UNIKIMS Vortragsreihe

Über unser Weiterbildungsprogramm hinaus bieten wir eine offene Vortragsreihe an. Die Themen richten sich an Interessierte aus allen Berufssparten, die sich mit neuen und vielleicht auch ihnen fremd erscheinenden Inhalten auseinandersetzen möchten. ReferentInnen sind in der Regel WissenschaftlerInnen der Universität Kassel und Dozenten der UNIKIMS. Sie beleuchten Themen aus dem Bereich des Managements und der Betriebswirtschaftlehre, darüber hinaus aber auch affine Themen aus anderen Wissenschaftsdisziplinen.

Neben dem Vortrag gibt es ausreichend Raum für Diskussionen sowie anschließend die Möglichkeit zu Gesprächen bei einem Imbiss. Die Teilnahme ist kostenlos, wir bitten Sie aber um Anmeldung.

 


Einladung zum Vortrag mit Diskussion am 17. Februar 2016

Dr. Sven Grote und Johannes Gröbel:  

"Wieso – es läuft doch bei uns im Betrieb?“ Warum Change Management und aktive Personalentwicklung die Zukunft entscheiden

Dr. Sven Grote und Johannes Gröbel geben einen Einblick in die Zukunftswerkstatt Personalarbeit 2020.

Wir freuen uns auf Ihr kommen! Hier finden Sie weitere Informationen und gelangen zur Online-Anmeldung.

 


Einladung zum Vortrag am 13. April 2016

Dr. Clifford Tijok: Wie wird Verhandlungsführung erklärbar? 

Unser Alltag wird begleitet von Verhandlungen aller Art, sei es im Beruf oder in der Freizeit. Dabei ist viel von „Verhandlungsgeschick“ die Rede. Was bedeutet „geschickte“ Verhandlungsführung eigentlich?  Die Grundvoraussetzung dafür ist zunächst zu verstehen, wie Verhandlungssituationen erklärbar gemacht werden können, um sich anschließend mit den Stellschrauben zu befassen.

  • Was sind die Schlüsselfaktoren in der Verhandlungsführung?
  • Welche Dinge gehören in den Werkzeugkasten der erfolgreichen Verhandlungsführung?
  • Wie entsteht Verhandlungsmacht und eine Verhandlungsposition?

Wir möchten Sie gerne einladen, mit Dr. Clifford Tjiok, Verhandlungscoach und Führungskraft in der Finanzindustrie mit über 20 Jahren Erfahrung, diesen Fragen nachzugehen und einen kurzweiligen Streifzug durch die Welt der Verhandlungsführung zu unternehmen.

Ort: Science Park Kassel, Universitätsplatz 12, 34127 Kassel (für die Navigation bitte Mombachstraße 1 eingeben)

Zeit: 18.00 Uhr

Hier gelangen Sie zur Online-Anmeldung.

 


Themen bisheriger Vorträge


Interkulturelle Kommunikation - China, Russland, USA

Verstehen Sie Ihre Geschäftspartner aus anderen Kulturen, und werden Sie verstanden? Wenn das Geschäft gut laufen und am Ende die Zahlen stimmen sollen, ist das unabdingbar.

Erprobte Trainerinnen mit persönlicher Erfahrung in anderen Ländern machen nun Unternehmensvertreter in interkulturellen Trainings fit für den internationalen Geschäftsalltag. Um die Chancen dieser wissenschaftlich basierten Weiterbildung aufzuzeigen, gibt die UNIKIMS am 05. November 2016 in einer Veranstaltung einen Einblick in die Methodik des interkulturellen Trainings an der Management School. „Denn als Hochschule sehen wir unsere Aufgabe auch in der Unterstützung der Unternehmen in unserer Region“, sagt Dr. Jochen Dittmar, Geschäftsführer der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel. 

Mit: Andrea Mentel-Winter (DEU), Dr. Marina Adams (RUS), Prof. Dr. Gerlinde Gild (CHN) und Amira Cerimovic (USA)
Moderation: Claus-Peter Müller von der Grün (Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Prof. Dr. Ralf Bebenroth, Lehrstuhl für International Business, Kobe University, Japan: 

Unterwegs in japanischen Unternehmen

Deutsche Unternehmen sollten auf der Suche nach Beteiligungsmöglichkeiten Japan im Blick behalten, rät Prof. Dr. Ralf Bebenroth, der seit 2001 in Japan lebt und an der Kobe University seine Seminare und Vorlesungen in japanisch hält. Denn der japanische Markt für Mergers and Acquisitions hat in den letzten Jahren mit durchschnittlich 2.500 Transaktionen ein nie gekanntes, hohes Volumen erreicht. 

