Schule managen

Modul 2: Schule managen

Kurs 1: Schule als Organisation

Dieser Studienbrief blickt auf die Schule als Organisation. Es wird darauf eingegangen, welche Defizite in der Organisation öffentlicher Einrichtungen, wie der Schule, auftreten und wie diese zu beheben sind. Des Weiteren werden Organisationstheorien aus den Wirtschaftswissenschaften herangezogen, um neue Steuerungsmodelle für öffentliche Einrichtungen zu erarbeiten. Auch der Blick auf die Schule als soziales System wird in diesem Studienbrief behandelt. Die Reorganisation der Schulkultur steht dabei genauso im Vordergrund wie die Normen und Regeln als Mittel der kollektiven Selbstverpflichtung. Die verschiedenen Perspektiven der Akteure, die an der Organisation Schule teilhaben, werden beleuchtet und Wege gesucht, die Zusammenarbeit zu optimieren.

Kurs 2: Psychologisches Prozessmanagement

Das systematische Management von Organisationsabläufen ist in fast allen Bereichen des beruflichen Lebens fester Bestandteil der Professionalität. Auftrag- bzw. Geldgeber fordern die entsprechende Einführung von Prozessmanagement- oder Qualitätsmanagementsystemen. Diese Entwicklung macht auch vor Ausbildungsstätten nicht halt. Während für einen Fertigungsbetrieb mit einer geringen Teilevariation und definierten Herstellungsprozessen die Abläufe und Kennzahlen eng definiert werden können, benötigt ein Prozessmanagement in Ausbildungsstätten eine weitaus intensivere Auseinandersetzung mit den psychologischen Aspekten des Managements. Der Studienbrief "Prozessmanagement" beschreibt den strukturellen Aufbau und dessen Umsetzung, sodass Prozessmanagement in Ausbildungsstätten sinnvoll und psychologisch "gelebt" werden kann.

Kurs 3: Personalmanagement

In diesem Studienbrief beschäftigt sich der Autor mit Fragen der Personalentwicklung in Schule. Zunächst werden die Grundlagen der Personalentwicklung, abgeleitet aus den Wirtschaftswissenschaften, dargelegt und Definitionsansätze zur Konkretisierung des Themas auf den Kontext Schule gegeben. Aufbauend auf den Ansätzen der Personalentwicklung geht der Autor in seinem Studienbrief besonders auf die Personalförderung als professionelles Handeln der Schulleitung ein und betrachtet die Möglichkeiten der Kollegiumsentwicklung und Fortbildungsplanung in der Schule. Darüber hinaus werden Grenzen und Möglichkeiten aufgezeigt, die das Thema Personalentwicklung in der Schule hat.
 
Kurs 4: Rechtliches Basiswissen für Führungskräfte im Bildungswesen
"Viel Ärger, wenig Spielraum", so lautete vor einigen Jahren die Überschrift in einer überregionalen Zeitung, in der die bisherige Stellung von Schulleiterinnen und Schulleitern charakterisiert wurde. Sie habe häufig nicht mehr als den Status einer Verwalterstelle ohne wesentliche Entscheidungsbefugnisse, die allerdings viel Ärger mit sich bringe. Genau das ändert sich gerade. Es ist eine weit verbreitete Überzeugung, dass die Einzelschule eine größere Freiheit, verbunden mit einer größeren Verantwortung braucht. Die Bildungspolitik ist überall dabei, die Weichen in diese Richtung zu stellen. Diese Entwicklung trifft aber auf ein Personal, das für den sensiblen und oft schwierigen Bereich spezifisch rechtlicher Fragestellungen nicht hinreichend ausgebildet ist. Die Befugnis, selbstständig Entscheidungen treffen zu können, sollte aber die Fähigkeit voraussetzen, die rechtliche Tragweite anstehender oder getroffener Entscheidungen eigenständig anhand der bestehenden Gesetzeslage abschätzen zu können. Der Studienbrief legt einige für die Schulleitung bedeutsame Bereiche des Rechts dar und hat das Ziel, das Verständnis juristischer Fragen voranzutreiben. Zielgruppen sind neben Schulleitungsmitgliedern und Lehrkräften, die sich auf eine Aufgabe in der Schulleitung, in der Bildungsverwaltung oder der Schulaufsicht vorbereiten wollen, auch Lehrkräfte und Referendare, die ihre Kenntnisse und Sicherheit in schulrechtlichen Fragen vertiefen wollen.
 
Kurs 5: Bildungsmanagement im Spiegel internationaler Bildungsforschung
Dieser Studienbrief zeigt, dass sowohl die Diskussion um Schulentwicklung als auch um Schulleitungshandeln in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern bereits eine Tradition hat. Die Fragen, was eine gute Schule ist, und wie man Schule verbessern kann, gehören ebenso zu dieser Tradition ("School Effectiveness" bzw. "School Improvement") wie die veränderten Anforderungen an Schule und Schulleitung. An Beispielen aus USA, England/Wales, den Niederlanden und Neuseeland wird diese Diskussion erläutert. Hinzu kommt die internationale Diskussion darüber, welche Aufgaben heute von Schulleitungen bewältigt werden müssen, welche Kompetenzen dafür erforderlich sind und wie sie in diesen Ländern im Rahmen von Aus- und Weiterbildung bereits einen hohen Grad an Institutionalisierung erreicht haben.