Modul 4: Bildungsberatung

Kurs 1: Bildungsberatung –Theorien und Konzepte

Ziel des Studienbriefes ist es, einen möglichst breiten Überblick über das Feld der Bildungsberatung zu geben. Zukünftigen Leitungspersonen soll fundiertes Wissen über Ansätze und spezifische Bildungsberatungsformen wie beispielsweise der Lernberatung oder der Beratung bei Übergängen (Schulformen, Schulstufen, Schule – Beruf etc.) vermittelt werden. Weiterhin lernen sie verschiedene relevante Beratungsansätze kennen.

Ausgehend von der Tatsache, dass Bildungsberatung angesichts ökonomischer und bildungspolitischer Interessen heute in der Öffentlichkeit und auch in der pädagogischen Fachdiskussion (wieder) einen hohen Stellenwert einnimmt und sogar als zentrales Element für erfolgreiches Lernen im Lebenslauf angesehen wird, werden zunächst die Ziele, Notwendigkeiten und Aufgaben erläutert. Bildungsberatung wird hierbei aus zwei Blickwinkeln betrachtet: Erstens aus dem Blickwinkel von Ratsuchenden (Schüler, Eltern, Lehrer) die im Kontext der Schule Informationen und Lösungen zu Bildungsfragen erwarten. Und zweitens aus dem Blickwinkel von Lehrerinnen und Lehrern, die Leitungsfunktionen übernehmen und deren Arbeitsschwerpunkte sich dadurch zu mehr beratender Tätigkeit verschieben werden.

Kurs 2: Problembereich: Konflikte in Bildungseinrichtungen

Konflikte sind nicht immer negativ – mitunter können sie sogar gezielt eingesetzt werden, um Organisationen leistungsfähiger zu gestalten. In anderen Fällen binden sie jedoch viel Energie und erschweren die Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernen.

Der Studienbrief "Konflikte in Bildungseinrichtungen" geht davon aus, dass Konflikte dann am besten bearbeitet werden können, wenn ihre Dynamik analysierbar und mit etwas innerem Abstand nachvollziehbar wird. Ein Stufenmodell erläutert den Verlauf typischer Konflikte und macht deutlich, wie BeraterInnen und Beteiligte konstruktiv tätig werden können. Auf diese Weise lassen sich Konflikte nicht immer vermeiden, wohl aber in ihrer Dynamik verstehen, produktiv wenden und häufig auch lösen.

Kurs 3: Problembereich: Gewalt an Schulen

LehrerInnenprofessionalität ist nicht nur der Schlüssel, sondern auch der Ansatzpunkt erfolgsversprechender Präventionsarbeit. Hier spielt die Frage der Qualitätsentwicklung von Schule, bei der Schulleitungen eine gewichtige Rolle einnehmen, mit in die Gewaltprävention hinein. Schulen mit hoher LehrerInnenprofessionalität, gutem Schulklima, einer entwickelten Partizipationsstruktur und positiven sozialökologischen Bedingungen zeichnen sich durch weniger Leistungsdruck und Schulangst aus, verzeichnen mehr Schulfreude und Lernmotivation, die wiederum positiv die Leistungsbereitschaft und damit die Lernergebnisse beeinflusst. Vor diesem Hintergrund verfolgt dieser Studienbrief drei wesentliche Ziele: Informationen über Forschungsergebnisse zur "Gewalt an Schulen", Theorien zur Erklärung schulischer Gewalt, die für Gewaltprävention leitend sind und die Darstellung eines Überblicks über Handlungskonzepte und Strategien im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit in der Schulpraxis.

 

Kurs 4: Praxisfeld: Kollegiale Beratung und Supervision

Bei der "Kollegialen Beratung und Supervision" handelt es sich um ein Verfahren, mit dessen Hilfe sich Pädagogen und Pädagoginnen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern in ihrem belastendem Berufsalltag gegenseitig unterstützen können. Durch seine Aufgaben- und Phasenstrukturierung erhält es eine große Praktikabilität. Die ausführlich erörterten theoretischen Grundlagen sowie die daraus abgeleiteten Prinzipien und Handlungsempfehlungen lassen sich mit Gewinn auf andere pädagogische Aufgabenstellungen als Beratung und Supervision übertragen.