Schule führen

Modul 1: Schule führen

Kurs 1: Lernen und Führen

Dieser erste Studienbrief im Studienprogramm Bildungsmanagement gibt Ihnen eine Orientierung für Ihr Studium, indem er deutlich macht, dass das Lernen der Schülerinnen und Schüler den Bezugs-punkt für alle Aktivitäten von Schulentwicklung darstellt. Es wird ein Verständnis von Lernen offengelegt, das sich am Ziel des konstrukti-ven und erfolgreichen Umganges mit Widerständen orientiert. Selbst-gestaltungskompetenz heißt das sperrige Stichwort dazu. Ein Ausgangspunkt ist die Frage nach den gesellschaftlichen Veränderungen und ihren Auswirkungen auf die Menschen und damit auf das System Schule. Vor diesem Hintergrund sind sechs lernrelevante Faktoren definiert. Diese Faktoren und ihr Zusammenspiel gilt es, im Hinblick auf den individuellen Lernerfolg möglichst günstig zu beeinflussen. Wie kann das geschehen? Welche methodischen Ansätze, welche möglichen Tools können dabei dienlich sein? Was steckt dahinter? Und welche Auswirkungen auf die tägliche Arbeit kann das haben? Solche Fragen nimmt der Studienbrief auf, er liefert Antworten und Impulse und provoziert weiterführende Fragen.

Kurs 2: Gespräche führen - Grundlagen für Schulleitung

Der Studienbrief unterbreitet ein dreiteiliges Angebot: In einem ersten Teil wird ein Kommunikationsmodell als übergreifendes Analysemodell vorgeschlagen, das gestattet, Kommunikationsprozesse systematisch zu analysieren. Ziel ist eine generelle Sensibilität für das Thema "Kommunikation" zuentwickeln. In einem zweiten Teil folgt die Darstellung speziellerer Gesprächsmodelle, die je nach theoretischem Hintergrund und Intention für die eine oder andere Gesprächssituation besser oder schlechter geeignet erscheinen. Diese Modelle sollen einen Fundus bilden, aus dem sich ein Schulleiter je nach Aufgabenstellung ‚bedienen' kann. Abschließend wird eine Auswahl konkreter Gesprächssituationen katalogartig dargestellt, und der Versuch unternommen, spezifische, d.h. nur auf diesen Gesprächstyp bezogene, handhabbare Hinweise und Regeln zu entwickeln.

Kurs 3: Personal führen

Ausgehend von einer kritischen Diskussion grundlegender Befunde der Führungsforschung werden wichtige Problemfelder der Personalführung sowie Möglichkeiten eines strategischen Schulmanagements behandelt. Dazu gehören Fragen von Führung als transaktionalem Prozess, Einfluss von Führungsverhalten auf die Motivation der Geführten, Strategien der Entscheidungsfindung sowie Möglichkeiten und Probleme der Personalbeurteilung. Wichtige Bereiche, die den Gegenstand Personalführung berühren, wie z.B. Arbeiten im Team, Beratung, Personalentwicklung usw. werden nicht vertieft, da sie in eigenen Studienbriefen im Studiengang Bildungsmanagement behandelt werden.

Kurs 4: Vom Leitbild zum Schulmarketing

Marketing war und ist bis heute ein weitgehend unbesetztes Feld für Schulen. Die Hinwendung auch auf die Gestaltung von Außenbeziehungen und die nicht mehr alleinige Konzentration auf die Leistungserstellung innerhalb von Schulen, bedeutet eine zusätzliche Sichtweise, wenn nicht sogar den Beginn eines Wechsels. Aufgrund des vielerorts bestehenden bzw. sich abzeichnenden Wettbewerbs mit anderen Schulen gewinnt die Positionierung und Profilierung ihrer Schule für das Schulmanagement zunehmend an Bedeutung. Die aktive Handhabung der Zusammenführung von angebotener Leistung der Einzelschule und Bedürfnisbefriedigung der Nachfrager ist weitgehend Neuland. Der Studienbrief versucht Schulen, den Marketinggedanken mittels Notwendigkeit und Nutzen von Corporate Identity-Konzeptionen näher zu bringen und Hilfestellung zur praktischen Realisierung zu geben.

Kurs 5: Bildungsmanagement im Spiegel internationaler Bildungsforschung

Der Blick über den nationalen Kirchturm ist manchmal segensreich, bringt er doch häufig die Erkenntnis, sich der Spitze des Fortschritts - wenn auch kritisch - erst noch annähern zu müssen. So zeigt dieser Studienbrief, dass sowohl die Diskussion um Schulentwicklung als auch um Schulleitungshandeln in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern bereits eine Tradition hat. Die Fragen, was eine gute Schule ist, und wie man Schule verbessern kann, gehören ebenso zu dieser Tradition ("School Effectiveness" bzw. "School Improvement") wie die veränderten Anforderungen an Schule und Schulleitung. An Beispielen aus USA, England/Wales, den Niederlanden und Neuseeland wird diese Diskussion erläutert. Hinzu kommt die internationale Diskussion darüber, welche Aufgaben heute von Schulleitungen bewältigt werden müssen, welche Kompetenzen dafür erforderlich sind und wie sie in diesen Ländern im Rahmen von Aus- und Weiterbildung bereits einen hohen Grad an Institutionalisierung erreicht haben.