Absolventenstimmen

„Das Wissen vom Präsenzwochenende floss am Montag in den Beruf ein“
René Trinder, Absolvent im MBA General Management

Das Masterstudium im General Management an der UNIKIMS war für René Trinder „absolut klasse“. Die Inhalte des berufsbegleitenden Studiums, „die ich am Wochenende erlernt hatte, konnte ich gleich am nächsten Montag in den Beruf übertragen“, sagt der Head of Sales Management Basic Care im Weltunternehmen B. Braun Melsungen AG. In dem Gesundheitskonzern arbeitet Trinder im „Global Marketing and Sales“. Zusammen mit den weltweiten Landesorganisationen versorgt er Gesundheitseinrichtungen zum Beispiel mit Infusionsleitungen, Kanülen, Spritzen, Infusionslösungen und anderen Medical Produkten.

„Ich wollte mehr wissen und gestalten“

Trinder setzt sich Ziele. 2007 nach dem Abitur begann er die Ausbildung zum Industriekaufmann bei B. Braun sowie parallel ein Abendstudium an der Berufsakademie Kassel, das ihn zum Abschluss des Bachelors in Betriebswirtschaftslehre führte. Nach Lehre und Studium 2010 übernahm Trinder für B. Braun einen Außendienstbezirk in Nordrhein-Westfalen. Ich wollte aber mehr wissen und gestalten, wollte im Marketing arbeiten und in der Produktkonzeptionierung. Ich wollte wissen: Wie entsteht ein Produkt? Was passiert bevor das Produkt verkauft wird?“, beschreibt Trinder seine Neugier, die ihn zu einem weiteren Wendepunkt in seiner Karriere führte.  

Als Unternehmer im Unternehmen will Trinder den vollen Überblick

Denn 2013 ging er zurück in die Konzern-Zentrale nach Melsungen und wurde Junior Produktmanager für Infusionspumpen im „Global Sales and Marketing“. Noch im selben Jahr entschied er sich für die Aufnahme des berufsbegleitenden MBA-Studiums an der UNIKIMS. Trinder hatte gespürt, dass ihm das Wissen des Bachelors nicht genügte. „Ich wollte meinen Blick in Betriebswirtschaftslehre interdisziplinärer aufstellen“, sagt er im Rückblick, zumal er nach seinem Selbstverständnis als Produktmanager im Bereich „Global Marketing & Sales“ „ein Unternehmer im Unternehmen“ ist. Da Trinder darüber hinaus perspektivisch den Wunsch hegte, in absehbarer Zeit die Verantwortung über ein Team als Führungskraft zu übernehmen, war ihm klar, dass ein Masterabschluss sein Qualifikationsprofil nachhaltig erweitern dürfte.

Die Absolventenstimmen zur UNIKIMS überzeugen die Leser

Auf die UNIKIMS als die richtige Hochschule für seinen Bedarf gelangte Trinder über zwei Wege. Zum einen hatte die Personalabteilung von B. Braun schon gute Erfahrungen mit einem früheren Studienprogramm gesammelt, aus dem der MBA-Studiengang in General Management hervorgegangen war. Zum anderen, und das war wichtiger, stieß Trinder im Internet auf die Website der UNIKIMS und las dort die Absolventenstimmen. Er nahm über XING zu einem der dort zitierten Absolventen Kontakt auf und fühlte sich in seinem ersten Eindruck, den er von der UNIKIMS im Internet gewonnen hatte, bestätigt. Eine andere Hochschule, die ein Studium zum MBA in Health Care anbot, schied  wegen großer räumlicher Distanz und damit schlechterer Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Freizeit aus. Inhaltlich hat das Studium Trinders Erwartungen erfüllt. Alles sei bestens „durchgetaktet“ und Markus Oppermann als Betreuer der Studierenden immer erreichbar. Nur zwei Mal seien Veranstaltungstermine wegen Erkrankungen in drei Jahren verschoben worden. Einzig die Unterlagen zur Vorbereitung auf die Präsenzwochenenden hätten im Internet bisweilen früher hochgeladen sein sollen und nicht erst eine Woche vor dem Termin. Aber Trinder weiß, dass er viel erwartet, um stets bestens präpariert zu sein.

„Der Gruppenmix unter den Studenten ist ideal und belebend“

Den „Gruppenmix“ unter den Studierenden lobt er als ideal und belebend: Ingenieure aus der Forschung und Entwicklung, Juristen, ein Nanotechnologe und Führungskräfte studierten gemeinsam. „Der Austausch untereinander war sehr gut, und es war interessant zu erleben, wie unterschiedlich ein Biologe und ein Betriebswirt ein Problem angehen“, sagt der Manager: „Für mich war es sehr bereichernd, eine weitere Perspektive und Denke einzunehmen“.

Vom Prototyping zum Investorenpitch an einem Wochenende

Das „Highlight“ des Studiums war für Trinder die Ideenwerkstatt am Ende der wissenschaftlichen Qualifikation. Am Freitagnachmittag generierten die Studierenden Ideen, am Samstagvormittag folgte das Prototyping, am Nachmittag suchten die Entwickler das Gespräch mit potentiellen Kunden in der Kasseler Innenstadt und am Sonntag schloss die Werkstatt mit einem Investorenpitch ab, mit dem Geldgeber von dem Konzept überzeugt werden sollten. „In der Werkstatt wurde das gesamte Studium auf genau jenen Inhalt runtergedampft, auf den es ankommt“, sagt Trinder.

Mit dem Studium beginnt ein lebenslanger Lernprozess

Rückblickend sieht er das Masterstudium als den Beginn eines lebenslangen Lernprozesses: „Im Beruf rufe ich mir immer wieder Wissen und Situationen aus dem Studium ab. Ich greife zu meinen Notizen sowie Studienunterlagen und lese darin.“ Auch privat sei das Studium an der UNIKIMS die „absolut richtige Entscheidung“ gewesen. Die Termine der Präsenzphasen standen im voraus fest, so dass Trinder die Zeit für Beruf, Studium und das Privatleben mit seiner Ehefrau präzise abstimmen konnte. Keine und keines kam zu kurz.

„Die Methodik aus dem Studium bringt Erfolg im Beruf“
Jan Schröder, Absolvent im MBA General Management

„Vor allem die Methodik aus dem Studium hat mich im beruflichen Alltag weitergebracht“, sagt Jan Schröder, Absolvent des berufsbegleitenden Masterstudiengangs in General Management an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel. Zur Bewältigung der täglich vielfältigen Herausforderungen in einem internationalen Konzern, der die Berührung mit ganz unterschiedlichen Kulturen mit sich bringt, hat Schröder aus dem universitären Studium an seinen Arbeitsplatz in der Abteilung Finanzen und Controlling die Erkenntnis mitgenommen: „Man scheitert früh, wenn man versucht, bei einem Problem alles auf einmal zu klären. Man muss das komplexe Ganze in Teilbereiche zerlegen und deren Bearbeitung konsequent verfolgen.“ Auch die an der Hochschule erlernte systematische Präsentation, die Konzentration auf das Wesentliche in kurzer Zeit, um sich und andere „entscheidungsfähig zu machen“, hat schon am nächsten Tag im Büro Wirkung gezeigt, als es galt, das obere Management zu überzeugen. „Ja“, räumt Schröder ein, „ich hätte solch ein Studium gleich nach dem Abitur beginnen können, aber ich würde meinen Weg der Verbindung von Praxis und Theorie immer wieder gehen“.

Das Zeugnis der staatlichen Universität: Ein eindeutiger Qualitätsunterschied

Nach dem Abitur 2008 war Schröder klar, „dass ich nicht Vollzeit studieren wollte“. Bei der Hübner-Gruppe in Kassel begann er eine Ausbildung als Industriekaufmann mit der Aussicht auf ein Duales Studium ab dem 2. Lehrjahr an der Hessischen Berufsakademie in Kassel. Ein Jahr nach dem Abschluss der beruflichen Ausbildung schloss Schröder auch das Studium an der Akademie mit dem Bachelor in Betriebswirtschaftslehre ab.  „Ich dachte mir, jetzt hast Du etwas erreicht, aber nach einem weiteren Jahr hatte ich das Gefühl, ich könnte noch was machen“, erinnert sich der junge Mann. Er sah sich um, ließ sich Informationsmaterial verschiedener Hochschulen zukommen und überlegte gründlich. Für ihn kamen zum Beispiel der AKAD-Hochschulverbund, in dem ein Freund im Studium gute Erfahrungen gesammelt hatte, und die Fernuni Hamburg in Frage. Aber beide Hochschulen mit ihren Lernorten lagen weit entfernt. Das war bei der UNIKIMS mit ihrer zentralen Lage mitten in Deutschland anders. Aber noch etwas sprach für die UNIKIMS: „Dort erteilt die Universität Kassel das Zeugnis. Das ist ein eindeutiger Qualitätsunterschied zu einer rein privaten Hochschule trotz all ihrer Akkreditierungen.“ Letzte Sicherheit bei der Auswahl der Hochschule für ein berufsbegleitendes Masterstudium brachte das Gespräch mit drei ehemaligen Kommilitonen von der Berufsakademie. Auch sie wählten den Masterstudiengang in General Management an der UNIKIMS.

„An der UNIKIMS hat sich unser Betreuer immer gekümmert“

„Wir waren 2013 der erste Jahrgang des damals neuen Studiengangs“, erinnert sich Schröder, „und beim ersten Mal läuft nicht alles rund. Wir sind eben alle nur Menschen. Aber unser Betreuer an der UNIKIMS, Markus Oppermann, hat sich zu jeder Zeit um uns gekümmert, hatte immer ein offenes Ohr.“ Überzeugend waren für Schröder die „gute Mischung aus Theorie und Praxis“ und die Tatsache, dass die Professoren selbst die Veranstaltungen hielten und nicht an ihre Mitarbeiter delegierten. Ein Gewinn war für Schröder das tiefere Eindringen ins wissenschaftliche Arbeiten: „Beim Bachelor gab es nur Klausuren, nun schrieben wir Hausarbeiten. Man musste sich und seine Arbeit selber strukturieren.“

Trotz des Masterstudiums genug Zeit für den Fußball

Das berufsbegleitende Studium erfordere Einschränkungen, ein gutes Zeit-Management und das Bewusstsein, dass berufliche Arbeit und Studium für drei Jahre vereint werden müssen. „Aber, wenn man Spaß daran hat und Interesse an den Themen, dann würde ich es jedem empfehlen“, sagt Schröder. Damals, während des Bachelor-Studiums, gab Schröder sein geliebtes Fußballspiel bis zum Studienabschluss auf. Während des fordernden Masterstudiums aber blieb er aktiver Spieler. Zudem wurde er mit einem „Super-Zusammenhalt und -Austausch in der Truppe“ an der UNIKIMS belohnt. Im Beruf und in seinem Unternehmen fühle er sich nun „sehr gut vorbereitet, mir eine größere Qualifikation zu erarbeiten“. Schröder sagt: „Ich bin jetzt gut aufgestellt.“

„Durch das Programm konnte ich mich entscheidend weiterentwickeln“
Dirk Bartling, Director/Prokurist Finance & IT der Senior Flexonics GmbH in Kassel, Absolvent MBA in General Management

„Durch das Programm konnte ich mich entscheidend weiterentwickeln, was dazu geführt hat, dass ich in der Zwischenzeit schon drei Jahre die Position des CFO und Prokuristen in unserem Unternehmen innehabe. Die Kursunterlagen dienen immer noch als Unterstützung und Nachschlagewerk.“

„Dank meines Abschlusses kann ich auf Augenhöhe mit verschiedensten Disziplinen kommunizieren.“
Dipl.-Ing. Daniel Schmidt, Merck KGaA / Division Merck Serono, Absolvent MBA in General Management

„Für meine aktuelle Position war die Doppelqualifikation aus Ingenieurwissenschaften und Management-Kompetenzen explizit gefragt. Als Projektmanager bin ich mit nahezu allen Bereichen unseres Unternehmens und denen des Kunden in Kontakt: Einkauf und Accounting, Entwicklung und Produktion, Supply Chain, Business Development sowie Sales und Marketing. Das im General-Management-Programm vermittelte Wissen hilft mir, auf Augenhöhe mit diesen verschiedensten Disziplinen kommunizieren zu können, die Bedürfnisse aller Beteiligten möglichst optimal zu bedienen sowie zwischen ihnen zu vermitteln und neben dem operativen Tagesgeschäft auch die Strategie und die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren.“

„Vorteil UNIKIMS: Universitätsabschluss.“
Sarah Schmahlfeldt, Absolventin MBA in General Management

Sarah Schmahlfeldt ist 24 Jahre alt und kommt aus Jever. Sie studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der FH in Wilhelmshaven und schrieb ihre Bachelorarbeit bei der Daimler AG in Bremen über das Anlauf- und Änderungsmanagement beim Produktionsstart der neuen C-Klasse, den sie mit begleitete. Vom Arbeitgeber und insbesondere von den Kollegen „beim Daimler“ war sie begeistert, vor allem „weil ich in dieser Männerwelt absolut ebenbürtig behandelt wurde“. Seit September 2014 arbeitet Sarah Schmahlfeldt bei der deutschen Niederlassung der CSC in Wilhemshaven, einem weltweit tätigen IT-Berater, im Projektmanagement. Die Aufgabe ist herausfordernd und macht der jungen Frau Freude. Darum weiß Sarah Schmahlfeldt: „Ich möchte mich weiterentwickeln, will eine höhere Position mit Personalverantwortung.“ Nach dem eher wirtschaftswissenschaftlich geprägten Bachelor-Studiengang möchte sie nun mehr Managementkompetenz erwerben.

Auf der Suche nach der richtigen Hochschule, um sich berufsbegleitend zu qualifizieren, zog sie zehn Masterstudiengänge in die engere Wahl, von denen am Ende die UNIKIMS herausstach, denn „sie ist erstens die einzige, die einen Universitätsabschluss bietet und an der zweitens auf so perfekte Weise die Kombination von Studium, Berufsleben und Familie gelingt“. Schon der erste Eindruck am einführenden Präsenzseminar war „sehr positiv“. Die Dozenten seien sehr offen und freundlich, informierten die Studierenden umfassend über den Studiengang. Das sei anders, als sie es von der FH kenne, sagt Sarah Schmahlfeldt.

