Masterstudium IPM für die persönliche Zukunft im Management

Lena Joana Berger: „Die Studieninhalte an der UNIKIMS passen zu meinen Karrierezielen“.

„Das berufsbegleitende Masterstudium Industrielles Produktionsmanagement (IPM) an der UNIKIMS, der Managementschool der Universität Kassel, ist der richtige Studiengang für junge Hochschulabsolventen, die erste berufliche Erfahrungen gesammelt haben und ihre Zukunft im Management eines produzierenden Unternehmens sehen“, sagt Lena Joana Berger. Sie ist Mitte 20 und hat schon einige Jahre Karriere gemacht.

Nach einem Dualen Bachelor-Studium des Maschinenbaus von 2014 bis 2017 an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Kooperation mit ihrem Arbeitgeber GKN Driveline in Offenbach beschäftigte sie sich zunächst mit der Optimierung des Materialflusses, wurde dann die Koordinatorin für Industrie 4.0-Projekte an den deutschen Standorten des Unternehmens, und seit März 2021 leitet sie das Team Manufacturing Engineering: „Das macht wirklich Spaß. Es ist genau die Stelle, auf die ich hingearbeitet habe. Es ist immer spannend, und ich kann täglich hinzulernen.“ Das Ziel, auch ein Masterstudium zu absolvieren, hatte Lena Joana Berger von Beginn an. Sie hatte diesen weiteren Qualifizierungsschritt mit dem Arbeitgeber schon vor Beendigung des Bachelorstudiums vereinbart.  Ein Ausstieg aus dem Berufsleben für das weitere Studium kam für die Ingenieurin nie in Betracht: „Ich hatte doch schon Verantwortung übernommen. Ein Ausstieg aus dem Beruf wäre für mich ein Rückschritt gewesen.“

Präsenzphasen an Wochenenden

Bei der Wahl des Masterstudiengangs IPM an der UNIKIMS war für Lena Joana Berger das Präsenzlernen an Wochenenden in Kassel von Freitag bis Sonntag im Abstand von vier bis sechs Wochen ausschlaggebend: „Das Zeitmodell hat gestimmt, und das Präsenzlernen macht viel aus bei mir. Das Lernen wirkt nachhaltig. Und die Studieninhalte passen genau zu meiner persönlichen Weiterentwicklung und zu meinen Karrierezielen. Ich wollte schon immer leitende Funktionen in einem produzierenden Unternehmen einnehmen. Die nötigen technischen Kenntnisse hatte ich bereits aus dem Bachelorstudium, doch der Master hat diese um den unternehmerischen Weitblick ergänzt, den es für eine Führungsaufgabe braucht. Ich freue mich, beide Aspekte nun jeden Tag anwenden zu können.“ 

„Meine Eltern haben mich breit gefördert“

„Als Kind“, erinnert sich Lena Joana Berger, „war ich an vielem interessiert, und ich hatte das Glück, dass meine Eltern mich breit gefördert und nicht in eine Richtung gelenkt haben. Mathematik hat mir schon immer gelegen. Ich spielte mit Autos, mit der Werkbank und mit dem Kaufladen. Als weiterführende Schule besuchte ich eine reine Mädchenschule der Ursulinen. Ich habe mir bewusst gewünscht, dorthin zu gehen, weil die Schule gut ausgestattet war, und mit geschlechterspezifischen Vorurteilen war ich dort nie konfrontiert. In der Oberstufe hatte ich die Leistungskurse Mathe und Chemie, aber vor allem einen guten Physiklehrer, der in unserem kleinen Grundkurs einen hervorragenden Unterricht gemacht hat. Damit hat er mich geprägt für meinen weiteren Weg, denn ein Bachelor in Maschinenbau ist nichts anderes als angewandte Physik. In der Kindheit und in der Schullaufbahn habe ich erlernt: Ich kann alles erreichen, und alles, was ich dafür brauche, sind Ehrgeiz und Disziplin. Das bewahrheitet sich bis heute.

„Ich kann mit anpacken“

Vom Dualen Bachelorstudium profitiere ich einerseits durch die Netzwerke, die dort entstanden sind, und andererseits von der Erfahrung, auch mal an den Maschinen zu arbeiten. Das bringt mir bis heute sehr viel. Es kommt darauf an, die Kollegen an der Basis nicht außer Acht zu lassen. Dass ich mit anpacken kann, das bringt Akzeptanz im Unternehmen. Und mir hat es Begeisterung für die Fertigung gebracht. Der Ölgeruch und die Geräusche in der Fertigung lösen bei mir jeden Morgen einen Motivationsschub aus.

Ich habe Glück mit den Vorgesetzten, die mich immer gefördert haben, und ich habe viele Kollegen, die an mich geglaubt haben. In der Kultur unseres Unternehmens zählen Leistung und Engagement und keine geschlechterspezifischen Zuschreibungen.

„Im Männerberuf brauchen Frauen viel Selbstbewusstsein“

Im Bachelorstudium gab es durchaus ein paar junge Männer, die ihr Ego auf rückwärtsgewandten Rollenbildern gegründet haben. Das war für mich eine Herausforderung, aber vor allem ein Training. Rückblickend war das ein wichtiger Teil meiner Ausbildung. Denn als Frau in einem Männerberuf braucht man viel Selbstbewusstsein, Resilienz und Schlagfertigkeit, um den gezielt gesetzten Sprüchen zu begegnen. Und als Frau in einer von Männern dominierten Branche, muss man überdurchschnittlich gut sein, um sich zu behaupten. Aber das war schon immer mein Anspruch an mich selbst. Die Zusammenarbeit mit anderen Frauen im Ingenieurberuf ist selten, aber gut, sehr erfrischend und schön. Die Mischung belebt das Team, verändert das Gesprächsklima und die Art des Umgangs.

Das Geschlecht ist kein Grund, den Traumberuf zu meiden

Der Grundstein für die Offenheit der Menschen gegenüber den Berufen unabhängig vom Geschlecht wird in der Schule gelegt. Es ist die Aufgabe des Bildungswesens, jedes Kind nach seiner Begabung zu fördern, nicht nach seinem Geschlecht. Mit getrenntem Spielzeug für Mädchen und Jungen fängt schließlich vieles schon an. Wir müssen die Kinder darin bestärken, dass sie auf ihre Begabung vertrauen. Die Schule spielt die Hauptrolle bei der Förderung von Fähigkeiten, aber die Wirtschaft kann unterstützen und Impulse in den Schulalltag einbringen, die Jungen wie Mädchen dazu ermutigen, technische Berufszweige für sich in Betracht zu ziehen. Technisches Wissen kann man erlernen, genau wie dessen Anwendung im Berufsleben. Selbstbewusstsein gehört dazu und ein innerer Antrieb. Keine junge Frau sollte auf Grund ihres Geschlechts davor zurückschrecken, ihren Traumberuf zu ergreifen. Ich bin zufrieden damit, wie sich mein Leben entwickelt hat und bin gespannt, welche Wege sich mir in Zukunft öffnen werden.“