Was ist Supervision?
Das Wort Supervision stammt ursprünglich aus dem Englischen und kann wortgetreu mit „Aufsicht“ übersetzt werden. Der Begriff wird je nach Kontext jedoch unterschiedlich ausgelegt beispielsweise als Kontrolle durch Führungskräfte in Betrieben und Organisationen. Die Tradition der hier thematisierten arbeitsweltlichen Supervision gibt es in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg und wurde aus dem anglo-amerikanischen Raum übernommen. In Deutschland hat sich der ehemalige Gedanke, dass insbesondere die Praxisanleitung und Aufsicht der Supervisanden im Vordergrund steht weiterentwickelt und folgt heute eher einem emanzipatorischen Gedanken. Die Entwicklung der Person ist stärker in den Vordergrund gerückt.
Was ist das Ziel von Supervision?
Durch Supervision soll ein Raum für Mitarbeitende geschaffen werden, in dem die Arbeit am Menschen reflektiert wird, aber auch Zustände kritisiert und hoheitskritische Gedanken geäußert werden können. Die Supervision dient zur Qualitätssicherung, zur Weiterbildung, zur Klärung von Konflikten und dem Lösen von Problemen. Mithilfe von Supervisor:innen können z. B. Teams ihren Berufsalltag und ihre Strukturen reflektieren, die Zusammenarbeit verbessern und die Arbeitsleistung Einzelner, sowie der gesamten Gruppe steigern.
Innerhalb der Arbeitswelt lassen sich drei Formen der Supervision unterscheiden:
Die Einzelsupervision
Dabei handelt es sich um eine persönliche Beratung über die Arbeitssituation einzelner Personen – dabei kann es sich um Mitarbeitende sowie Führungskräfte handeln. Sie bietet die Gelegenheit sich mit einem Supervisor / einer Supervisorin detailliert über berufliche Themen auszutauschen. Ziel ist es die eigene Rolle zu reflektieren, Belastungen, Konflikte und Gefühle in einem geschützten Raum ohne äußere Einflüsse zu besprechen.
Die Teamsupervision
Bei einer Teamsupervision arbeiten Supervisorinnen mit Teams, die im Arbeitsalltag gemeinsam eine Aufgabe verfolgen und in der Praxis zusammenarbeiten. Ziel einer Teamsupervision ist die Reflexion der Zusammenarbeit. Sie dient dazu den Zusammenhalt zu stärken, Konflikte zu überwinden und Organisatorisches zu klären.
Die Gruppensupervision
Bei einer Gruppensupervision sind in der Regel Menschen involviert, die den selben Hintergrund haben, aber im Alltag nicht zusammenarbeiten, z.B. Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen oder Therapeut:innen. Unter Anleitung von Supervisor:innen können Teiln