„Die Dozenten haben immer ein offenes Ohr.“
Nick Karthein, Absolvent MBA in General Management

Nick Karthein, Bachelor auf dem Gebiet der Wirtschaftspsychologie, entschied sich unter drei Masterstudiengängen, die er näher betrachtet hatte, für den der UNIKIMS auf Empfehlung seiner Chefin: „Die UNIKIMS war mein Favorit, weil meine Vorgesetzte hier studiert hatte und die Nähe der Hochschule zu den Studenten lobte. Die Dozenten haben immer ein offenes Ohr, ermöglichen mit jedem Einzelnen individuelle Absprachen, wenn es nötig ist.“ Karthein, der bei Peek & Cloppenburg in Düsseldorf im Bereich Marketing und Controlling arbeitet, möchte seine Fähigkeiten im Management ausbauen. Er freut sich über die „gut gemischte Gruppe“ der Studierenden an der UNIKIMS: „Es kommen nicht alle aus der gleichen Branche und Hierarchieebene. Und eine Studentin ist zum Beispiel 51 Jahre alt. Sie bringt doch ganz andere Erfahrungen ein als ich mit meinen 24 Jahren.“ Ob das Studium viel Zeit in Anspruch nehmen werde? „Es ist eine Herausforderung, der ich mich gewachsen fühle.“

„Anspruchsvolles Studium, aber machbar“
Ina Hund, Absolventin MBA in General Management

Für Ina Hund, die im April 2014 in den ersten, schon laufenden MBA-Studiengang in General Management einstieg, ist das Studium auch von der zeitlichen Belastung her „sicherlich anspruchsvoll, aber mit Selbstmanagement machbar“. Es bleibe Zeit für Familie, Partner und Freunde. Die junge Frau von 25 Jahren studierte zunächst Sportmanagement in Salzgitter, eine Kombination von Sport mit einem Studium von Betriebswirtschaft und Marketing. Mit diesem Abschluss wurde sie Trainee bei der B. Braun Melsungen AG, einem international führenden Gesundheitskonzern mit Sitz in Melsungen bei Kassel. „Mir war klar, dass ich mich weiterbilden werde und dass der Bachelor nicht das Ende ist. Der MBA an der UNIKIMS bot sich an, weil er den Universitätsabschluss mit dem Arbeitsleben verbindet.“ Für die UNIKIMS, sagt Ina Hund, sprechen die langjährige, positive Erfahrung ihres Arbeitgebers in der Kooperation mit der Hochschule, die Referenzen von Unternehmen, die die UNIKIMS selbst benennt, die Empfehlungen von Kollegen und die ideale Lage und Erreichbarkeit von Kassel.

Im Studienalltag „sind wir sehr nah an der Wirtschaft“, beschreibt Ina Hund ihre Erfahrungen an der UNIKIMS. Statt Klausuren schrieben die Studenten Hausarbeiten. Denn die Anwendung des Erlernten, auch in Fallstudien und Gruppenarbeiten, stehe im Vordergrund. „Wir profitieren vom Wissen und der Erfahrung des anderen, vor allem weil wir aus der Gesundheits-, Automobil- und zum Beispiel der Solarbranche kommen, weil wir unser Wissen aus dem Controlling, aus dem Ingenieurwesen oder den Finanzen mitbringen, und weil wir alle zuvor an anderen Hochschulen mit ihrer jeweiligen Lehr- und Lernkultur waren“, sagt Ina Hund.

„Ich hatte als Ingenieur keine Ahnung von Marketing.“
Paul Czembor, Absolvent MBA in General Management

Paul Czembor, Projektmanager für Heizungseffizienz in der Essener Unternehmenszentrale des international tätigen Heizkostenverteilers Ista, hat vom Studium an der UNIKIMS im Berufsalltag „schon sehr profitiert“. Er gehört zum ersten Jahrgang des MBA in General Management, der vor einem Jahr begann. Der Diplom-Ingenieur für Energie- und Versorgungstechnik, der eigentlich aus München kommt, und nun an der UNIKIMS zum zweiten Mal studiert, vertritt sein Unternehmen in Due-Dilligence-Prüfungen beim Erwerb anderer Unternehmen, und kann dabei auf sein neues Wissen in Wirtschaftswissenschaften bauen, um Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung zu formulieren. „Das Studium hat meinen Horizont erweitert. Ich hatte als Ingenieur keine Kenntnisse von Marketing und stand vor dem Finanzierungsdilemma eines neuen, innovativen Produktes. Aber wenn der Kunde es nicht kauft, ist es kein tolles Produkt. Ich kenne nun mehr Stellschrauben, sodass mein Vorgesetzter nicht so viele Möglichkeiten hat, meinen Plan, hinter dem ich als Ingenieur stehe, einzuschränken.“

Paul Czembor hat das Erlernen des Innovationsmanagements bisher „am meisten gebracht. Hier sehe ich meine Zukunft“. Nach einem Jahr des berufsbegleitenden Studiums weiß Paul Czembor aber auch, dass der Aufwand an Zeit, Arbeit und Kosten nicht zu unterschätzen ist: „Man muss schon wissen, was auf einen zukommt. Geschenkt wird hier nichts.“ Paul Czembor hatte sich 2013 wegen der „Professionalität“ für den MBA-Studiengang General Management an der UNIKIMS entschieden. Zunächst zog er mehr als 300 MBA-Programme in ganz Deutschland in Betracht. Mit etwa 50 befasste er sich näher, um daraus den Kasseler MBA-Studiengang zu wählen. Entscheidend war für ihn zunächst, dass es ein universitäres Angebot ist. Es kam als „Spezifikum der praktische Bezug“ hinzu. Ein Jahr später lautet das Fazit: „Wenn ich es reflektiere, stehe ich bewusst hinter meiner Entscheidung. Es gibt keine Gewissheit, dass ich im Beruf durchstarten werde, aber es gibt die richtigen Voraussetzungen dafür. Ich bin definitiv zufrieden, wünschte mir aber noch mehr ‚netzwerken‘ unter uns Studenten.“

„Die UNIKIMS hat das beste Konzept, Beruf und Studium zu vereinen“
Ferdinand Marx, Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement

„Die UNIKIMS hat das beste Konzept, den Beruf und parallel dazu das Studium zu vereinen“, begründet Ferdinand Marx, Manager im Project Engineering bei CSL-Behring in Marburg seine Entscheidung für das Studium an der Management School der Universität Kassel.

Nach dem Studium zum Diplom Ingenieur für Pharmatechnik an einer Fachhochschule und einer längeren Tätigkeit in der Industrie wollte es Marx noch einmal wissen. Mental wollte er an Grenzen gehen und sich mit dem Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement an einer Universität auch wissenschaftlich breiter aufstellen. Wichtig war ihm die Wahl einer Hochschule, die neben dem wissenschaftlichen Anspruch den engen Industrie- und Anwendungsbezug bietet. Zugleich wollte Marx den unmittelbaren Austausch mit Professoren, Hochschulmitarbeitern und Kommilitonen. „Ich wollte kein Studium an einer Fernuni, denn ich liebe das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten in den Präsenzphasen, um zu diskutieren, Anstöße zu empfangen und zu geben“, sagt der Ingenieur, der danach verlangt, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überwinden.

Die Atmosphäre an der UNIKIMS und in Kassel sei inspirierend. Es sei auch schön, eine für ihn neue Stadt zu entdecken und zu erleben. Im Beruf, habe ihm das Studium noch weit vor dem Abschluss geholfen: „Meine jetzige Position hätte ich vermutlich nicht bekommen, ohne mit dem Studium begonnen zu haben.“

„Das Studium änderte schon rasch meinen beruflichen Alltag.“
Mohammed Abdel Rahim, Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement

Mohammed Abdel Rahim hat durch das Studium eine neue Führungsaufgabe im Management seines Unternehmens und wohl bald einen Doktortitel und eine Hochschule, die ihm den Aufstieg durch Leistung ermöglicht hat: Die Universität Kassel/UNIKIMS. Dort hat Abdel Rahim seinen Mastertitel im Fach Industrielles Produktionsmanagement erworben. „Es ist für mich die beste Hochschule. Nach einer harten, faktenbasierten Bewertung entschied ich mich für Kassel vor der RWTH Aachen und der TU Chemnitz.“

Zunächst hatte der Sohn libanesischer Eltern, die in den 1980er Jahren vor dem Krieg nach Deutschland geflohen waren, den Beruf des Fahrzeugbauers bei der Spier Fahrzeugwerk in Bergheim im Kreis Höxter gelernt und anschließend noch das Fachabitur erfolgreich abgeschlossen. Aber das füllte den ehrgeizigen jungen Mann nicht aus. An der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo wurde er Wirtschaftsingenieur und arbeitete anschließend in Dubai und Abu Dhabi als Unternehmensberater. Zurück in Deutschland war er Assistent der Geschäftsführung und dann Produktionsleiter bei Müller Umwelttechnik. Doch damit gab sich Abdel Rahim nicht zufrieden. „Mit dem Abschluss an einer Fachhochschule sah ich mich wissenschaftlich nicht gut aufgestellt. Ich strebte einen Masterabschluss an einer Universität und anschließend die Promotion, wenn nicht sogar die Habilitation an.“

Abdel Rahim wählte aus den deutschen Hochschulen jene in Aachen, Chemnitz und Kassel aus und bewertete deren Angebote nach den Kriterien „1. Module und Inhalte“, „2. Studierbarkeit“ – also die Organisation des Studiums und die Orientierung der Hochschule an den Studierenden als Kunden - sowie „3. Informationsveranstaltung - der fachliche und menschliche Auftritt der Dozenten“. In der Bewertung des Erfolgsmenschen Abdel Rahim lag Kassel ganz vorn vor Aachen und Chemnitz.

Schon nach dem zweiten Semester wusste der Student: „Das kann ich schaffen, und ich strebe die Promotion an.“ Um das Studium allerdings in der Regelstudienzeit zu absolvieren, investierte Abdel Rahim im Durchschnitt 20 Stunden in der Woche neben Arbeit und Familie in das Studium. Der Erfolg, sagt Abdel Rahim, habe eine „Rahmenbedingung. Die Freundin oder Ehefrau, die Mutter und das Elternhaus müssen hinter dem Studenten stehen, aber auch das eigene Unternehmen muss ihn tragen.“ Abdel Rahim geht es nicht um finanzielle Unterstützung, sondern um die ideelle.

Das Studium änderte schon rasch seinen beruflichen Alltag: „Man verändert sein Bewusstsein, und man kommuniziert es. Daraufhin steigert das System, die Arbeitswelt, die Erwartungen an mich und ich erhalte mehr ganzheitliche und Prozess-Aufgaben.“ Und natürlich merkt der Chef auch, dass da einer ganz nach oben will. „Abteilungsleiter, Promovend und Vater zweier Kinder zu sein, das ist alles eine Frage des Zeitmanagements. Das geht nicht mit 8 Stunden Schlaf“, sagt der Absolvent des Masterstudiengangs.

Seine Dissertation widmet er dem Thema: „Methodik zur Unterstützung der Grobplanung für kleine und mittlere Unternehmen“.

„Das große Netzwerk bietet viele Vorteile.“
Martin Patalong, Absolvent Master of Science im Industriellen Produktionsmanagement

„Es war ein super Empfang. Die persönliche Betreuung ist spitze und der Einstieg ins Studium war sehr gut vorbereitet“, berichtet Martin Patalong über den Beginn seines Masterstudiums.

Patalong, der bei der K+S Entsorgung GmbH im Vertrieb arbeitet, entschied sich für den universitären Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement, der ihn in fünf Semestern zum Ziel führen kann. Denn nach einem Dualen Studium an der Hessischen Berufsakademie in Kassel mit dem Abschluss als Bachelor of Business Administration bemerkte der kaufmännisch geschulte Absolvent im Berufsalltag bald, dass ihm technische Fähigkeiten fehlten. Er war Zentraleinkäufer für Verpackungen, und „Verpackungen sind schwierig. Es geht nicht nur um eine Tüte, in die wir unsere Ware stecken, sondern um den sicheren Transport von chemischen Produkten rund um die ganze Welt.“ Heute, an seinem neuen Platz im Entsorgungsgeschäft, interessiert sich Patalong vor allem für das Stoffstrommanagement.

Der 24-jährige räumt ein: „Ja, es ist anstrengend ein berufsbegleitendes Studium auf universitärem Niveau zu absolvieren, vor allem während der Klausurvorbereitungsphasen und wenn bei 30 Grad im Sommer alle anderen grillen, und ich in einer Präsenzphase am Wochenende in der Uni sitze.“ Aber das Studium lohne sich für ihn: „Ich verstehe die Zusammenhänge im Unternehmen durch die vermittelten Inhalte besser und kann Sachverhalte besser einordnen und bewerten - die Theorie spiegelt sich in der Praxis wider.“

Grandios ist für Patalong das große Netzwerk, in das er mit dem Studium durch seine Kommilitonen aufgenommen wurde: „Wir sind eine sehr heterogene Gruppe und erhalten über unsere Mitstudenten Einblick in andere Unternehmen wie Volkswagen, Mercedes, Continental und Dr. Oetker.“

Patalong weiß aber auch, „das funktioniert nur, wenn man den Support an der Arbeit hat“. Sein Vorgesetzter sei überzeugt von ihm und von seinen Plänen. Patalong sagt von seinen Kollegen und seinem Vorgesetzten: „Sie geben mir die Unterstützung, wenn ich sie brauche.“ Auch die Freundin hat Verständnis dafür, dass Martin Patalong nun häufig sehr beschäftigt ist. Sie hat sich ihrerseits für einen klassischen Masterstudiengang an der Kasseler Universität entschieden und dafür ihre zuvor volle Stelle bei einem internationalen Energiehandelshaus in Kassel reduziert.

„Das Projektmanagement an der UNIKIMS hat mir die Augen geöffnet“
Robert Schäfer Absolvent im Programm Projektmanagement

Für den Diplom Ingenieur Robert Schäfer „wächst alles zusammen“ in der Qualifizierung: Die neu erlernte Methodenkompetenz und das Transferprojekt aus seiner Berufspraxis.

„Ich arbeite schon immer in Projekten“, sagt Robert Schäfer, Diplom Ingenieur in der Pharmaindustrie. „Aber das Wissen, was ein Projekt sei, wird einem im Studium und auch später in der Berufspraxis nicht so analytisch vermittelt wie an der UNIKIMS. Die Herangehensweise ist eher learning by doing.  In der Qualifizierung im Projektmanagement an der UNIKIMS wurden mir die Augen geöffnet“, sagt der Absolvent der halbjährigen, wissenschaftlich fundierten Weiterbildungsreihe mit sechs Präsenzwochenenden.

Schäfer, der aus Süddeutschland stammt und dort studierte, seit beinahe zehn Jahren in einem Berliner Ingenieurbüro arbeitet und nun zu einem großen Pharmakonzern wechseln wird, hat sich schon früher für Prozessmanagement interessiert. Am KIT, dem Karlsruher Institut für Technologie, hatte er ein Zwei-Tage-Seminar besucht. „Das war einwandfrei. Es ging um Gruppendynamik, Brainstorming und Präsentationstechnik“, sagt Schäfer, aber nach der wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit dem Projektmanagement an der UNIKIMS „wird sich meine ganze Herangehensweise ändern“.

Die Planung nach außen tragen und alle einbinden

Im Rückblick kann Schäfer die große Zahl an Projekten, in denen er mitgewirkt hat, kaum mehr zählen, aber häufig kam er hinzu, „als das Projekt schon mittendrin war“, und auch das Scheitern von Projekten hat er schon erlebt. „Ich werde künftig anders, vor allem besser planen. Ich werde meine Planung nach außen tragen, und alle mit einbinden. „

Qualifiziert: „Die Leute werden anders auf mich zukommen“

  Von dem Weiterbildungsangebot der UNIKIMS erfuhr Schäfer auf seiner Geburtstagsfeier durch einen Freund und Kollegen. Der sagte zu ihm: „Mach doch mit! Die Einladung war quasi ein Geburtstagsgeschenk an mich.“ Nach einem halben Jahr an der Universität Kassel weiß Schäfer: „Was hier herauskommt, ist immer von Vorteil. Ich werde meine Zusatzqualifikation nach außen hin verkaufen, und die Leute werden anders auf mich zukommen. Wenn ich die Seite wechsele vom Ingenieurdienstleister für die Industrie hinein in die Pharmaindustrie, werde ich zudem einen anderen Blick auf die Kosten haben.“

Robert Schäfer optimiert einen Fertigungsprozess

 Eine außerordentliche Vorbereitung auf die neuen Aufgaben in dem großen Pharmaunternehmen ist auch die „Transferaufgabe“, die alle Teilnehmer zu leisten haben. Mit den Methoden, die Schäfer und die anderen Seminarteilnehmer im Laufe des halben Jahres lernen, bewältigen sie parallel ein Projekt aus der eigenen Berufspraxis. Schäfer optimiert einen Fertigungsprozess für seinen neuen Arbeitgeber.

