Bildungsgovernance

Modul 3: Bildungsgovernance

Kurs 1: Educational Governance – Theorien und Konzepte

Educational Governance ist eine analytische Sichtweise auf das Bildungssystem, die davon ausgeht, dass direkte Planung und Steuerung eines so komplexen Sozialsystems eigentlich gar nicht möglich sind. Welche Wirkungen können Innovationen und Reformen dann aber auf Schule haben? Verändert sich Schule immerzu oder überhaupt nie? Der Studienbrief zeigt, wie Staat und Markt, aber auch wie einzelne Akteure auf das Bildungssystem wirken und mithilfe welcher Konzepte diese Zusammenhänge beschrieben werden können. Im ersten Teil des Textes werden staatliche und marktbezogene Einflüsse auf das deutsche Bildungssystem untersucht. Der zweite Teil stellt Konzepte vor, mit dessen Hilfe die Wirkung von Bildungsreformen und Innovationen auf Schule analysiert werden kann.

Kurs 2: Lernort Gemeinde – Kommunale Bildungsverantwortung

In den vergangenen Jahren sind verschiedene Initiativen auf kommunaler Ebene entstanden, die die Verantwortung für Bildung und Ausbildung explizit (auch) auf kommunaler Ebene verorten. Nicht nur Kindertagesstätten, die Verwaltung der äußeren Schulangelegenheiten, kompensatorische Ausbildungsangebote und verschiedene Einrichtungen des lebensbegleitenden Lernens liegen im kommunalen Zuständigkeitsbereich. Auch und vor allem die Übergänge zwischen den Bildungsabschnitten und die Vernetzung der Bildungsangebote untereinander sind zentrale Aufgaben der Kommunen. Der Studienbrief zeigt Herausforderungen kommunaler Bildungsverantwortung ebenso auf wie aktuelle Ansätze, um diesen gerecht zu werden.

Kurs 3: Schulleitung und Schulaufsicht

Bildungspolitik findet zu großen Teilen in der Schule statt. Der Studienbrief schildert Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten der Schulleitung und zieht dabei internationale Vergleiche heran. Der zweite Teil des Textes beschäftigt sich mit der Rolle der Schulaufsicht in einer modern gestalteten Schullandschaft. Der Autor des Studienbriefes, Herr Prof. Dr. Rosenbusch, stellt die These auf, das Verhältnis zwischen Schulleitung und Schulaufsicht sei "strukturell gestört" und weist auf Möglichkeiten der Überwindung dieses Strukturproblems hin.

Kurs 4: Lebensbegleitendes Lernen

Dörthe Herbrechter und Prof. Dr. Michael Schemmann nähern sich dem Thema des lebensbegleitenden Lernens zunächst auf programmatischer Ebene und nehmen dabei sowohl nationale als auch internationale Programmatiken zum lebenslangen Lernen in den Blick. Sodann wird der theoretische Rahmen zum lebensbegleitenden Lernen näher analysiert, wobei insbesondere die Lebenslauf- und Biografieperspektive in den Vordergrund gerückt werden. Schließlich fokussiert der Studientext auch aktuelle Strukturen und empirische Studien zum lebensbegleitenden Lernen in Deutschland, öffnet aber auch die Perspektiven ins europäische und außereuropäische Ausland.

Kurs 5: Bildungsmanagement im regionalen Netzwerk/Netzwerkkoordination

Dass Schulen zunehmend selbstständig handeln, bedeutet nicht, dass sie für sich und alleine agieren. Selbstständige Schulen sind vielmehr in vielleicht sogar stärkerem Ausmaß genötigt, mit anderen Bildungs-einrichtungen zu kooperieren. Absprachen, gemeinsame Ressourcen-nutzung und teilweise auch gemeinsame Aufgabenbewältigung über Einrichtungen und Bildungsformen hinweg stehen auf der Agenda vieler Schulen. Regionale Bildungsnetzwerke zwischen Schulen und anderen Einrichtungen werden vielerorts aufgebaut und genutzt. Der Studienbrief informiert über unterschiedliche Optionen, solche Bildungsnetzwerke aufzubauen und zu nutzen. Darüber hinaus stellt er Erfahrungen mit Bildungsnetzwerken dar und reflektiert diese kritisch.