • Burbidge-Effekt
  • Probleme durch antizipierte Nachfrageüberhänge (Engpasspoker)
  • Preisfluktuationen
  • Prozessuale Sicht der Logistikkette vom Lieferanten zum Endverbraucher

Termin:

28. und 29. Oktober 2016


Modul 3 - Supply Chain Management

Inhalte:

  • Definitionen
  • Ziele, Einsatzgebiete und Gestaltungsprinzipien
  • Arten: Lean, Agile und Hybride Supply Chains
  • Bausteine
  • Quick Response (QR)
  • Efficient Consumer Response (ECR)
  • Collaborative Planning Forecasting and Replenishment (CPFR)
  • SCRO-Modell
  • Empirische Gesetze der Netzwerkökonomie
  • Supply Chain Technologien
  • Supply China Systeme
  • Radio Frequenz Identifikation (RFID)
  • Transaktionskostentheorie
  • Prinzipal-Agent-Theorie
  • Probleme, Grundtypen und Lösungsmöglichkeiten asymmetrischer Information

Termin:

11. und 12. November 2016


Modul 4 - Distribution und Transport

Inhalte:

  • Transportsysteme, -arten und -prozesse
  • Transport- und Tourenplanung
  • Verkehrsträgerprofile
  • Physische und logistische Distribution
  • Bedarfs- und Bestandsmanagement
  • Nachfragemanagement
  • Sortimentsoptimierung
  • Bedeutung der After Sales Logistik
  • Management der Kundenzufriedenheit
  • Kano-Modell
  • Confirmations-/Disconfirmationsparadigma
  • Efficient Repenishment (ER): Zentralisierung, Standardisierung, Vendor Managed Inventory (VMI)
  • Efficient Assortment (EA): Space und Category Management
  • Lagerarten
  • Lagerplanung
  • Lagertechnologie
  • Gestaltung und Implementierung der Lagerprozesse
  • Bewertung und Optimierung von Kommissionierungssystemen und Warehouse Management Systemen
  • Lagerloser Warenumschlag (Cross Docking)
  • Efficient Promotion (EP)
  • Efficient Product Introduction (EPI)

Termin:

25. und 26. November 2016


Modul 5 - Produktion

Inhalte:

  • Wert, Wertstromdesign und -orientierung und Gemba
  • Produktionsarten, -planung und -steuerung
  • Design for Manufacturing (DFM)
  • Lean Production
  • Lean Grundstrategien
  • Prinzipien des Lean Managements
  • Bausteine des Lean Managements
  • Toyota Produktionssystem (TPS)
  • Muda, Mura, Muri
  • Jidoka
  • Just in Time und Just in Sequence
  • Heijunka
  • Einsatz einer Kanban-Steuerung

Termin:

09. und 10. Dezember 2016


Modul 6 - Strategisches Management in der Logistik

Inhalte:

  • Rahmenbedingungen des strategischen Managements
  • Historische Herleitung und Definition des Strategiebegriffs
  • Strategisches versus operatives Management
  • Objekte des strategischen Managements
  • Systematisierungsansätze strategischer Managementkonzepte
  • Formulierung von Kernzweck, Vision, Leitbild und Zielen
  • Makro- und Mikroökonomische Umweltanalyse
  • Pest-Analyse
  • Modell der fünf Wettbewerbskräfte
  • Differenzierte Analyse nach strategischen Gruppen
  • Analyse der Wertschöpfungskette
  • Situationsanalyse
  • Planung der Strategien
  • Strategischer Baukasten
  • Strategien umsetzen
  • Strategisches Controlling

Termin:

20. und 21. Januar 2017