Bebenroth führt diese Entwicklung auf eine gewandelte Einstellung der japanischen Unternehmen zurück, die Akquisitionen jüngst „durchaus positiver bewerten“. Nicht mehr der Verkauf zum „Feind“, sondern vielmehr die Hilfe eines Partners bestimmt die Denkrichtung in der Diskussion.

In dem Vortrag geht Herr Bebenroth auf die Gründe für die wechselseitigen Übernahmen ein und zeigt an Beispielen, wie die Übernahme eines japanischen Unternehmens gelingen kann.

Bebenroth wurde 1968 in Kassel geboren, studierte dort Wirtschaftswissenschaften und promovierte im Februar 2001 zum Thema: Bewertung bei Akquisitionen japanischer Targetunternehmen – aus Sicht deutscher Industrieunternehmen.


Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt, Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik, Fachbereich Maschinenbau: 

Technologien und Methoden für die nutzerfreundliche Produkt- und Arbeitsplatzgestaltung

Der Vortrag widmet sich der systematisch-ingenieurmäßigen Entwicklung gebrauchstauglicher, d. h. effektiv, effizient und zufriedenstellend benutzbarer Produkte, sowie der Gestaltung effizienter und ergonomischer Arbeitsplätze. Dazu werden Technologien und Methoden vorgestellt, mit denen diese Qualitätseigenschaften zielgerichtet verfolgt und überprüft werden können, und anhand von Beispielen aus verschiedenen Projekten illustriert.

  • Menschmodellierung und Simulation

  • Mensch-Maschine-Interaktion

  • Arbeiten und Lernen


Jyotika Dalal und Andrea Mentel-Winter, Trainerinnen für interkulturelle Kommunikation: 

Businesskultur in Indien - Ein gutes Geschäft gründet auf einer guten Beziehung

Die deutsch-indischen Wirtschaftsbeziehungen sind gut bestellt und Indien boomt. Aber im Geschäftsleben tauchen  immer wieder ungeahnte Probleme auf. Die Inderin Jyotika Dalal und Andrea Mentel-Winter führen diese Probleme vielfach auf interkulturelle Missverständnisse zurück, die den Aufbau von guten Beziehungen im Geschäfts- und Privatleben erschweren können. „Sich bewusst mit diesen kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten auseinanderzusetzen, bildet die Grundlage für ein gegenseitiges Verstehen.“ In dem Vortrag über Indien geben die beiden Trainerinnen auch eine Einführung in die Workshop-Reihe zum Interkulturellen Training, die im Herbst beginnt.


Cathay Bi, Product Managerin, Google, Silicon Valley, USA: 

Marketing- “How to cut through the noise and grab the mindshare of tech-weary consumers”

Wie sieht die Landschaft der Verbrauchertechnologie heute aus, und inwiefern durchdringt Technologie das Leben der Verbraucher? Diesen Fragen wird Cathay Bi, Product Managerin bei Google in der Unternehmenszentrale in Mountain View in ihrem Vortrag nachgehen. Die Managerin ist überzeugt: „Der Satz‚ baut tolle Produkte und die Anwender werden schon folgen‘, der noch vor 10 Jahren relevant war, gilt heute nicht mehr. Was wir heutzutage benötigen, ist eine Strategie dafür, wie man sich in einem hart umkämpften Umfeld zurecht findet.“ Cathay Bi wird aus der Perspektive von Google, angereichert mit Beispielen aus der Praxis, schildern, wie sich ein Unternehmen mit seinen Produkten im allgemeinen Werbegetümmel abhebt und mittlerweile „technikmüde Verbraucher für sich gewinnt“. Cathay Bi ist in ihrer Funktion für die Google Watch, Moto 360, verantwortlich. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Produktmanagement, Produktmarketing, und Go-to-Market-Strategien.


Ulrich Heitzlhofer, People Development Program Manager - responsible for Google´s management worldwide, Google, Silicon Valley, USA: 

Unconscious Bias Lecture - Make the unconscious conscious”

Ulrich Heitzlhofer beschäftigt sich in seinem Vortrag mit den unbewussten Vorlieben. Seit 2011 ist er für Google tätig und derzeit als „People Development Program Manager“ für die Entwicklung von Googles Managern weltweit verantwortlich. „Das Erkennen, Bewusstmachen und das gezielte Steuern unbewusster Vorlieben ist der heilige Gral zu Organizational Citizenship Behavior (OCB) in der Firmenkultur“, sagt der Personalentwickler mit den Arbeitsschwerpunkten Leistungsevaluierung sowie Entwicklung von Personal und Führungskräften. 