„Die Wochenenden sind machbar, der Transfer ist ein Brocken“

Die 20 Stunden Seminararbeit an jedem Präsenzwochenende seien „schon fordernd“, sagt Schäfer, „aber es ist machbar“. Dagegen räumt er ein: „Das ingenieurwissenschaftliche Transferprojekt von 60 Seiten ist schon ein Brocken. Den hatte ich so nicht auf der Rechnung. Doch am Ende wächst alles zusammen: Das neue Wissen aus dem Qualifikationsseminar und das Transferprojekt.“ 

„Projektmanagement ist ein eigener Beruf"
Monique Apel Absolventin im Programm Projektmanagement

Monique Apel: „Die Weiterbildung an der UNIKIMS hat meine Methodenkompetenz deutlich gestärkt“

„Rückblickend habe ich schon als Berufseinsteigerin im Projektmanagement gearbeitet“ sagt Monique Apel, eine erfolgreiche Managerin, die ursprünglich aus der Logistikbranche kommt, und die Weiterbildung im Projektmanagement an der UNIKIMS absolviert hat: „Projektmanagement gab es zur Zeit meines Berufseinstiegs noch nicht nach dem heutigen Verständnis von Projekten. Die Weiterbildung an der UNIKIMS hat auf universitärem Niveau meine Methodenkompetenz deutlich gestärkt und mir größere Sicherheit im Umgang mit Fachbegriffen vermittelt.“

Monique Apel hat das sechsmonatige Weiterbildungsseminar in Projektmanagement belegt, und es war für sie die richtige Entscheidung: „Die inhaltliche Orientierung des Seminars an einem universitären Abschluss fordert zum freien Denken heraus und der Austausch mit den anderen Seminarteilnehmern aus unterschiedlichen Branchen ist eine Bereicherung.“

Früher wurden die Aufgaben einfach draufgesattelt“

Monique Apel stammt aus einer Unternehmerfamilie. Die Eltern waren in der Logistikbranche, und schon als Jugendliche lebte die Tochter in den Prozessen und Projekten des Familienbetriebes mit. Nach dem Abitur lernte sie den Beruf der Speditionskauffrau und arbeitete bei einem internationalen Transportlogistiker. Zu den Projekten, die sie neben ihren regulären Aufgaben bewältigte, gehörten zum Beispiel die Einführung eines neuen IT-Systems, der Umbau eines Bürogebäudes und die Einführung der LKW-Maut. All die Aufgaben wurden irgendwie „draufgesattelt“ und Monique Apel bewältigte sie, wie sie im Rückblick sagt, „intuitiv“.

„Zertifizierte Projektmanager sind gesucht“

Nach 14 Jahren in der Spedition und davon vier Jahre als Geschäftsführerin war es für Monique Apel „Zeit für Neues“. Sie wollte Projekte verstehen und ihre Umsetzung methodisch fundiert leiten. Denn sie wusste: „Zertifizierte Projektmanager sind gesucht und es handelt sich um eine spannende und abwechslungsreiche Arbeit“.

„Die UNIKIMS hat einfach einen guten Ruf“

Aus der Zeit als Geschäftsführerin in der Mobilitätswirtschaft war ihr in der Kooperation mit dem Regionalmanagement Nordhessen und dessen Mobilitätsnetzwerk Mowi-Net auch die UNIKIMS schon begegnet. Monique Apel hält es für einen „sehr guten Gedanken“, dass Wirtschaft und Wissenschaft in der universitären Weiterbildung kooperieren. Auch das Urteil aus der Wirtschaft - von Absolventen der wissenschaftlichen, berufsbegleitenden Weiterbildung an der UNIKIMS - hatte sie überzeugt: „Die UNIKIMS hat einfach einen guten Ruf.“

„Ich würde heute anders an manche Projekte herangehen“

Im Rückblick auf ihr eigenes Handeln ist Monique Apel zum Ende der Weiterbildung erstaunt und zufrieden: „Ich habe in der Vergangenheit mehr richtig gemacht, als ich mir zugestanden hatte. An manche komplexe Projekte würde ich heute anders herangehen, etwa bei einem großen IT-Projekt mehr Ressourcen einfordern, oder es ablehnen. Und die Fehler, die mir passierten, waren normal. Sie waren im Rahmen eines Projektmanagements ganz normal.“ 

„Das Projektmanagement bringt einen qualitativen Schub“

„Wichtig“, schildert Monique Apel eine Erkenntnis, die nach eigenen Worten im Seminar gereift ist, sei die „Akzeptanz“ des Projektes in einem Unternehmen: „Früher sind diese Projekte mitgelaufen. Ihr Management wurde nicht als eigenständige Leistung und Aufgabe angesehen. Die Projekte liefen nebenher oder wurden obendrauf gesetzt, und es war schwer, Leute aus einer anderen Abteilung einzubinden. Heute wird im Idealfall nicht mehr abteilungsbezogen gedacht, sondern das Projekt wird als eigene und abteilungsübergreifende Aufgabe behandelt, und es zu managen ist ein eigener Beruf.“ Die neue, umfassende Betrachtung der Aufgabe bringe den Unternehmen und der Arbeit in ihnen einen „qualitativen Schub“, sagt die Managerin.

„Nach dem Projekt ist vor dem Projekt“
Michael Petzi Absolvent im Programm Projektmanagement

Michael Petzi fordert als Ingenieur Selbstkritik, Ehrlichkeit, Konsequenz sowie die besten Methoden und Werkzeuge im Projektmanagement

„Wer Projekte professionell managen möchte, ist hier gut aufgehoben“, sagt Michael Petzi über die Qualifizierung im Projektmanagement. „Nach einem halben Jahr und einer umfangreichen Transferarbeit der neu erlernten Methoden auf das eigene Industrieprojekt, werde ich Projekte vielleicht nicht schneller und kostengünstiger abwickeln“, sagt der Diplom Ingenieur, „aber ich werde mit weniger Stress und weniger Chaos gemeinsam mit allen Beteiligten besser ans Ziel kommen und dabei nicht mehr getrieben sondern antreiben“.

Petzi ist Mitte dreißig und arbeitet in der Pharmaindustrie. Weil sich der Markt für die segensreichen Medikamente rasch vergrößert und damit Leid auf der ganzen Welt gelindert wird, wachsen die von ihm betreuten Investitionsprojekte in früher ungeahnte Dimensionen. Aus einer Million Euro wurden fünf bis zehn Millionen Euro Investitionssumme. Bald darauf waren 50 Millionen Euro erreicht und auch diese Summe könnte sich demnächst  verfünffachen. Ingenieurtechnisch mag dies rein fachlich alles zu bewältigen sein, „aber im Projektmanagement reichen die Werkzeuge, mit denen wir die kleinen Projekte gestemmt haben, nicht mehr für die großen Projekte aus“, sagt Petzi: „Methodisch habe ich bisher recht wenig gebraucht. Ohne zusätzliche Werkzeuge, die zu diesem Umfang passen,  verzettelt man sich schnell in fachlichen Details.“

Das mag dramatisch klingen. Aber: Wer in einem anspruchsvollen Projekt in einer Doppelrolle als Fachmann und Projektleiter eingebunden ist, fixiert den Blick vielfach zu eng auf die konkrete technische Herausforderung.

„Wer zu sehr am Detail arbeitet, verliert den Überblick“

Darum legt Petzi den Finger in die Wunde: „Wer zu sehr am Detail arbeitet verliert das Übergeordnete aus den Augen.“ Dann wachse die Unsicherheit: „Ist das alles noch zu schaffen?“ Der Blick in den Terminplan hilft in dieser Lage auch nicht immer weiter. Denn der wird womöglich von einem Fachfremden geführt, einem Controller oder IT-Spezialisten, der vom Metier des Ingenieurs keine Ahnung hat. „Dann ist es schwer, einen ehrlichen Projektstatus zu ermitteln, insbesondere wenn die Fragen nicht klar genug den Sachverhalt treffen, weil ihn der Fragende fachlich nicht ausreichend beurteilen kann.“

Transparenz für alle wider die E-Mail-Flut

Petzi hat aus seinen Erfahrungen in der Praxis schon gelernt. Er verwendet zum Beispiel neue Softwaretools. Anstatt die Daten auf einem „Projektlaufwerk“ mit begrenztem Zugriff der Projektbeteiligten abzuspeichern, werden die Informationen in einer zentralen Datenbank hinterlegt, auf die auch Lieferanten und Subunternehmer von extern zugreifen können, damit gar nicht erst eine E-Mail-Flut zum Tsunami anschwillt, in der sich die aktuellsten Versionen überholen und alles am Ende auseinanderdriftet.

Termine zum Rapport gehören dazu

Ergänzt werden die Informationen um persönliche Termine, in denen auch Lieferanten zum Rapport gebeten werden. „Nicht zuletzt müssen wir auch die Kosten im Vergleich zum Projektfortschritt laufend im Blick behalten“, sagt Petzi. Er weiß, „dass wir im Projektabschluss noch sorgfältiger werden müssen, denn nach dem Projekt ist vor dem Projekt.“

Die Projektmanager lernen im Seminar von den anderen

Gut gefällt Petzi der in dem Programm vermittelte Überblick, was die anderen machen. „Am meisten habe ich von den Freunden aus der Logistik gelernt, denn die müssen mehr aufs Geld achten.“ Petzi stellte aber auch fest, „dass es vieles gibt, was auch bisher schon richtig lief. „Etwa bei der Budgeterstellung und ‑überwachung dachte ich früher: Wer hat sich das System denn ausgedacht? Jetzt sind mir die Hintergründe klar und ich mache mehr aus all den Daten und Informationen.“ Die Unternehmen, für die und mit denen Petzi arbeitet, werden es zu spüren bekommen. 

„Ich trage Wissen zurück ins Unternehmen“
Bernd Burkhardt Absolvent im Programm Projektmanagement

Bernd Burkhardt lernt in der wissenschaftlichen Weiterbildung an der UNKIMS unmittelbar für Projekte im europäischen Logistikmarkt.

In einem europaweit agierenden Logistikunternehmen ist der 29 Jahre alte Betriebswirt und Kulturwissenschaftler für unternehmensübergreifende Projekte im Bereich Kommunikation und Marketing tätig. Aus dem wissenschaftlich fundierten Weiterbildungsseminar im Projektmanagement der UNIKIMS „nehme ich mir laufend Wissen und Impulse mit und übertrage sie in meine tägliche Arbeit.“

„Das Feedback der anderen Kursteilnehmer ist extrem wertvoll für mich“, sagt Bernd Burkhardt. „Mit dem Seminar an der Universität Kassel erhalte ich neue Denkanstöße und Methoden für Projekte in seinem Unternehmen.“ „Ja“, antwortet Burkhardt, mit dem universitären Qualifikationsangebot sei er zufrieden: „Ich trage Wissen zurück ins Unternehmen.“

„Weiterbildung ist eine wertvolle Bereicherung“

Die Teilnahme an dem Seminar an der Universität Kassel qualifiziere ihn auch aus der Sicht seines Unternehmens zum Arbeiten in großen und komplexen Projekten. „Eine wissenschaftlich fundierte Weiterbildung ist darum eine wertvolle Bereicherung für mich.“

„Ständig in Projekten, ohne es zu wissen“
Leslie Risch Absolventin im Programm Projektmanagement

Leslie Risch bedenkt nun das große Ganze, statt sich von Termin zu Termin zu hangeln.

„Im Beruf hatte ich bisher ständig mit Projekten zu tun, manchmal unbewusst.“ Das sagt Leslie Risch. Jetzt weiß es die 26 Jahre alte Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin besser. Denn in der wissenschaftlichen, berufsbegleitenden Qualifizierung im Projektmanagement an der UNIKIMS, der gemeinsamen Management School der Universität Kassel und hessischer Unternehmen, hat sie sich mit Methoden und Konzepten auseinandergesetzt. Nach einem halben Jahr mit sechs Präsenzwochenenden an der Universität setzt sie Strukturen – anstatt immer wieder von neuem ins kalte Wasser zu springen.

Leslie Risch studierte Soziale Arbeit. Sie arbeitete für zwei Jahre auf dem Kinder- und Jugendbauernhof in Kassel als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin. „Mein erstes Projekt als Projektleiterin“, sagt die junge Frau, „war mein Bienenprojekt“. Sie führte Kinder an das Imkern heran: „Ich wurde ins kalte Wasser geworfen mit dem Bienenprojekt. Bald wird es erfolgreich abgeschlossen“ Doch nach der Teilnahme an dem Seminar der UNIKIMS ist Leslie Risch einiges klarer, denn „ich habe die Methoden und Phasen zur Strukturierung eines Projekts erst jetzt richtig kennengelernt.“ Sie habe sich bisher „von Termin zu Termin gehangelt, um Schritt für Schritt anzugehen, anstatt das große Ganze immer im Blick zu behalten“.

„Es gibt viele Methoden, um zum Ziel zu kommen“

 Heute würde sie den Projektauftrag von vornherein kritischer überdenken, sich vor der Umsetzung fragen: „Was möchten wir erreichen?“ Sie würde die Ziele anders definieren, diese regelmäßig überprüfen und abhaken, wenn sie diese Punkt für Punkt erreicht habe. Wichtig sei es, „dass man sich nicht verrennt“.  Das „Aha-Erlebnis“ in der wissenschaftlich fundierten Weiterbildung sei es gewesen, „dass ich mit vielen Methoden zum Ziel kommen kann, ich lernte und übte von den vielen vermittelten Methoden die richtigen für die jeweilige Aufgabe auszuwählen und einzusetzen. Gute Projektarbeit ist nicht nur das Abhaken von Listen, sondern ein dynamischer Prozess der richtig Spaß machen kann. Besonders hebt sie die tolle Atmosphäre während den Präsenz Wochenenden heraus. „Wir konnten die Methoden und Techniken gleich erproben und ich war vom Ergebnis oft sehr überrascht“.

„Es klingt einfach, ist es aber nicht“

Ihr nächster Plan, den Leslie Risch schon lange mit sich trägt, gewann durch die Qualifikation im Projektmanagement an der UNIKIMS an Kontur. Leslie Risch, die unterdessen ihr zweites Studium in ökologischer Agrarwissenschaft absolviert ,möchte ihre eigene Landwirtschaft mit einer Rinderzucht, der Vermarktung an Gastronomen und Angebote für Kinder und Jugendliche über natürliche Kreisläufe aufbauen. Sie werde sich Ziele und Nicht-Ziele für dieses Projekt definieren. Sie wolle wirtschaftlich arbeiten und ihr Umfeld einbeziehen. „Das klingt sehr einfach“, sagt die Tochter von Landwirten, „ist es aber nicht. Wirtschaftlich zu arbeiten ist es ein hohes Ziel.“ Mit den Werkzeugen aus der Qualifizierung im Projektmanagement kommt sie ihrem Ziel näher. 

