Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium nimmt ihren Sitz an der UNIKIMS in Kassel

Dr. Silke Vergara: „Die Nachfrage nach berufsbegleitender Weiterbildung auf Hochschulniveau wird weiter steigen“ / Dr. Jochen Dittmar: „UNIKIMS steigerte Zahl der Studierenden von 2011 bis heute von 350 auf 830“ / Größte Management School mit der meisten Erfahrung und dem breitesten Angebot auf universitärem Niveau in Deutschland

KASSEL, Oktober 2016. Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) hat ihre Geschäftsstelle von Oktober 2016 an in Kassel an der UNIKIMS, der Management School der Universität. Zuvor schon, am 15. September 2016, hat die Mitgliederversammlung der DGWF den Vorstand der Gesellschaft neu gewählt. Dr. Silke Vergara, Leiterin des Qualitäts- und Studiengangmanagement der UNIKIMS und seit drei Jahren Landesgruppensprecherin der DGWF in Hessen, wurde als stellvertretende Vorsitzende in den Vorstand gewählt. Die Geschäftsstelle der DGWF wird bei Dr. Silke Vergara angesiedelt sein. Die Stelle ist mit einer halben Stelle ausgestattet. Diese wird von der DGFW finanziert und mit Jutta Steinbrecher, ebenfalls Mitarbeiterin der UNIKIMS, besetzt.

Dr. Silke Vergara erwartet von der Verlegung der Geschäftsstelle, die bisher an der Universität Bielefeld angesiedelt war, an die UNIKIMS eine noch bessere Vernetzung mit anderen Hochschulen. Der intensivere Austausch unter den Universitäten sei Voraussetzung, um die wissenschaftliche Weiterbildung weiter zu entwickeln.

Dr. Jochen Dittmar, Geschäftsführer der UNIKIMS GmbH, beschreibt die steigende Nachfrage nach wissenschaftlicher, berufsbegleitender Weiterbildung am Beispiel seines eigenen Hauses. Die Zahl der Studierenden, die sich parallel zum Beruf wissenschaftlich weiterbilden, sei allein an der UNIKIMS binnen fünf Jahren von 2011 bis heute von 350 auf 830 gestiegen. Die UNIKIMS biete 9 Studiengänge und 7 Weiterbildungsseminare. Damit sei die UNIKIMS die Management School mit dem größten Angebot und der meisten Erfahrung in der berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung auf universitärem Niveau in Deutschland. Dr. Jochen Dittmar ist überzeugt, dass die Nachfrage nach lebenslanger, wissenschaftlicher Weiterbildung weiter zunehmen wird. Nach der Einführung gestufter Studiengänge in Europa erkennen immer mehr Berufseinsteiger, dass sie sich nach einem ersten akademischen Abschluss weiter qualifizieren müssen, um ihre beruflichen Ziele durch zusätzliche Kompetenzen auf universitärem Niveau zu erreichen. 

Nach den Worten von Dr. Silke Vergara beobachtet die DGWF die zunehmende Individualisierung und Pluralisierung von Lebensstilen, Lebensläufen und Bildungswegen. Diese führe zu einer diversifizierten Nachfrage auf einem vielfältigen Markt von Bildungsangeboten. Die „Lifelong Learners“ unterschieden sich je nach ihren Lebenslagen und Lebensphasen. „Es entsteht eine enorme Bedürfnisvielfalt, auf welche die Hochschulen mit angemessenen Angebotsstrategien und der entsprechenden Programmpolitik reagieren müssen. Strategische und systemische Antworten im Management von Vielfalt und Diversität sind gefragt“, zitiert Dr. Silke Vergara eine Erkenntnis der jüngsten Jahrestagung der DGWF in Wien. „Das lebenslange Lernen auch durch wissenschaftliche Weiterbildung ist von einem Randthema zu einer zentralen Herausforderung in Gesellschaft, Unternehmen und Hochschulen geworden“, sagt Dr. Silke Vergara. Vor allem fragten immer mehr Menschen im Laufe des Berufslebens nach wissenschaftlicher Weiterbildung, um sich neues Fachwissen anzueignen, sich durch einen Masterabschluss breiter aufzustellen aber auch, um sich für Führungsfunktionen und neue Aufgaben in einer sich stark wandelnden Arbeitswelt zu qualifizieren.

