„Für meinen weiteren Weg brauche ich den Überblick“

Der Masterstudiengang IPM passt für Laura Giebisch perfekt nach dem Maschinenbau-Studium im Praxisverbund bei Volkswagen.

„Mit meinem Studium im Praxisverbund, der Kombination der Berufsausbildung im Volkswagenwerk Kassel und dem Bachelor in Maschinenbau an der Universität Kassel, sowie nach 1,5 Jahren Berufserfahrung in der Anlagen- und Fertigungsplanung im Volkswagen-Werk habe ich eine sehr solide Grundlage für mein weiteres Berufsleben. Aber für den weiteren Weg benötige ich noch mehr organisatorisches Wissen und den ganzheitlichen Überblick nicht nur über die einzelne Anlage, sondern über die gesamte Fabrik. Darum habe ich mich für das Masterstudium in Industriellem Produktionsmanagement an der UNIKIMS, der Managementschool der Universität Kassel, entschieden“, sagt Laura Giebisch: „Für mich war es ein kurzer Weg zur UNIKIMS, denn ich hatte Frau Professor Wenzel schon im Bachelorstudium kennengelernt, und ich wusste von ihrem berufsbegleitenden Studiengang IPM.“ Ein Master im klassischen Maschinenbau wäre für Laura Giebisch nicht in Frage gekommen, denn sie will den „Produktionsbezug“ haben. Von den Inhalten her passe der Masterstudiengang IPM „perfekt“ und der Start ins Studium sei wie „gewünscht“ verlaufen, sagt die Frau von Mitte 20.

„Ich hatte immer schon einen Bezug zum Technischen“

Laura Giebisch ist auf dem Land in Hessisch Lichtenau aufgewachsen und hatte alle Freiheiten. „Ich konnte tun, was ich wollte. Nein, ich schraube nicht seit Kindertagen, aber ich war auch nie ein ,klassisches Püppchenkind‘, sondern hatte als Kind auf dem Land immer schon einen Bezug zum Technischen. Ich habe früh den Motorradführerschein gemacht und habe Interesse an allen motorisierten Fahrzeugen, was sich auch mit meiner Berufswahl harmonisch ergänzt. Ich war immer gut in Mathe, und später in der Schule haben mir dann auch Physik, Chemie und Informatik am meisten Spaß gemacht. Das sind Fächer mit rationalen Zusammenhängen, alles ist dort logisch. In Mathe war das Zahlenverhältnis in der Klasse von Jungen und Mädchen etwa ausgeglichen, in Informatik waren die wenigsten Mädchen. In der Schule machten wir zwei Praktika. In der elften Klasse war ich im Volkswagenwerk, erlebte dort eine Kombi aus Produktionshalle und Wissenschaft. Als ich meinen Lehrern sagte, dass ich Maschinenbau studieren wollte, sagten sie, dass sie sich das sehr gut vorstellen können bei mir. Meine Eltern standen komplett hinter meiner Berufswahl. Sie unterstützen mich bei allem. Auch mein Freundeskreis wusste ja schon, dass ich gerne Motorrad und Auto fahre. Bei Volkswagen durchlief ich das Bewerbungsverfahren. Die Unternehmen in unserer Region haben Ansprüche an Bewerber und Vorstellungen von den künftigen Mitarbeitern, ob bei Volkswagen, Daimler oder B. Braun, und das ist auch richtig so. Die Zeit als Student im Praxisverbund mit einer kompletten gewerblichen Ausbildung während der Semesterferien neben dem Studium war anstrengend. Ja. Aber Volkswagen hat da ein gutes Programm. Das hat mich bestärkt in der Berufswahl, und ich fühle mich sehr wohl. Am Arbeitsplatz bin ich akzeptiert, klar! Jeder sollte im Beruf das tun, was ihm Spaß macht. Wir hatten schon in der Schulzeit viel Möglichkeiten zur Berufsorientierung. Die Schule hat sich bemüht, uns den ganzen, großen Fächer an Informationen über Berufe bereit zu stellen. Aber die Schüler entscheiden bei der Wahl ihrer Kurse häufig nach Sympathie und Antipathie mit Blick auf den Lehrer oder danach, wo sie gut durchkommen, und nicht mit Blick auf das Berufsleben. Aber das kurioseste für mich in der heutigen Zeit ist, dass Frauen in technischen Berufen immer noch „besonders“ sind und die Frage, warum man sich als Frau für einen Beruf in dieser Sparte entschieden hat, überhaupt noch so häufig gestellt werden muss.“