„Ich muss Organisation erfahren, um sie zu verstehen“
Sabine Soldner, Organisationsberaterin des Senior Managements und des Vorstandes der SMA Solartechnology AG, Absolventin Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung

„Wer mit Organisationen arbeiten will, der braucht ein solches Studium. Ich empfehle das berufsbegleitende Masterstudium an der UNIKIMS. Definitiv“, sagt Sabine Soldner. „Begeistert hat mich der Aufbau“, von der Person über die Gruppe schließlich die Organisation zuerst zu erfahren und dann zu verstehen. Mit dem Studium, sagt Sabine Soldner, habe sie nicht ihr Wissen und Können um eine weitere Dimension ergänzt, sondern sie sei in einen neuen Beruf hineingewachsen. Während der drei Jahre des Studiums entwickelte sich Sabine Soldner von der Personalreferentin, die Führungskräfte in einem stark expandierenden internationalen Konzern beraten hat, zur Organisationsberaterin des Senior Managements und des Vorstandes. Der Konzern, die SMA Solartechnology AG, bewältigte in dieser Zeit eine tiefe, Existenz bedrohende Krise, in die er wegen grundlegender Veränderungen auf seinem Weltmarkt der Erneuerbaren Energien geraten war, mit einem fundamentalen Umbau seiner Organisation. Der Konzern ist heute flexibler als zuvor, hat die Ertragswende geschafft und seine Exportquote auf mehr als 90 Prozent gesteigert.

Von der Beschäftigung mit Menschen zur Beschäftigung mit Systemen

Sabine Soldner war zunächst Sozial-Pädagogin im Dienst des Diakonischen Werks Kassel, arbeitete etwa zehn Jahre mit Kindern, Familien und Paaren sei es auf dem Abenteuerspielplatz oder in der Erziehungsberatung. Mit den Jahren stellte sie fest, dass ihr therapeutisches Wissen über Menschen und insbesondere über Kinder fehlte. Über fünf Jahre bildete sie sich parallel zum Beruf zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin weiter. Das bedeutete berufsbegleitend Theorie und Praxis der Psychotherapie zu erlernen und zu erwerben, Selbsterfahrung zu sammeln und selbst unter Supervision analytisch zu arbeiten. Nun beschäftigte sich Sabine Soldner zwar umso kompetenter mit dem einzelnen Menschen, nahm aber zugleich die Gruppen und Systeme in den Blick, in denen die Individuen leben und agieren. Sie empfand ein leises Gefühl in sich, dass die Beschäftigung mit Systemen ein spannendes nächstes Ziel sein konnte.

Als Therapeutin in den großen Konzern statt in die eigene Praxis

Eigentlich wollte sie sich damals, am Anfang dieses Jahrzehnts, mit einer Praxis als Therapeutin niederlassen. Doch ihr früherer Chef aus der kirchlichen Einrichtung war als Leiter der Abteilung Human Ressources zu einem stark wachsenden Unternehmen aus der Solarbranche gewechselt und bot Sabine Soldner die Mitarbeit an. Die Pädagogin und Therapeutin folgte ihrer Neugier. Einmal in dem Konzern angekommen, in dem das enorme Wachstum von einem unglaublichen Enthusiasmus der Mitarbeiter getragen wurde, während sich die Bedingungen am Weltmarkt schon zu wandeln begonnen hatten, „war ich mit meinem Blick auf den Menschen gut beraten, auch auf die Systeme zu schauen und die Defizite des schnellen Wachstums zu erkennen“. Denn, wenn etwas schnell wachse, „dann geht das irgendwie“, weil engagierte Mitarbeiter die strukturellen Mängel durch ihren Einsatz ausglichen, aber es gehe zu viel Energie in den nicht ans Wachstum angepassten Strukturen verloren.

„In Kassel ist vieles besser als an anderen Universitäten“

Sabine Soldner sah die Veränderungen auf sich und ihren Arbeitgeber zukommen und fasste den Entschluss, sich mit Organisationsentwicklung zu befassen, „denn ich versuchte zu verstehen, was an meinem Arbeitsplatz vor sich geht“. Im Internet suchte Sabine Soldner nach einer passenden Ausbildung und stieß auf den Masterstudiengang in MBO an der UNIKIMS. Mit der Kasseler Universität hatte sie im Erststudium „sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Sabine Soldner: „Vieles war besser als an anderen Universitäten und Fachhochschulen.“ Am Masterstudiengang in MDO reizte sie sogleich der Aufbau, der von der Person über die Gruppe zur Organisation führt, und sie hatte das Gefühl, mit ihrem Erfahrungswissen und aus der beruflichen Situation heraus sogleich ans neue, berufsbegleitende Studium anschließen zu können, denn im Unternehmen stieß sie mit ihrem Wissen, das auf Individuen ausgerichtet war, an Grenzen. Das war 2012.

Lernen durch Erfahrung in drei Dimensionen: Mensch, Gruppe und Organisation

Entscheidend für den Erfolg dieses Studiums ist für Sabine Soldner, dass zunächst die Erfahrung der eigenen Person, die Erfahrung von Gruppe und schließlich von Organisation den Weg zum Wissen eröffnet. Unvergessen ist Sabine Soldner die Zeit im „Organisationslabor“ in Klagenfurt gegen Ende des Studiums, wo bis zu hundert Menschen versuchen, ohne Vorgaben oder eine vorhandene Organisation sich selbst zu organisieren. Dort hat Sabine Soldner als Teil der Gruppe erlebt, „wie sich Menschen organisieren, wenn sie es müssen, und wenn sie keine andere Wahl haben. Wenn eine Organisation fehlt, dann wird man organisiert, in dem man Organisation gestaltet.“ Dort hat Sabine Soldner durch Erfahrung gelernt, „sich manchmal herauszunehmen als Individuum, damit Organisation überhaupt gelingen kann. Der Mensch verschwindet in der Gruppe, die Gruppe wiederum in der Organisation. Mensch und Gruppe werden unwichtig in der Organisation. Die Organisation ist das Monster, das alle frisst, und die dennoch nicht ohne Menschen und Gruppe existieren kann. Dies einmal selbst am eigenen Leib und mit der eigenen Psyche zu erfahren, das ist die Voraussetzung für das Verstehen.“

Von den Dilemmata des Einzelnen in Gruppen und Organisationen

Sabine Soldner weiß nun auch mehr und mehr aus eigener Erfahrung um die Dilemmata, in denen Einzelne, aber auch Gruppen sich aufbäumen, sich wehren und sich vielleicht am Ende verzweifelnd der Organisation und ihren Zwängen fügen. Sie nennt ein Beispiel. In einem Unternehmen kommen die Gruppenleiter zu einem Gespräch zusammen. Ein jeder nimmt sich vor, dass er die Interessen seiner Gruppe einbringen will. Im Gespräch erkennen die Gruppenleiter, dass die anderen ebenso handeln. Einer von ihnen merkt, dass er nicht alles, was seine Mitarbeiter von ihm erwarten, durchsetzen kann, ist aber am Ende des Gesprächs stolz, unter den gegebenen Umständen so viel erreicht zu haben. Er fühlt sich als Gewinner, als er seiner Gruppe die Ergebnisse erläutert. Den Mitgliedern seiner Gruppe aber fehlt die Erfahrung aus der Gruppenleitersitzung. Sie sehen ihren Chef als Verlierer. Weil er für seine Leute gestritten und den Konflikt mit den anderen Chefs eingegangen ist, ist er nun womöglich auf allen Ebenen isoliert. „In der Organisation geht es nicht um die einzelne Person“, folgert Sabine Soldner. Es gehe um Funktionen und um die damit einhergehende Dialektik. Dem Gruppenleiter aus dem Beispiel könnte es helfen, wenn er genau das verstanden habe.

„Kommunikation muss das Verstehen ermöglichen“

In Unternehmen, sagt Sabine Soldner, werden Entscheidungen von oben häufig nicht verstanden, obwohl auf jeder Stufe versucht wird, alle Interessen zu bündeln. Es kommt darauf an, das System und seine Komplexität zu verstehen. Mit jeder Stufe müsse Kommunikation etwas Anderes leisten. Kommunikation sei mehr als eine sachliche Information, sondern „sie muss das Verstehen ermöglichen“. Dazu fühlt sich Sabine Soldner nun besser als früher in der Lage. Denn sie arbeitet mehr mit Fragen: „Das Arbeiten über Fragen ist das, was der Studiengang ermöglicht hat. Ich möchte nicht Antworten finden, sondern Fragen stellen. Ich könnte Antworten geben, aber meine Aufgabe ist es, Verstehen zu erzeugen, indem wir die Fragen gemeinsam beantworten und daraus die Schlüsse ziehen. Die Voraussetzung für das Verstehen aber ist die Erfahrung.“

„Ich kann Einfluss nehmen in einer Gruppe“
Gabi Sieg, Kulturmanagerin aus Dresden, Absolventin Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung

„Gruppen“, sagt Gabi Sieg, „geben viele Rätsel auf“. Mal sei sich eine Gruppe einig, sagt die Leiterin einer Non-Profit-Bratungs- und Kulturorganisation für Frauen in Dresden, dann sage nur eine Person etwas, und die gesamte Gruppe drehe sich. Andere Menschen aber würden in derselben Gruppe völlig übersehen. Um diese Zusammenhänge zu verstehen, entschied sich Gabi Sieg für den Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung. Kurz vor der Masterarbeit sagt sie: „Ich trete deutlich sicherer auf, ob in der eigenen Gruppe oder gegenüber meinem Vorstand. Vor allem bin ich deutlich gelassener, da ich die Dinge besser verstehe. Ich kann Einfluss nehmen auf die Prozesse in einer Gruppe.“

Den Weg dorthin zu gehen, ist nicht einfach, denn er hat viel mit Selbsterfahrung zu tun, doch Gabi Sieg beugt vor: „Es geht hier nicht um Therapie!“ Seit dem Mauerfall engagiert sich Gabi Sieg in der basisdemokratisch organisierten Beratungs-, Bildungs- und Kulturarbeit für Frauen und hat es seither mit der Arbeit in Gruppen zu tun. Sie beschreibt sich als Leiterin der Einrichtung und als Kulturmanagerin. Zunächst erlangte sie an der Fernuniversität Hagen das Diplom in Kulturmanagement. Dann wollte sie, weil sie in ihrer Arbeit für Gruppen verantwortlich ist, Konflikte besser verstehen und schloss ein Studium der Mediation und des Konfliktmanagements an der Viadrina in Frankfurt / Oder an. Im Verlauf dieses Studiums stieß sie in der Literatur auf Prof. Dr. Ewald Krainz mit seinen Beiträgen zu Organisationen und Gruppendynamik. Krainz, der in Klagenfurt und Kassel lehrt, führte Gabi Sieg mit seinen Arbeiten zum Masterstudiengang MDO nach Kassel. Der trocken-schwarze Humor der aus Österreich stammenden Professoren Karin Lackner und Krainz, in den die Wahrheiten nicht in Sanftheit eingeschlagen werden, habe sie angesprochen. Es habe ihr vom ersten Tage an gefallen.

Kluge Bemerkungen statt dicker Bücher

Denn um Wahrheiten geht es in dem Studiengang. Die Studenten lernen durch Selbsterfahrung am eigenen Leib. Das beschreibt Gabi Sieg ebenso wie andere Absolventen des Masterstudiengangs: „Ich musste mich noch nie so stark mit mir selbst auseinandersetzen, nicht therapeutisch, aber allein schon, um meinen Standpunkt in der Gruppe einzubringen, auch wenn die anderen die Augen verdrehten.“ Es gebe wenig schriftliches, sei es zum Lesen oder zum selber Verfassen, aber dafür regten die Professoren mit ihren Bemerkungen umso mehr zum Nachdenken an. Bereichernd sei auch die Heterogenität der Gruppe mit Teilnehmern im Alter von 30 bis 60 Jahren, aus Profit- und Non-Profit-Organisationen. In dem Studiengang lerne man zunächst, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und dann mit der Gruppe. „Man lernt, wie man selber auf andere wirkt, und man übt, auf eine nicht verletzende Art eine Rückmeldung zu geben. Das braucht man als Führungskraft“, sagt Gabi Sieg.

Selbsterkenntnis, um das Gefühl von Ohnmacht zu überwinden

Was viele Menschen belaste, sei das Ohnmachtsgefühl, keinen Einfluss zu haben, denn ob man etwas sage, oder auch nicht, es ändere sich doch nichts. Im Masterstudiengang MDO lerne und übe man, gehört zu werden, zum Beispiel auf freundliche oder humorvolle Weise. Man lerne, die Gruppe zu beobachten, was in dieser „in“ sei, um sich an der richtigen Stelle und am richtigen Ort Gehör zu verschaffen. Langweilig ist es Gabi Sieg in dem Masterstudiengang „niemals“ geworden.

„Ein intensives Studium. Man braucht Mut. Aber der Lohn könnte größer nicht sein.“
Bertram von Czettritz, Jungunternehmer, Absolvent Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung

Bertram von Czettritz (34): Jungunternehmer mit internationaler Erfahrung findet an der UNIKIMS die ideale Ergänzung zu seinem 2009 abgeschlossenen Master-Studium an einer internationalen Business School. Im Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung kann er jetzt gezielt seine Talente schulen.

„Die Arbeit ist wirklich intensiv. Mal fließen auch Tränen. Man braucht Mut. Aber der Lohn könnte größer nicht sein“, sagt Bertram von Czettritz über seine selbst gewählte Herausforderung: Er hat sich für den berufsbegleitenden Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung (MDO) qualifiziert, um sich als Organisationsberater zu entwickeln.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Ecole Superieur de Commerce de Paris (ESCP) in London, Paris und Berlin stieg von Czettritz 2009 in die Zürcher Gründerszene ein. Erst baute er einen innovativen Recruiting Marktplatz für Unternehmen und Personalberater auf, später leitete er ein Gründerzentrum für Social Entrepreneurship und beriet andere Start-Up Gründer bei Ihrem Aufbau und Wachstum. Aktuell - mit 34 Jahren – entwickelt er eine Manufaktur für exklusive Designobjekte: BVCZ Lichtdesign – Manufaktur für Unikate (Fehler! Linkverweis ungültig.

Von den Widersprüchen zwischen Mensch und Struktur

Von Czettriz entdeckte schon früh sein Interesse an Menschen, Systemen und Organisationen - dem Zusammenwirken und den Widersprüchen zwischen Mensch und Struktur. Er stellte fest: „Es gibt fast überall Potential, jedoch kann auch echt viel schieflaufen – und das ist ganz normal“. Er beobachtete, wie Unternehmen stagnieren oder scheitern, weil Gründer nicht abgeben können, wie Führungskräfte und mit ihnen die Teams unter stetig steigendem Stress über ihre Grenzen gehen müssen. Zentral dabei war stets die Herausforderung, die Wachstum und Veränderungsdruck für eine Organisation, ihre Menschen und ihre Kultur bedeutet und eben wie damit umgegangen wird.

„Die Freude an der Arbeit mit Menschen ist ein sehr starker Motivator“

Er entdeckte sein Talent, das Gespür für Menschen und Situationen, und zugleich seine Gabe, Zusammenhänge zu erkennen und daraus Strukturen und Veränderungen abzuleiten. Ein großes Interesse und eine Freude an der Arbeit mit Menschen sind dafür die besten Motivatoren. Der Start-Up-Gründer spricht von einer schönen Art von Berufung, von einer Begabung, die er entdecken durfte, die man nicht erlernen, aber trainieren könne.