Der Vorsitzende der DGFW, Dr. Burkhard Lehmann, langjährig erfahren in der Weiterbildung und Geschäftsführer des Zentrums für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) an der Universität Koblenz-Landau, sagte, Hochschulbildung ohne wissenschaftliche Weiterbildung in all ihren Facetten sei nicht mehr zeitgemäß: „Wir setzen uns für verbesserte Rahmenbedingungen für Weiterbildung, für Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen und für eine Kooperation aller mit Erwachsenenbildung befassten Institutionen ein.“

Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium

Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) ist ein Verband mit über 320 institutionellen und persönlichen Mitgliedern aus Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Neben den Mitgliedern aus Deutschland engagieren sich dort etwa 15 Mitglieder aus anderen europäischen Ländern, insbesondere aus Österreich und der Schweiz. Der satzungsmäßige Zweck der als gemeinnützig anerkannten DGWF sind die Förderung, Koordinierung und Repräsentation der von den Hochschulen - Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulverbünden -  getragenen Weiterbildung und des Fernstudiums. Dazu gehört auch die Förderung von Forschung und Lehre auf diesen Gebieten.

In jüngster Zeit stehen zudem die Rolle der neuen Medien in der Hochschulweiterbildung und im Fernstudium sowie das lebenslange Lernen im Fokus der Arbeit der DGWF. Die DGWF ist Mitglied im European University Continuing Education Network (EUCEN).

Um wissenschaftliche Weiterbildung in Hochschulen, Gesellschaft und Politik zu positionieren und zu den wichtigen Diskursen beizutragen, arbeitet die DGWF mit einer Vielzahl von Publikations-, Kommunikations- und Veranstaltungsformaten:

•   Publikationen und Dokumentationen

•   Jahrestagungen, Konferenzen, Workshops, Fachtagungen und Symposien

•   Beratung von Institutionen und Personen

•   Empfehlungen und Stellungnahmen

•   Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen und Forschungs-projekte 

Die DGWF arbeitet mit allen wichtigen Akteuren der wissenschaftlichen Weiterbildung sowohl inhaltlich als auch strukturell - von Ministerien über Verbände bis hin zu wissenschaftlichen Einrichtungen - eng zusammen.

UNIKIMS – universitäre Weiterbildung für die Wirtschaft

Seit 2005 hat sich die Management School der Universität Kassel, UNIKIMS, mit ihren betriebswirtschaftlichen, ingenieur- und humanwissenschaftlichen berufsbegleitenden Masterstudien-gängen zu einem unverzichtbaren Partner in der universitären Weiterbildung für Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen entwickelt.

Jährlich nutzen etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 300 Unternehmen sowie mittelständischen Betrieben und multinationalen Konzernen das Angebot der UNIKIMS an weiterbildenden Studiengängen, Managementprogrammen, Seminaren sowie unternehmensinternen Schulungen und Beratungen. Die Studierenden geben der UNIKIMS regelmäßig Bestnoten wie die Evaluationen zeigen. Die Inhalte der Studiengänge werden vielfach in enger Abstimmung mit Unternehmen entwickelt oder auf deren Anstoß hin. Sie werden permanent durch das Feedback der Studierenden und Unternehmen evaluiert, um sie bei Bedarf fortzuentwickeln. 

Nur öffentliche Universitäten betreiben intensiv Forschung. Die Ergebnisse dieser Forschung an der Universität Kassel fließen unmittelbar in die Lehre der Weiterbildungsstudiengänge ein. Damit ist eine Verzahnung von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Anwendung in der Praxis gegeben. Dieses Alleinstellungsmerkmal in Verbindung mit einem exzellenten Studienangebot und bester Organisation macht nach Angaben der Absolventen die Qualität der UNIKIMS aus.

Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Wissensvermittlung ist eine Lehr- und Lernumgebung, die geeignet ist, Fach-, Methoden- und Anwendungskompetenz zielgerichtet zu vermitteln. Berufstätige Studierende stellen besondere Anforderungen an die Organisation des Studiums und der Wissensvermittlung, denen die UNIKIMS mit einer Kombination aus Präsenz- und Online-Studium Rechnung trägt.

Die Studierenden können somit einen Teil ihres Studiums online absolvieren, ohne auf die enge Einbindung in das Studium verzichten zu müssen. Auf dem e-campus der UNIKIMS stehen den Dozenten und Studierenden virtuelle Seminarräume jederzeit für Seminare, Präsentationen, Projektarbeiten und formlose Treffen zur Verfügung. Ferner können über den e-campus Dokumente, Termine und organisatorische Informationen aus-getauscht werden.