„Mit der Unikims habe ich genau die richtige Hochschule gefunden“

„In der UNIKIMS und dem Masterstudiengang MDO habe ich genau die richtige Hochschule gefunden, um meine eigenen Talente – aufbauend auf der Business School Ausbildung noch um eine wertvolle neue Kompetenz zu ergänzen.“ Die Chance zu haben, sein Talent in einem Dreiklang aus spannender Selbsterfahrung, „learning by doing“ in praxisorientierter Handlungspraxis und in der Spiegelung im „extrem heterogenen Personenkreis der anderen Studenten“ zu zu entwickeln ist dabei das was ihn absolut überzeugte. In Kassel studierten u.A. Regisseure, Psychologen, Pfarrer, Sozialpädagogen, Therapeuten und Familienunternehmer. Die Selbsterfahrung, sagt von Czettritz, sei ganz entscheidend und mit das wertvollste daran. Zugleich habe der Lehrstuhl das Wissen und die Erfahrung, unter den Studenten die Gruppendynamik, die jedes Zusammenleben von Menschen prägt, als Lernumfeld aufzubauen und als Teil des Curriculums zu etablieren. „Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Professoren, die ich echt bewundere!“

„Ich brauche kein Lehrbuch, sondern bin überzeugt: Ich finde die Lösung“

„Am Ende des Studiums werde ich kein Lehrbuch mit Lösungen brauchen, sondern werde wissen in welcher Form von Beratung ich persönlich arbeiten möchte. Ich werde bereit sein, in der Praxis herauszufinden, was getan werden kann, um mit Organisationen die passenden Lösungen zu suchen, zu entwickeln und umzusetzen“, sagt von Czettritz. Das mag banal klingen, ist es aber nicht, wie jeder nachvollziehen kann, der sich aussichtslos erscheinende Konflikte in Teams, Unternehmen oder auch in der Politik vor Augen führt.

„Die beste Vorbereitung auf einen Markt, der gute Berater dringend braucht“

Dafür, sagt von Czettritz, habe es sich mehr als gelohnt, durch das Studium eine „spannende persönliche Entwicklungsreise“ zu erleben. Er räumt ein: „Man muss sich selbst investieren wollen. Es gehört Mut dazu, das tolle und intensive Studium durchzuziehen. Man erfährt viel über sich, auch Dinge die man gerne verdrängt. Aber jeder Berater sollte seine eigenen blinden Flecken kennen, um mit anderen wirklich erfolgreich zu arbeiten.“ Wer zum Beispiel selbst ein Problem mit Authoritäten habe, müsse das eigene Problem kennen und angehen, um helfen zu können und die nötige Distanz zu halten. Viele, sagt von Czettritz, denken, sie seien ganz normal, haben den Überblick und seien Teamplayer. Trotzdem fuchse es viele, wenn der Chef etwas vorschreibe oder die immer schneller kommenden Veränderungen den einzelnen zunehmend verunsicherten. „Diese Konflikte sind normal, weil es nun mal viele Wiedersprüche gibt die auf uns einwirken. An solche Themen heranzugehen, lernt man praktisch in Kassel: Wie funktioniert das Umfeld? Um was geht es wirklich? Wann reagiert wer wie? Was sind die Auslöser von Konflikten, was die Reaktionen der Menschen darauf? Was könnte man künftig noch besser oder anders machen?“, lauteten einige Fragen. Mit Hilfe des Studiums gewann von Czettritz für sich eine professionelle Distanz, um anderen in kritischen Phasen und bei ihrer Entwicklung zu helfen. Er sieht darin die beste Vorbereitung auf einen Markt, in dem gute Berater gebraucht werden.

„Endlich lernen, was man schon immer tut.“
Thomas Döring, Maschinenbauingenieur in Führungsposition, Absolvent Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung

Thomas Döring ist Anfang 50, hat Familie und war als Maschinenbauingenieur mehr als ein Vierteljahrhundert beim Konsumgüterhersteller Procter & Gamble in internationalen Führungspositionen erfolgreich unterwegs. Jetzt studiert er berufsbegleitend ein weiteres Mal und schreibt an seiner Masterarbeit zu ‚Konzepten der Karriereberatung‘. An der UNIKIMS, der privaten Business-School der Universität Kassel und hessischer Unternehmen, hat er sich 2013 für den Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung (MDO) beworben, und lernt dort auf eine neue, systematische Weise, über das, was er seit Jahren als Teil einer Organisation erlebt. Der Maschinenbauingenieur spricht von einem „Studium, das ihn nochmal ganz anders auf mich als Mensch, Manager und auf meine Arbeit im Unternehmen blicken lässt“. Er habe ein halbes Berufsleben lang als Führungskraft gearbeitet, aber „jetzt habe ich einen anderen Blick auf mich und meine Organisation. Es ist, als ob man abwechselnd mittendrin ist und dann wieder mit Distanz von oben darauf schaut.“

Als Manager war ich immer damit befasst, Menschen, Teams und Organisationen zu entwickeln. Und hier ist ein Studiengang der mich in das Denken dahinter einführt und meine Neugier darüber befriedigt.“ Die Entscheidung zur Anmeldung war dann die Konsequenz.

„Es hat mich ganz schön gerüttelt“

„Zunächst einmal war ich überrascht, was auf mich zugekommen ist. Ich komme aus einem technischen Beruf, und es hat mich ganz schön gerüttelt“, berichtet Döring. Denn gelernt wird in mehreren Dimensionen. Zunächst lernte Döring über sein Selbstbild und dieses an der Gruppe zu spiegeln, denn „man muss selbst reflektiert sein, um zu wissen, wie man auf andere wirkt, wenn man in einer Gruppe wirken will“. Im Studium, sagt Döring, lernt man vor allem an sich selbst und an der Gruppe. Offenbar ist es für alle Studenten hart, wenn das Selbstbild mit der Wahrnehmung der anderen kollidiert. Im Vergleich zur Theorie und Praxis im klassischen Maschinenbaustudium beschreibt Döring den Masterstudiengang MDO als „Lernen und Erfahren am eigenen Leib“.

Die unersetzliche Erfahrung von Organisation am eigenen Leib

Döring berichtet vom Organisationslabor an der Universität Klagenfurt, das auch die Kasseler Studenten als Bestandteil des Studiums durchleben. Für etwa hundert Studenten aus unterschiedlichen Berufen und Ländern, mit unterschiedlichen Erfahrungen und in unterschiedlichem Alter, laute die Aufgabe, binnen einer Woche eine entscheidungsfähige Organisation zu entwickeln und abzubilden. Die 100 unterschiedlichen Charaktere müssen bis zum Ende der Woche einen Weg finden, wie sie eine Organisation bilden, die entscheidungsfähig ist. „Alle müssen sagen, ich stehe dahinter“, sagt Döring. Basisdemokratische Versuche scheiterten, weil 100 Menschen nicht alle gleichzeitig die Fülle ihrer auftretenden Konflikte miteinander aushandeln könnten. Aber auch autoritäre Modelle scheiterten. Aller lernen: Eine Organisation braucht Strukturen die schnelle Informationsverarbeitung ermöglicht, Konflikte lösungsorientiert aushandelt, Entscheidungen trifft und dabei alle ihre Mitglieder einbindet. Die daraus entstehenden Widersprüche und Konflikte „reflektieren im Studium alle Teilnehmer persönlich“ erzählt Döring. Die Lektion sitzt nachhaltig, und es war für Döring „spannend zu beobachten, welche Konzepte Menschen über Menschen und Organisationen mit sich herumtragen, sich selbst darin zu erleben und darüber zu reflektieren.“

Ein globales Netzwerk für High Performance Organisationen

Nach dem Studium beendet Döring seine Konzernkarriere als Führungskraft und fühlt sich als Berater gut qualifiziert. Döring hat sich mit Kollegen aus den Niederlanden und den USA, die er aus seiner langen Karriere kennt, und die bereits viele Jahre als Berater und Wissenschaftler in der Organisationsentwicklung arbeiten, zu einem globalen Netzwerk zusammengeschlossen, um am Thema ‚High Performance‘ Organisationen zu arbeiten und mit diesem Hintergrund zu beraten.

„Das Studium hat in jedem Fall meine Professionalität als Beraterin gestärkt.“
Dipl.-Ing. Karin Leven, M.A.Personal- und Organisationsentwicklung, Outdoortraining, Coaching, Absolventin Masterstudiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung

„Meine Wahrnehmung ist differenzierter, insbesondere der systemische sowie der gruppendynamische Blick auf Situationen, Teams und auf Organisationen hat sich geschärft. Außerdem habe ich an Selbststeuerungskompetenz als Beraterin gewonnen. Das gleichzeitige Wahrnehmen, sich selbst beobachten, agieren und intervenieren in der konkreten Beratungssituation habe ich trainiert. Nebenbei habe ich an Theorie-, Konzept- und Methodenkenntnis gewonnen.“

Die Organisation des Studiums an der UNIKIMS ist „unschlagbar“ für Berufstätige
Florian Pfeifer, Absolvent Studiengang Master of Public Administration

Florian Pfeifer widmete seine Abschlussarbeit zum Master of Public Administration dem „Reiz des Verbotenen“

Wenn es einen MBA, einen Master of Business Administration, in der Wirtschaft gibt, dann müsste es etwas Ähnliches doch auch für die öffentliche Verwaltung, die „Public Administration“, geben, dachte sich Florian Pfeifer. Da habe er erst einmal „losgegoogelt“ und recht schnell zwei Studiengänge gefunden, die „auf dem Papier sehr ähnlich“ waren: Einen bot die Hochschule für Polizei und Verwaltung in Wiesbaden an, den anderen die UNIKIMS. Florian Pfeifer entschied sich – „nach näherem Hinsehen“ - für Kassel: Das wissenschaftliche Angebot, insbesondere die Wahlangebote im Detail erschienen ihm besser, rechtliche Themen, die ihn reizten, wurden in Kassel intensiver abgedeckt, und vor allem bot die UNIKIMS einen universitären Abschluss mit der Berechtigung zur Promotion.

„An der UNKIMS läuft einfach alles bestens“

Florian Pfeifer ist ein Quereinsteiger in den öffentlichen Dienst. An der FH in Frankfurt hatte er Wirtschaftsrecht studiert. Ein Praktikum führte ihn zur Feuerwehr, was er nie erwartet hätte, aber es habe ihm so gut gefallen, dass er dort geblieben sei. Berufsbegleitend versuchte er einen Master of Laws (LL.M.) zu erreichen, aber die Themen waren zu weit entfernt von den Fragen der öffentlichen Verwaltung, die ihn nun interessierten, und es erschien ihm kaum leistbar, das Ziel des  LL.M. mit der notwendigen Ernsthaftigkeit zu verfolgen. Diese Studienangebote  seien wegen ihrer Organisation für Berufstätige „zeitlich kaum leistbar“. Das Studienangebot der UNIKIMS war dagegen „unschlagbar für Berufstätige wegen der Online-Vorlesungen durch Dozenten, die universitäres Niveau haben“. Die gesamte Studienorganisation und –beratung, der Bibliothekszugang und der Austausch mit Studenten, Dozenten und dem Management der UNIKIMS laufe online, und die Antworten kommen schnell: „Mit Frau Dr. Silke Vergara, die die Studenten in den Abläufen an der UNIKIMS betreut, läuft einfach alles sehr gut.“

„Meine Arbeitgeberin findet meine Qualifikation sehr gut“

„Meine Arbeitgeberin“, sagt Florian Pfeifer, „findet meine berufsbegleitende Qualifikation sehr gut. Sie hat sie auch finanziell unterstützt, und ich konnte mir während der Masterarbeit auch mal kurzfristig tageweise Urlaub nehmen.“ Generell sei die Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main offen für die Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Und die Stadt Frankfurt am Main habe doch auch etwas davon, dass er in Kassel berufsbegleitend studiert habe, sagt Florian Pfeifer, „denn ich habe ein anderes Denken gelernt“. Die Masterarbeit widmete Florian Pfeifer dem „Reiz des Verbotenen“. Das Thema entstand im Austausch mit seiner Chefin. Florian Pfeifer, der sich im Berufsalltag unter anderem mit Vergabeverfahren beschäftigt, lotete in der Masterarbeit das Verwaltungshandeln im Spannungsbogen zwischen Rechtmäßigkeit, gesundem Pragmatismus und Korruption aus. Aus dem Haus erfahre er die Rückmeldung, dass er sich in Fragen der Einhaltung und Abweichung von Regeln heute anders positioniere, dass sein Blick, beispielsweise auf die Beschaffung von Leistungen, strategischer geworden sei. Das ist Florian Pfeifer wichtig, denn die Anforderungen an die öffentliche Verwaltung änderten sich sehr. Verwaltung solle effizient sein, heiße es vielfach. Aber aus dem Grundgesetz lasse sich diese Forderung nicht ableiten. Die Verwaltung sei in erster Linie zur Erfüllung ihrer Aufgaben und zur Einhaltung von Recht und Gesetz verpflichtet. „Ich bin sehr nachdenklich geworden“, sagt Florian Pfeifer.

„Das Studium bei der UNIKIMS hat mich fachlich und menschlich sehr weit voran gebracht.“
Fabian Schütz, Absolvent Studiengang Master of Public Administration

„Ich möchte mich nochmals für das gute Studium und die gute Betreuung bedanken, wenn es auch schon mehr als ein Jahr mit dem Abschluss her ist, gleichwohl kann ich aber sagen, dass mich der MPA fachlich und menschlich sehr weit voran gebracht hat. Durch die Kombination von Präsenz- und Fernstudienzeiten war es mir möglich, meine alte Stelle bei meinem Dienstherrn voll auszufüllen, aber gleichzeitig auch ein vollwertiges Universitätsstudium zu absovieren. Seit Mai 2011 habe ich eine neue Stelle bei einem anderen Dienstherrn angetreten. Ich wechsele damit vom gehobenen in den höheren Dienst des Bundes. Ich kann nur jeder Kollegin und jedem Kollegen raten, den MPA an der Uni Kassel zu machen!“

„Meine Voraussetzung für den höheren Dienst“
Björn Grimm, Absolvent Studiengang Master of Public Administration

Björn Grimm erlebte „bewegte Zeiten“: Er baute mit seiner Frau ein Haus um, das Paar bekam ein Kind und der Vater qualifizierte sich an der UNIKIMS berufsbegleitend zum MPA 

Für Björn Grimm und seine Behörde hat sich der Einsatz gelohnt. Der stellvertretende Leiter der Abteilung Rehabilitation und Entschädigung in der Unfallkasse des Saarlands (UKS) wollte vor allem mehr über Controlling, Personalmanagement und Projektmanagement erfahren. Im Masterstudiengang in Public Administration (MPA) an der UNIKIMS, wurden seine Erwartungen erfüllt: „Man sieht jetzt vieles noch aus einem anderen Blickwinkel. Und das Studium zeigte mir, dass wir Projekte so durchführen, wie man es unter Berücksichtigung der Lerninhalte nicht machen sollte.“  

Die Kolleginnen berichteten vom Erfolg an der UNIKIMS

Björn Grimm hatte 1998 in der UKS begonnen und sich an der privaten Hochschule für die gesetzliche Unfallversicherung in Bad Hersfeld zum Diplom Verwaltungswirt (FH) qualifiziert. 2011 stieg er in seine gegenwärtige Position auf. Damals berichteten ihm zwei Kolleginnen, die sich zum MPA qualifiziert hatten, von ihrem erfolgreichen Studium an der UNIKIMS. Lust zu einem weiteren Studium hatte Björn Grimm durchaus, doch er fragte sich – und seine Frau -, ob er das wohl alles nebenbei schaffen würde? Die Frau sagte: „Wir beißen die Zähne zusammen“, und Björn Grimm begann mit 35 Jahren das Masterstudium. Es wurde für ihn zu einer „bewegten Zeit“. Denn die Ehepartner kauften unterdessen ein Haus, bauten es um und bekamen ein Kind.

„Vier Präsenzphasen im Jahr reichen aus“

Vom Studienablauf her, sagt Björn Grimm, sei alles zu schaffen gewesen, denn das Studium sei gut strukturiert und die vier Präsenzphasen im Jahr reichten aus. Aber die volle Berufstätigkeit, das Haus und das Familienwachstum alles zur selben Zeit unter einen Hut zu bringen, sei nicht leicht gewesen: „Für den, der ledig ist, und nur seinen Job hat, ist das gut machbar.“ Zudem war Björn Grimm „ einer der ältesten“ unter den Studenten und habe manches anders gesehen als die jüngeren Kommilitonen: „Man steht tiefer im Leben als die anderen, die gerade ihren Bachelor gemacht und ein oder zwei Jahre im Beruf gearbeitet haben.“

Das Studium offenbart die Fehler der eigenen Behörde

Gern hätte Björn Grimm noch mehr über Personalmanagement erfahren. Aber er wisse, dass dieses Thema heute noch umfassender im Kasseler MPA-Studiengang behandelt werde. Viel habe er im Controlling gelernt und im Projektmanagement. Im Rückblick auf die Einführung der E-Akte erkannte Björn Grimm, wo seine eigene Behörde Fehler begangen hatte. „Ich habe das Studium im Wesentlichen für mich gemacht“, sagt der Saarländer: „Die UKS ist ein kleines Haus, und es gibt größere Häuser mit mehr Möglichkeiten in Deutschland. Aber auch ich habe neue Möglichkeiten, denn mein universitärer Abschluss, über den ich nun verfüge, ist die Voraussetzung für den Aufstieg in den höheren Dienst.“

„Der MPA an der UNIKIMS ist genau auf die Bedürfnisse der Berufstätigen zugeschnitten“
Annika Krellmann, Absolventin Studiengang Master of Public Administration

Anika Krellmann: „Auch persönlich entwickelt man sich gut weiter“

Anika Krellmann suchte einen universitären Studiengang, in dem sie ihren Schwerpunkt auf E-Government und Organisationsfragen legen konnte, um sich neben ihrer 41-Stunden-Woche in der Stadtverwaltung von Hamm berufsbegleitend zum Master of Public Administration zu qualifizieren. Unter einer Handvoll Hochschulen, deren Angebote sie in die nähere Wahl zog, entschied sie sich für den Studiengang der UNIKIMS. Vor eineinhalb Jahren schloss sie ihr Studium ab und arbeitet nun als Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt). „Auch in meinem Bekanntenkreis haben sich noch viele für den universitären Studiengang an der UNIKIMS entschieden“, berichtet Anika Krellmann.

Kommunales Management im Zentrum des Studiums

Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst von 2007 bis 2010 eine duale Ausbildung mit Praxisphasen in ihrer Einstellungsbehörde, der Stadt Hamm. Dazu gehörten auch Ausbildungsphasen an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes NRW in Münster. Danach arbeitete sie etwa eineinhalb Jahre in der Zentralen Beschaffung und „mich packte die Lust, mich noch weiterzubilden“. Sie interessierte sich für die Querschnittsthemen einer Verwaltung wie Personal, Organisation, E-Government, Finanzen und Betriebswirtschaft und suchte nach einem Studiengang, dessen Anbieter kommunales Management ins Zentrum stellte. Anika Krellmann musste nicht lange überlegen, um sich für Kassel zu entscheiden, denn sie suchte die Breite einer universitären Ausbildung und den Zugriff auf eine große Bibliothek. Zudem überzeugte sie die Organisation des Kasseler Studiengangs, der genau auf die Bedürfnisse der Berufstätigen zugeschnitten war: Sie musste zu lediglich vier Präsenzwochenenden im Jahr nach Kassel reisen. Den größten Teil der wissenschaftlichen Weiterbildung erarbeitete sie sich im Selbst- und im Online-Studium. Die Online-Sitzungen lagen meist am Freitag, wenn sie die Möglichkeit hatte, ihren Dienst auch schon mittags zu beenden.

Studien- und Hausarbeiten als Leistungsnachweis

Als Anika Krellmann dann im Studium war, lernte sie zudem zu schätzen, dass sie die Leistungsnachweise durch Studien- und Hausarbeiten erbringen konnte. Das Verfassen der Texte erfordert das eigenständige Durchdringen der Materie. Und die Studentin lernte – durch die doppelte Belastung in Beruf und Studium - viel über sich selbst: „Was schaffst Du noch?, lautete eine Frage, die ich mir häufig stellte. Persönlich entwickelt man sich unter diesen Anforderungen gut weiter.“ Das Lernen im Verlauf des Studiums sei „gut machbar“, aber die „drei Monate mit der Masterarbeit haben es in sich“.

Das Studium ist ein Erfolg für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Das Wissen aus dem Studium konnte Anika Krellmann im Beruf sogleich einsetzen: „Ich habe mit einem guten theoretischen Unterbau mein Wissen von der Fachhochschule vertieft und meine praktischen Themen aus der Stadtverwaltung von Hamm in Fragen der Organisation und der IT mit der Theorie verknüpft. Der Transfer ist gelungen.“ Anika Krellmann hat auch erfahren: „Man braucht den Rückhalt der Kommune, und die direkte Unterstützung durch die Führungskraft tut gut.“ Sie habe beides in Hamm erfahren. Dann werde das Studium zum Win-Win-Erfolg für beide Seiten. Das Engagement der Studenten aus den Behörden werde zwar von den meisten Chefs gelobt, sagt Anika Krellmann, aber die Unsicherheit in den Verwaltungen, welcher Studiengang der richtige sei und was genau diese Ausbildungswege alles böten, sei wegen der Vielzahl der Angebote spürbar. Anika Krellmann weiß, dass sie sich mit der UNIKIMS für den richtigen Partner entschieden hat. Schon in der bisherigen wissenschaftlichen Ausbildung sei ihr Netzwerk gewachsen, und seit sie in der KGSt arbeite, wachse es noch weiter hin zu Städten, Gemeinden, Landkreisen und auch Universitäten sowie Fachhochschulen. Zusammen mit dem Masterabschluss an der UNIKIMS „hält diese Kombi bestimmt auch noch für die Zukunft was Nettes bereit“, zeigt sich Anika Krellmann bereit für neue Herausforderungen.

MPA an der UNIKIMS: „Das war genau das, was ich machen wollte.“
Sabrina Obendorfer, Absolventin Studiengang Master of Public Administration

Sabrina Obendorfer durchdringt ihren Berufsalltag dank Studium „tiefer und intensiver“: „Noch mehr Arbeitgeber sollten sich für den Studiengang interessieren“

Sabrina Obendorfer gefällt ihre Arbeit gut bei einem großen deutschen Sozialversicherungsträger, „aber meine persönliche Motivation war es, weiter machen zu wollen, mich mit der Materie tiefer gehend zu befassen und mir durch einen Masterabschluss Chancen zu eröffnen“. Darum entschied sich die junge Frau zwei Jahre nach dem Bachelorabschluss ihres ersten verwaltungswissenschaftlichen Studiums für eine weitere Qualifikation. Sie verglich verschiedene Studiengänge bis sie eines Tages googelte, mit ein paar Begriffen ihre Wünsche umschrieb und auf den MPA-Studiengang der UNIKIMS stieß. „Da war mir klar: Das ist genau das, was ich machen will“, stellte Sabrina Obendorfer fest. 2014 begann sie den MPA-Studiengang. In insgesamt sechs Semestern wird sie ihn abschließen.

Nur vier Präsenzphasen: „Ich kann weiter voll arbeiten“

Das überzeugendste Argument für den Studiengang waren aus Sicht der Studentin die wenigen Präsenzphasen und das weitgehende Online-Studium. „Das ist einfach toll, denn ich kann weiter voll arbeiten“, sagt Sabrina Obendorfer, die sogar neben dem Studium und dem Beruf noch einer Nebentätigkeit an einer weiteren Hochschule nachging. Nur vier Mal im Jahr reist sie zu einem Präsenzwochenende nach Kassel. „Ein anderer Anbieter“, sagt sie, „hat immer freitags und samstags Präsenzphasen“. Freilich, räumt sie ein, dass in einem Online-Studium die Nähe zu den Kommilitonen nie so eng ist wie beim gemeinsamen Studium in einem Raum. Aber der Studiengang sei sehr gut organisiert: „Ich hatte noch nie ein Problem.“ Bei Fragen lasse die Antwort per E-Mail des Dozenten nicht auf sich warten. Gleichwohl weiß Sabrina Obendorfer: „Man muss halt dranbleiben an dem Studium. Es ist wie ein eigenes Projekt. Man lernt an sich selbst das Projektmanagement.“

Schnell wächst ein Netzwerk, das die Behörden verbindet

Vieles in ihrem Berufsalltag hat die Studentin durch das Studium schon besser, „tiefer und intensiver“ verstanden. Sie hat Zusammenhänge durchschaut. Auf die Frage, „wie läuft das E-Government, und wie weit ist meine eigene Behörde im Vergleich mit anderen“, beherrscht sie heute die umfassenderen, analytisch fundierten Antworten: „Ich habe grundsätzlich den besseren Blick auf das große Ganze, denn im Studiengang entsteht schnell ein Netzwerk mit Leuten aus anderen Behörden, und ich erfahre, wie die denken, arbeiten und entscheiden.“ Sabrina Obendorfer kennt nun neue Methoden, kann Probleme besser identifizieren sowie Analysen und Lösungswege empirisch belegen. Insbesondere die Beschäftigung mit empirischen Methoden, sowohl den quantitativen, als auch den qualitativen, war für sie von großem Nutzen.  Noch mehr Arbeitgeber aus der öffentlichen Verwaltung, sagt Sabrina Obendorfer, sollten sich für den Studiengang interessieren und ihre Mitarbeiter zur wissenschaftlichen Weiterbildung motivieren.

„Der MPA kann ein Instrument der Personalentwicklung sein“
Bürgermeister Malte Dahlhoff, Absolvent Studiengang Master of Public Administration

Bürgermeister Malte Dahlhoff spricht aus Erfahrung: „Wir müssen die persönliche, die berufliche und die akademische Entwicklung im Idealfall synchronisieren.“

„Der Studiengang zum Master of Public Administration (MPA) kann ein Instrument der Personalentwicklung sein, aber der Zeitpunkt des Studiums muss für das Individuum passen. Es ist wie beim Schmetterling: Der Cocon sollte sich öffnen, wenn der Schmetterling fliegen kann“, sagt Malte Dahlhoff. Er ist Bürgermeister von Bad Sassendorf bei Soest und hat selbst an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel, den MPA erworben. Jeder solle seine Potentiale nutzen, anstatt sie liegen zu lassen, aber der Rahmen müsse stimmen, um diese zur Entfaltung zu bringen. „Wir müssen die persönliche, die berufliche und die akademische Entwicklung im Idealfall synchronisieren“, sagt Dahlhoff. Vor allem Frauen rät er, die Familienphase mit einem Studium zu kombinieren. Zuvorderst aber setzt Dahlhoff auf Eigeninitiative: „Die fachliche Qualifikation durch das Studium ist das eine, das andere ist die persönliche Bereitschaft, eigene Zeit in das Studium zu investieren und eigenes Geld draufzupacken.“ Leistungsfähigkeit mit Ehrgeiz und der Bereitschaft, für Bildung zu bezahlen, zu verbinden, sei das beste Zeugnis, das man sich selbst ausstellen könne. Dahlhoff erinnert sich an die Einschätzung eines Personalleiters aus einem benachbarten Landkreis: „Wenn einer kommt, der neben seinem Beruf studiert hat, da weiß ich: Den kann ich nehmen.“

Engagement in Verwaltung und Politik

Dahlhoff zeigt Initiative. Er begann nach dem Abitur im Dienst der Stadt Hamm ein Duales Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Münster, qualifizierte sich bis 2001 zum Diplom Verwaltungsbetriebswirt und bildete außerhalb der Behörde noch Mitarbeiter von Verwaltungen als Dozent weiter. Zugleich engagierte er sich in der Kommunalpolitik. Das hatte ihm sein Vater beigebracht, der einer Wählerinitiative angehörte und dem Sohn vorlebte, dass ein Gemeinwesen nicht ohne Menschen funktioniert, die sich einbringen. In der Politik lernte Dahlhoff in der Wählervereinigung die Rolle des Oppositions- und Koalitionspolitikers kennen, bis ihn eine große Volkspartei für sich gewann, die auch die Mehrheitsfraktion stellte. Als 2014 in Bad Sassendorf die Wahl eines neuen Bürgermeisters anstand, stellte sich Dahlhoff – nach Rücksprache mit der Familie – zur Wahl und gewann.

Ein breites Studium hilft, die eigene Perspektive zu verändern

Auch in der Verwaltung entwickelte sich der junge Mann weiter. In der Stadtverwaltung von Hamm war er Ausbildungsleiter, befasste sich mit Personalstrukturplanung und Kostenkontrolle, Personaleinsatz und –gewinnung und schließlich mit Personalentwicklung und Personalcontrolling.  Dahlhoff investierte selbst in seine Ausbildung, als er sich zum Beispiel auf eigene Kosten an der Technischen Akademie in Wuppertal zum Fachreferenten für Personalentwicklung qualifizierte. Dann reizte es ihn, eine weitere Stufe zu nehmen.  Indes hatten die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse die alten Studienangebote zurückgedrängt. Da riet ihm Professor Dr. Wolfgang Pippke von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in NRW zum Masterstudium an der UNIKIMS. Dahlhoff hatte auch an den Master in Personalentwicklung an der TU Kaiserslautern gedacht, aber der Studiengang der UNIKIMS war aus seiner Sicht „breiter“ angelegt. Das kam ihm entgegen. Denn aus der Verwaltung und Politik wusste er, dass es genügend Spezialisten gibt, „die technisch sehr gut aufgebaute Verwaltungsvorlagen liefern“. Aber das reiche nicht aus, denn es zähle doch auch, welche sozialen, finanziellen und politischen Wirkungen die Entscheidung entfalte. „Wenn ich ein Problem lösen will“, sagt Dahlhoff, „dann lege ich es auf den Tisch und gehe drei Mal darum herum und sehe es mir genau an, bevor ich es löse. Genau dabei hilft mit der MPA, das Problem aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten“.

Die Lösung des Einzelproblems reicht nicht aus

Das Duale Studium an der FH sei „sehr konkret“ gewesen. Die wissenschaftlichen Kompetenzen, die er im Masterstudium erworben habe, versetzten ihn weit mehr in die Lage zu abstrahieren, sagt der Bürgermeister: „Es ist wie im Fußball. Man muss ein Spiel lesen können, um die Frage nach dem warum beantworten zu können. Ich will die systemischen Fehler finden, um das System über die Lösung des Einzelproblems hinaus zu verändern.“

„Mehr Strategie wagen“

An der UNIKIMS lernte Dahlhoff methodisches Arbeiten, erwarb Kenntnis von kommunalen Steuerungsmodellen, von deren richtigem Einsatz und deren Versagen, von Delegation und zielorientiertem Führen, und er entwickelte sich persönlich, - zumal während des berufsbegleitenden Studiums sein erstes Kind zur Welt kam.  Die Literatur, mit der als Student an der UNIKMS vertraut gemacht wurde, steht heute noch in seinem Büro. Als Fazit aus dem Studium und seiner Lebenserfahrung in Verwaltung und Politik zieht Bürgermeister Dahlhoff den Leitsatz: „Mehr Strategie wagen.“ Wenn er heute Reformprozesse beginne, identifiziere er „Gelegenheitsfenster“ und nutze Anlässe, die sich für Veränderungen bieten, damit der Wandel gesellschaftlich akzeptiert werde. Aber das alles setze Praxis und Lebenserfahrung voraus. Abermals kommt Dahlhoff auf das Fußballspiel zu sprechen: „Um ein Spiel lesen zu können, muss ich es schon gespielt haben.“ Drei bis vier Jahre Berufserfahrung an verschiedenen Plätzen in einer Behörde seien die beste Voraussetzung für die Qualifikation zum Master of Public Administration an der UNIKIMS.

„Der Studienabschluss ist ein Trumpf in der Hand“
Florian Ebel, Absolvent Studiengang Master of Public Administration

Florian Ebel qualifizierte sich an der UNIKIMS für ein Trainee-Programm in Berlin

„Das Studium der Verwaltungswissenschaften mit dem Abschluss als Master of Public Administration hat sich für mich rentiert“, sagt Florian Ebel. Schon ein Jahr nach dem Studium in Kassel wechselt er von Hamburg nach Berlin in ein Trainee-Programm für den höheren Dienst. „Man kann nicht erwarten, dass es sofort durch die Decke geht mit der Karriere im öffentlichen Dienst, aber der Studienabschluss ist ein Trumpf in der Hand“, sagt der junge Mann. Den „Trumpf“ erwarb er 2015 an der UNIKIMS, der privaten Management-School der Universität Kassel.

„Das Angebot der UNIKIMS ist das einzige einer richtigen Universität“

Nach dem Abitur hatte Florian Ebel 2007 ein Studium in Public Management an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg begonnen, wo auch der Nachwuchs der Hamburger Verwaltung ausgebildet wird. Dort, sagt Florian Ebel im Rückblick, hatte er „keine Berührung mit echten Studenten“. Doch bevor er sich weiter qualifizierte, wollte er Berufserfahrung sammeln, um seine Interessen im wirklichen Verwaltungsleben tiefer erkunden zu können. Er arbeitete ein gutes Jahr in einem Gemeinschaftsprojekt von Hamburg und Schleswig-Holstein für Personalmanagement, wechselte dann an die HAW, wo er parlamentarische Fragen aus dem Landesparlament - der Bürgerschaft - der Stadt Hamburg  beantwortete. Florian Ebels Bedürfnis, bei sich selbst „wissenschaftlich etwas drauf zu satteln“ wuchs. Er wollte einen universitären Abschluss erreichen und weitere Kenntnisse in Betriebswirtschaft erwerben. Die Entscheidung für die UNIKIMS klingt in seiner rückblickenden Erzählung als die einzig folgerichtige. „Denn wenn ich einen universitären Abschluss in einer wissenschaftlichen Weiterbildung bei voller Berufstätigkeit erreichen will, dann ist das Feld nicht so breit“, sagt Florian Ebel. Das Angebot von vier bis fünf Hochschulen sei überschaubar, aber das der UNIKIMS sei darunter das einzige einer richtigen Universität.

„Studenten aus ganz Deutschland bilden ein wertvolles Netzwerk“

Das Studium und die abschließende Masterarbeit setzten für Florian Ebel „wirklich neue Impulse“. Er habe sein Wissen von der FH und seine Berufserfahrung mit Hilfe theoretischer Modelle reflektiert und an vielen Beispielen – etwa im Controlling – gelernt, dass die reine Lehre zwar nie in der Praxis anwendbar sei, aber wie die wissenschaftlichen Methoden dennoch im Alltag helfen. Zudem hat Florian Ebel „Leute aus ganz Deutschland“ und aus unterschiedlichen Behörden und Verwaltungsstellen, aus Berufsgenossenschaften, Kommunen und Hochschulen, in dem Studiengang kennengelernt. Das sei ein wertvolles Netzwerk.

„Wie kriegen wir die Leute für den höheren Dienst?“

Florian Ebel rät den Arbeitgebern, sich intensiver mit den Angeboten zur wissenschaftlichen, berufsbegleitenden Weiterbildung zu befassen, „denn in vielen Verwaltungen lautet die Frage: Wie kriegen wir die Leute für den höheren Dienst?“ Die öffentliche Verwaltung sei in Konkurrenz mit der Wirtschaft gut beraten, rechtzeitig den eigenen Nachwuchs zu fördern. Ein Studium an der UNIKIMS, das vom Arbeitgeber gewollt und unterstützt werde, „könnte ein Weg sein, der praktikabel ist“.

„Die Partner der UNIKIMS sind immer zu erreichen.“
Tanja Schillinger, Assistentin des Unternehmensbereichsleiters „Betrieb“ Stuttgarter Straßenbahn AG, Absolventin Masterstudiengang ÖPNV + Mobilität

Tanja Schillinger, Assistentin des Unternehmensbereichsleiters „Betrieb“ bei der Stuttgarter Straßenbahn AG, ist „froh, dass es das Angebot „ÖPNV und Mobilität“ in Kassel gibt, - und dies vor allem als Masterstudiengang, „weil es so viele Quereinsteiger im ÖPNV gibt“. Sie habe zum Beispiel Verkehrsbetriebswirtschaft an der Hochschule in Heilbronn studiert, doch allein mit dem betriebswirtschaftlichen Studium könne sie ihr Interesse an Planung und Technik nicht stillen. Komplexe Fragen aus dem Alltag seien zum Beispiel, wie sich das Zusammenspiel von Lichtzeichenanlagen für Busse, Bahnen, Autos, Radfahrer und Fußgänger an innerstädtischen Kreuzungen verbessern lasse, oder wie die Gründe und Grenzen von Fahrplanänderungen für die Kunden plausibel zu erklären seien. Die Betriebswirtin, die seit 2009 in Stuttgart in der beruflichen Praxis steht, sagt: „Es ist wichtig, dass in unserer kleinen Branche alle miteinander reden.“

Tanja Schillinger ist überzeugt, dass das Studium an der UNIKIMS ihre Kommunikationskompetenz steigern wird: „Ich habe von der UNIKIMS einen sehr guten Eindruck. Jederzeit sind die Ansprechpartner telefonisch oder per Mail zu erreichen und beantworten meine Anfragen binnen eines halben Tages.“

„Für jeden, der sich für seine Arbeit im ÖPNV interessiert, lohnt das Studium.“
Ingrid Walter, Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), Absolventin Masterstudiengang ÖPNV + Mobilität

Ingrid Walter macht die Arbeit in der Abteilung Infrastruktur der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) Freude. Als die Bauingenieurin von dem Masterstudiengang ÖPNV der UNIKIMS/Universität Kassel hörte, ging sie auf die Website der UNIKIMS, staunte über das Studienangebot, bewarb sich um einen Studienplatz im Masterstudiengang ÖPNV und wurde 2013 angenommen. Heute, da Ingrid Walter an ihrer Masterarbeit schreibt, ist sie gewiss: „Jeder, der sich ein wenig für seine Arbeit irgendwo im ÖPNV interessiert, für den lohnt das Studium. Man versteht die Zusammenhänge.“

Wer breiter aufgestellt ist, will alles wissen

Schon während des Studiums des Bauingenieurwesens in den 1990er Jahren arbeitete Ingrid Walter als Praktikantin für die KVG und fand dort ihre erste Festanstellung in der Abteilung „Infrastruktur“. Diese kümmert sich um vieles: Gleise, Leitungen, den Fahrstrom und die Unterwerke, um den Strom bis zur Bahn zu bringen. Kurzum: Ingrid Walter und ihre Kollegen/-innen besorgen alles, was die elektrisch getriebenen Schienenfahrzeuge benötigen. Doch weil die Bauingenieurin offenbar von Beginn an etwas breiter aufgestellt war, als es ihre Berufsbezeichnung erwarten ließe, beschäftigte sie sich vor allem mit dem Formulieren, Stellen und Bearbeiten von Anträgen auf Zuschüsse für den Ausbau des Streckennetzes in der Region sowie mit der Verteilung der Mittel. Zudem war sie Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatorin des Unternehmens mit seinen zahlreichen Baustellen.

„Im Studium verstehen wir das komplexe Zusammenspiel“

Dann hörte Ingrid Walter von dem neuen Studienangebot, das von der KVG aktiv unterstützt wird, indem das Unternehmen zwei Studenten in den Pilotjahrgang von 2013 entsandt hat. Auch las Ingrid Walter in der Presse über das neue Angebot und entdeckte nicht zuletzt auf der Website der UNIKIMS: „ÖPNV, das ist weit mehr als das, was ich seit 20 Jahren im Unternehmen tue.“ Ingrid Walter bewarb sich. Mit Erfolg. Im Verlauf des Studiums begann sie ihren eigenen Arbeitsplatz anders zu sehen: „Ich erkannte das Zusammenspiel aller Bereiche, das Zusammenwirken von Politik, Kommunen, Land und Verkehrsunternehmen. Es hat sich wirklich gelohnt. Vieles ist besser zu verstehen, seien es politische, rechtliche und finanzielle Zusammenhänge. Ich verstehe die Prozesse, und weiß, warum sie welche Zeit beanspruchen. Wir verstehen das ganze komplexe Zusammenspiel.“ Bereichernd ist das Studium für Ingrid Walter auch, weil sie dort mit Kommilitonen aus unterschiedlichen Berufen und Unternehmen studiert und deren Sicht der Dinge kennenlernt.

Vor Prüfungen heißt es auch mal: Urlaub nehmen, um zu lernen

Auf die Frage, ob das Studium großen Einsatz erfordere, antwortet Ingrid Walter: „Ja, sicher.“ Täglich habe sie das Studium nicht beansprucht. Das sei auch nicht möglich, da die eigentliche Arbeit selbstverständlich „nebenher“ noch zu erledigen sei. Aber wenn zum Beispiel Klausuren anstehen, dann habe sie, Ingrid Walter, schon einmal Urlaub genommen, oder „die Kollegen haben mir Arbeit abgenommen“. Auch die Familie müsse Rücksicht nehmen.

„Mehr Gehalt, mehr Aufträge, neue Aufgaben und persönliche Erfüllung.“
Christoph Cremer, Absolvent Masterstudiengang ÖPNV + Mobilität

Warum Christoph Cremer den Masterstudiengang ÖPNV der UNIKIMS „von vorne bis hinten“ gut findet

Mehr Gehalt, neue Aufträge für den Arbeitgeber, ein neues Geschäftsfeld samt Mitarbeiter im Unternehmen, der Aufstieg in eine Leitungsposition und vor allem noch mehr Erfüllung bei der Arbeit: das alles hat der Masterstudiengang ÖPNV für Christoph Cremer schon während des Studiums an der UNIKIMS/Universität Kassel gebracht.

Der fachfremde Quereinsteiger wollte mehr verstehen

Christoph Cremer hatte in Kassel Wirtschaftspädagogik studiert. Er wollte kein klassischer Lehrer werden, konnte sich aber vorstellen, in einem Unternehmen in der Weiterbildung zu arbeiten. Darum schrieb er seine Bachelorarbeit, mit der er 2010 sein erstes Studium abschloss, bei Volkswagen im Coaching. Während des Studiums hatte er aber auch schon für die kobra Nahverkehrsservice GmbH, einen Kasseler Dienstleister für den ÖPNV, gearbeitet. Zum Beispiel zog Cremer aus, um Fahrgäste in Bussen und Bahnen zu zählen. Das Thema der Verkehrsplanung begann ihn zu interessieren, ja zu faszinieren. Aus der Tätigkeit als studentische Hilfskraft wurde eine Festanstellung bei kobra. „Doch dort spürte ich immer mehr, dass ich als Quereinsteiger fachfremd war und wenig verstand. Wie etwa, fragte ich mich, wenn ich Gespräche unter Kollegen und Auftraggebern aus der Verkehrswirtschaft verfolgte, werden die Einnahmen im ÖPNV aufgeteilt? Wie fährt eine Straßenbahn rein technisch, aber auch rechtlich? Und wie werden Linien geplant und optimiert?“

Aufbau statt Neuanfang mit einem Masterstudiengang

Cremer wusste, dass er sich weiterbilden wollte, um das spannende Feld, das sich vor ihm eröffnete, in all seinen Dimensionen bespielen zu können. Aber sollte er nochmals ganz vorne anfangen? Etwa als Ingenieur in einem Bachelorstudiengang, um dann irgendwann den Master anzuschließen? Da erfuhr er von dem neuen Masterstudiengang ÖPNV der UNIKIMS in Kassel, und gewann seinen Arbeitgeber dafür, ihm das berufsbegleitende Studium neben der Arbeit nicht nur zu gestatten, sondern es auch zu finanzieren.

Das Studium mehrt den Erfolg des ganzen Unternehmens

„Das hat sich für alle Beteiligten sogleich gelohnt. Ich erhielt nicht nur Antworten auf all meine Fragen. Weil in dem Studiengang Kollegen_innen aus Verkehrsbetrieben aus ganz Deutschland studieren, erfuhren diese von der Dienstleistung der kobra aus Kassel. Die Firma richtete sich, auch durch mein Studium, neu aus. Die kobra wuchs. Ich stieg schon während des Studiums auf, wurde Projektreferent für Verkehrsplanung mit dem Schwerpunkt Verkehrserhebung. Weil ich mich nun wissenschaftlich mit der Planung befasste, trug ich das Thema ins Unternehmen hinein. Ein weiterer Mitarbeiter, ein Planer und Verkehrsplaner, wurde für dieses Fach neu angestellt, und kobra ist nun auch in der Lage, Linienplanungen und -optimierungen anzubieten.“ Die Zahl der Kunden, Aufträge und Mitarbeiter wächst indes weiter. Aus Cremers Stimme ist die Freude über all das zu hören, insbesondere wenn er mal wieder einen neuen Kunden gewonnen hat.

Die kleine motivierte Lerngruppe führt zum Erfolg ohne Beispiel

„Vom Studium an der UNIKIMS bin ich begeistert. Im Vergleich zum Bachelorstudium in einem Studiengang an einer konventionellen Hochschule ist alles sehr gut organisiert, und es herrscht ein anderer Geist. Die kleine Lerngruppe an der UNIKIMS von sieben bis fünfzehn Studenten führt zu einem beispiellosen Lernerfolg. Vor allem sind die Kommilitonen, die im Beruf stehen und aus innerer Überzeugung begleitend zu ihrer verantwortungsvollen Arbeit noch studieren, ganz anders motiviert als die meisten Studierenden. Die UNIKIMS überzeugt mit einem klaren Lernkonzept und einem idealen Wechsel aus Selbststudium und Präsenzphasen.“ Das „tollste“ war für Cremer der frühere Hessische Verkehrsminister Dieter Posch als Dozent mit seiner Prüfung. Der Prüfling habe sich ein Thema erarbeiten und gegen den gewieften Politiker und Anwalt Posch regelrecht verteidigen müssen. Immer wieder habe der Student gegen den erfahrenen Advokat, Parlamentarier und Minister neue Argumente aufbieten müssen, auch um eine Sache, die vielleicht nicht die seine war, zu verteidigen. „Das war für mich eine neue Erfahrung von Hochschulbildung und eine gute Schule fürs Leben. Es war von vorne bis hinten gut“, urteilt Cremer über den Studiengang.

„Das Studium braucht die Rückendeckung der Familie“

Aber er spricht die Härten und Entbehrungen auch von sich aus an: „Man verzichtet auf sehr viel. Auch wenn es draußen 30 Grad sind, sitzt man jedes zweite Wochenende in einem Seminar. Man braucht die volle Rückendeckung der Familie und des eigenen Unternehmens. Ich bin unterdessen sogar noch Vater geworden. Damit war ich nicht der einzige im Studiengang, sondern die knappe Hälfte von uns bekam ein Kind. Das ging also doch noch.“

„Ein „anspruchsvolles Angebot“ für Führungskräfte.“
Pascal Wolf, Schulleiter, Absolvent Masterstudiengang Bildungsmanagement

„Ich bin erschrocken ob der üblichen oberflächlichen Angebote zur Qualifikation für Schulleiterstellen. Da stieß ich per Zufall auf das Angebot der UNIKIMS im Bildungsmanagement. Der Masterstudiengang ist anspruchsvoll und er soll mir helfen, mich für eine Führungsposition zu qualifizieren.“ Das sagt Pascal Wolf, Lehrer für Deutsch und Geschichte an einer kooperativen Gesamtschule im hessischen Hofheim, an der er schon Schulleitungsaufgaben übernommen hat - wie die Zuständigkeit für Öffentlichkeitsarbeit. Seit Herbst 2015 zählt Pascal Wolf zu den ersten Studierenden im neuen Bildungsangebot der UNIKIMS, der Management-School der Universität Kassel.

Pascal Wolf ist gut dreißig Jahre alt, Vater zweier kleiner Kinder und seit acht Jahren im Schuldienst. Er nimmt Schule ernst. Schule habe einen gesellschaftlichen und einen humanistischen Auftrag, solle Menschen durch die Vermittlung von Wissen und Kenntnissen auf den Weg ins Leben vorbereiten. Die Grundlage der Zukunft unseres Landes werde in der Schule jeden Tag neu gelegt. Gemessen an dieser großen Aufgabe nimmt Pascal Wolf den Alltag an Schulen allerdings als verbesserungswürdig wahr. An der eigenen Schule fehlte lange Zeit ein Schulleiter und der Konrektor war krank. Die Verwaltung habe „krampfhaft“, aber lange Zeit offenbar vergebens Führungspersonen gesucht, um die Aufgaben zu übernehmen. Am Ende sei es ein „Durchwursteln“ gewesen.

„2,5 Tage genügen nicht, um sich als Schulleiter zu qualifizieren“

Erschrocken ist Pascal Wolf zudem von den Modulen, mit denen das Schulamt und das landeseigene Institut für Qualitätssicherung den Führungsnachwuchs qualifizieren möchte. Module von 2,5 Tagen Dauer sollten genügen, um sich für eine Schulleiterstelle zu qualifizieren. „Darauf muss man sich doch viel besser vorbereiten“, sagt Pascal Wolf, „denn Schule ist sehr viel komplexer“.

Schulbudget, Vernetzung und Partizipation

Durch Zufall stieß er beim Surfen auf der Homepage des Landesschulamts auf den Masterstudiengang Bildungsmanagement an der UNIKIMS: „Ich fand das Angebot sehr interessant und habe mich beworben.“ Pascal Wolf will sich für die schnellen Veränderungen einerseits an den Schulen sowie andererseits im Verhältnis von Schule und Außenwelt qualifizieren. Er verlangt nach Kenntnissen in Betriebswirtschaft und will sich für den richtigen Umgang mit dem Schulbudget auf wissenschaftliche Weise qualifizieren. Pascal Wolf will erfahren, wie sich Schule besser mit der Kommune und der Gesellschaft vernetzen kann, wie er mit Menschen umgehen und sie zugleich führen kann. Denn Schule, ist sich Pascal Wolf sicher, müsse auf flachere Hierarchien bauen, müsse das Kollegium einbinden, offen sein und auf Partizipation setzen.

Im ersten Jahr eines neuen Studiengangs müssen alle lernen

Anfangs, sagt Pascal Wolf, lief der Studiengang „etwas holprig, aber gut, wir sind der erste Jahrgang, und alle müssen lernen“. Es gab zum Beispiel unterschiedliche Auffassungen, ob die Leistung in Klausuren oder Hausarbeiten nachzuweisen sei. Jetzt aber laufe es besser, und die Inhalte werden gut erklärt.

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium sprechen für UNIKIMS

Für ihn, Pascal Wolf, sei die Möglichkeit, Hausarbeiten zu schreiben, ein Grund für die Bewerbung in Kassel gewesen, da er berufsbegleitend studiere. Die Vereinbarkeit von einer Vollzeitstelle im Beruf und Studium sei ohnehin ein herausragendes Merkmal des Angebots an der UNIKIMS: „Das ist eine von wenigen Hochschulen, die das anbieten.“ Das wissenschaftliche Arbeiten bereitet Pascal Wolf nach ein paar Jahren im Beruf wieder Freude. Das Studium sei zwar anspruchsvoll, „aber ich kann es mir einteilen“. Um noch genug Zeit für die Familie mit den kleinen Kindern zu haben, muss der junge Vater seine Zeit „diszipliniert strukturieren“.

Trotz Engagement: Am Ende entscheidet die Schulbürokratie

Ob das Masterstudium ihn am Ende dem Ziel einer Führungsaufgabe an der Schule näher bringen werde, sagt Pascal Wolf, „weiß ich nicht, denn ich weiß nicht, ob die Schulämter den Studiengang überhaupt kennen und schätzen“. Eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag sei das Studium aber allemal.

Lust auf Betriebskostenrechnung, Ressourcenumgang und den Finanzierungsplan
Dr. Monika Rack, Gymnasiallehrerin, Absolventin Masterstudiengang Bildungsmanagement

Dr. Monika Rack, Gymnasiallehrerin für Religion, Englisch und Mathematik, interessiert im Masterstudium Bildungsmanagement an der UNIKIMS vor allem die wirtschaftliche Seite des Bildungswesens.

„Du bist promoviert. Was willst Du noch mit einem Master?“, fragten Freunde und Bekannte die promovierte Theologin Dr. Monika Rack, warum sie an der UNIKIMS den Masterstudiengang Bildungsmanagement begonnen habe. Für die Gymnasiallehrerin für katholische Religion, Englisch und Mathematik, die zugleich zum Schulleitungsteam an der Kasseler Engelsburg gehört, einem katholischen Privatgymnasium, stand die Antwort fest: „ „Weil ich Lust darauf habe! Die wirtschaftliche Seite des Bildungswesens interessiert mich und in diesem Feld kenne ich mich bisher nicht aus. Dieses Wissen kann mir keiner nehmen, selbst wenn ich es beruflich nicht brauchen sollte.“

Monika Rack weiß, wie es in der Welt außerhalb der Schule zugeht. Einer ihrer Brüder ist als promovierter Chemiker im Qualitätsmanagement eines international tätigen Konzerns. Gemessen an der finanziellen Verantwortung, die dort Führungskräfte übernehmen, sind die 6000 Euro Budget, das eine vergleichbar qualifizierte Lehrerin in einer Führungsposition an einer großen Schule für Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Unterrichts zur Verfügung hat, eine bescheidene Summe.

Aber es waren es vor allem die Begriffe aus dem Wirtschaftsleben im Curriculum des Studiengangs Bildungsmanagement, wie Betriebskostenrechnung, Ressourcenumgang und Finanzierungsplan, die Monika Rack reizten, neben der Tätigkeit am Gymnasium ein weiteres Mal zu studieren. Auch das Thema Bildungsgovernance lockte sie als ein neues, zumal sie sich in ihrer Promotion mit dem Ende der Institutionen als einem soziologischen Thema innerhalb der Theologie befasst hatte, während „man Standardthemen der Pädagogik wie Kommunikationstheorien oder Gesprächsführung bereits gut kennt“.

Spannender Austausch mit den Kollegen aus anderen Bundesländern

Spannend findet die Lehrerin aus Hessen auch die Debatte der Frage, welche Steuerungssysteme aus der Wirtschaft auf die öffentliche Verwaltung zu übertragen sind, und den Austausch mit StudienkollegInnen aus anderen Ländern, aus Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg, da öffentliche Bildung sehr vielfältig organisiert sei. Ebenso neu sei für sie das Wissen, das über die Finanzierung des schweizerischen Schulwesens vermittelt werde.

Das neue Wissen von der UNIKIMS vernetzt sich sogleich mit dem Schulalltag

Das Wissen aus dem Studiengang und die Erfahrungen aus dem Schulalltag begannen sogleich, sich „zu vernetzen“. Im Lehrbuch wurde ein Konflikt beschrieben, wie ihn Monika Rack aus dem richtigen Leben kennt. Das Schulleitungsteam, berichtet Monika Rack, hatte sich von den eigenen Visionen, wie etwas an der Schule viel besser zu gestalten wäre, mitreißen lassen, und es in der Begeisterung über die gute Idee versäumt, die KollegInnen rechtzeitig an den Ideen zu beteiligen. Obwohl das Kollegium die guten Ideen eigentlich teilte, positionierte es sich zunächst dagegen, weil „wir als Schulleitungsteam die Partizipation verpasst hatten“. Es komme stets darauf an, dem anderen noch Handlungs- und Gestaltungsspielräume für die je eigenen Entscheidungen zu lassen - auch als ein wirksames Mittel der Burnout-Prävention. Darüber hinaus sei Kommunikation das A&O guter Führung.

„Ein Studium mit hervorragendem Praxisbezug“

Mit dem Studium an der UNIKIMS ist Monika Rack „super zufrieden“. Der Praxisbezug sei „hervorragend“. Die Einführung ins Wissenschaftliche Arbeiten hält sie für entbehrlich und das Online-Angebot ließe sich ausbauen, aber, sagt das Mitglied des Schulleitungsteams über die Teammitglieder der UNIKIMS: „Sie haben ein ernsthaftes Interesse, sich zu optimieren.“

„Neugier, Herausforderung und Veränderung als Lebensform“
Silke Rohe-Pfeffer, Absolventin Masterstudiengang Bildungsmanagement

Silke Rohde-Pfeffer lebt in einem Wechsel aus Neugier, Herausforderung und Veränderung. Räumlich hat sie zwar feste Wurzeln im Raum Kassel, aber im Kopf und im sozialen Leben ist sie umso mobiler. Die Zahl ihrer Berufsabschlüsse ist beachtlich. Nun kommt ein weiterer hinzu, denn Silke Rohde-Pfeffer studiert an der UNIKIMS, der privaten Management-School der Universität Kassel und hessischer Unternehmen, den Masterstudiengang Bildungsmanagement. „In einer sich rasant verändernden Umwelt ist es mir wichtig, auch meine fachliche Kompetenz weiterzuentwickeln und handlungsfähig zu bleiben. Durch das Studium erhalte im Austausch mit Dozenten sowie Kommilitonen entsprechende Anregungen und neue Ideen, die ich in meine tägliche Arbeit mitnehme“, sagt die Bildungsmanagerin aus dem Volkswagen-Konzern.

In der Volkswagen-Akademie im Volkswagenwerk Kassel, immerhin dem zweitgrößten in Deutschland, ist Silke Rohde Pfeffer derzeit in der betrieblichen Fort- und Weiterbildung für das Einzel- und Gruppentraining in Fremdsprachen zuständig. Sie spricht selbst eine Handvoll Sprachen, die sie auf unterschiedlichem Niveau beherrscht. In der Volkswagen-Akademie plant, koordiniert und organisiert sie das Training. Die eigentliche Schulung übernehmen danach ihre Sprachtrainer, „denen ich aber mit Rat und Tat immer gerne zur Seite stehe“.

Die Managerin fragt: „Wie kann ich Bildung gestalten?“

Weil sich Silke Rohde-Pfeffer aber ohnehin regelmäßig neue Impulse in den Vortragsveranstaltungen der UNIKIMS, der gemeinsamen Management-School der Universität Kassel und hessischer Unternehmen holt, wie andere ein Buch lesen oder ins Kino gehen, stieß sie jüngst auf den Masterstudiengang in Bildungsmanagement und dachte sogleich: „Das ist etwas für mich.“ Seit Herbst 2015 studiert sie berufsbegleitend. Silke Rohde-Pfeffer hatte „Lust, einfach mal wieder was zu tun“, denn sie weiß aus ihren zahlreichen Ausbildungen, Studien und Tätigkeiten, dass lebenslanges Lernen keine leere Floskel ist, zumal in der Industrie. Das Studium passe gut zu ihrer Tätigkeit bei Volkswagen auf dem Weg in die Industrie 4.0, also in die Zukunft, die schon begonnen hat. „Wie kann ich Bildung gestalten?“, lautet die Frage, die Silke Rohde-Pfeffer im Alltag immer wieder beantwortet.

„Aus dem Kommunikationsmodul habe ich viel mitgenommen“

Aus dem Kommunikationsmodul im Studiengang habe sie schon „eine Menge mitnehmen können“ etwa zur Vorbereitung von Gesprächssituationen, und sie sagt: „Die UNIKIMS macht das ganz toll.“ Alles sei gut organisiert, und sie sei gut betreut.

Silke Rohde-Pfeffer wird es beurteilen können. Zunächst lernte sie Gärtnerin, weshalb sie vielleicht auch so fest an einem Ort wurzelt wie ein Baum. Dann absolvierte sie eine Ausbildung zur biologisch-technischen-Assistentin (BTA) und arbeitete einige Jahre in der Medizin. Damit finanzierte sie auch ihr anschließendes Studium in „Soziale Arbeit“ mit dem Diplom I und II. Nebenher belegte sie Innovationsmanagement mit Themen aus dem Maschinenbau, den Wirtschaftswissenschaften, den Arbeitswissenschaften und der Umwelttechnik. Über die Soziale Arbeit fand sie den Weg zur Aus- und Weiterbildung bei Volkswagen und qualifizierte sich an der UNIKIMS als Ökonom für Personalmanagement.

„Aus meinem Beruf weiß ich, wie kostbar und teuer Bildung ist“

Im gegenwärtigen Studiengang Bildungsmanagement schätzt Silke Rohde-Pfeffer den Austausch mit den anderen Studierenden, die vielfach aus dem öffentlichen Bildungssystem kommen. Das dreisemestrige Programm des Studiengangs hält sie für anspruchsvoll für das berufsbegleitende Studium neben der Arbeit in einem Konzern: „Das braucht ein gutes Zeitmanagement.“ Aber Silke Rohde-Pfeffer will es „durchziehen“, allein schon um in der Gruppe der Kommilitonen zu bleiben. Den Preis für das Studienangebot hält sie für „wirklich fair“, denn „ich weiß aus meiner Tätigkeit bei Volkswagen wie kostbar und wie teuer gute Bildung ist. Und ich habe in meinem betrieblichen Bildungsmanagement immer das Controlling hinter mir stehen bei Volkswagen, und das ist richtig so, denn wir können den Euro nur einmal ausgeben, und es ist gut, wenn jemand draufschaut.“