Prof. Dr. Karin Lackner und Dr. Klaus Hohr: Erfolgreich führen in bewegten Zeiten

Vieles in der Wirtschaftswelt wird als komplex und schnelllebig wahrgenommen. Wie kann in solchen Zeiten ein Unternehmen zusammenklingen und den Herausforderungen heute und künftig gut gewachsen.

Wie wird es erreichbar, sowohl Mitarbeiter wie Kunden am Prozess der Wertschöpfung mit Motivation zu beteiligen? So dass ein jeder seinen Beitrag zum Erfolg des Ganzen gut zu leisten vermag?

Wie auch persönlich mit Ansprüchen und Herausforderungen gut zurecht kommen und daran wachsen?

Erfahrungen werden vorgestellt, zur Diskussion wird eingeladen.

Als theoretische Hintergrundmusik wird das Modell der Social Sustainabiliy in Organisationen eingespielt.

Prof. Dr. Karin Lackner studierte Psychologie, Biologie und Philosophie an der Universität Wien und ist Professorin für Organisationsberatung, Supervision und Coaching an der Universität Kassel. Lehrberaterin und Lehrtrainerin (ÖGGO); Mitglied der DGSv; Gesundheitspsychologin; Trainer- und Beratererfahrung national und international (Verwaltungsorganisationen, Gesundheits- und Sozialwesen, Banken, Industrieunternehmen); Motiv- und Interventionsforschung; Leiterin des Instituts für Organisationsdynamik.

Dr. Klaus Hohr ist seit über 20 Jahren leitend in internationalen Unternehmen im Bereich der Bildung der Mitarbeiter, u.a. bei Daimler, Dornier Luftfahrt und Heidelberger Druckmaschinen, tätig. Daneben Begleitung von Veränderungen in Wirtschaft, Schule und Gesellschaft. Langjährige Hochschulratsmitgliedschaft und Vorsitz.

 

Prof. Dr.-Ing. Detlef Kuhl: Technologische Herausforderung der Windenergie

In nur zwei Jahrzehnten Evolution wuchs die Nennleistung einer Windenergieanlage auf bis zu 2.500% an. Im gleichen Zeitraum stieg die installierte Leistung von Windenergieanlagen in der Bundesrepublik Deutschland um 30.000% an, womit inzwischen fast zehn Prozent des gesamten elektrischen Energieverbrauchs durch Windenergie bereitgestellt wird. 

Der Wandel der Windkraftanlagen zum regenerativen Hauptenergielieferanten einer sicherheits- und umweltbewussten Gesellschaft geht einher mit immensen technologischen Herausforderungen zu Entwicklung, Bau und Betrieb der sauberen Giganten. 

Der Vortrag beginnt mit einem Überblick der Windenergienutzung, stellt aktuelle Technologien der Windenergieanlagen vor, diskutiert die Perspektiven der Windenergienutzung und die damit verbundenen Herausforderungen der Planungs- und Entwicklungsmethodik sowie der Technologierealisierung. 

Weiterhin wird ein weiterbildender Studiengang vorgestellt dessen Curriculumsentwicklung die notwendigen Kompetenzen künftiger Windenergieingenieure reflektiert. 

Prof. Dr.-Ing. Detlef Kuhl ist Leiter des Fachgebiets Baumechanik/Baudynamik an der Universität Kassel 


Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer: Aktuelle Trends der Mobilität

 

Die letzten Jahre sind durch offenkundige Strukturbrüche wie z. B. die Energiewende aber auch durch nicht minder wichtige schleichende Veränderungsprozesse geprägt. Demografische Veränderungen oder technologische Entwicklungen im Bereich der IT-Technologien führen zu Verhaltensänderungen, die auch auf die individuelle Mobilität einen Einfluss haben. Die Mobilität, häufig auch als Verkehrsverhalten bezeichnet, ist dabei das Ergebnis eines komplexen Entscheidungsprozesses, der vor allem auf Werten und Einstellungen, der wahrgenommenen Umwelt sowie auf unterschiedlichen Restriktionen (u. a. zeitlichen, räumlichen und finanziellen) beruht. Veränderungen der Einflussgrößen des Verhaltens können also das Verhalten selbst beeinflussen. Im Vortrag werden aktuelle Entwicklungen der Mobilität und ihrer wesentlichen Einflussgrößen vorgestellt und in Beziehung gesetzt. Der Schwerpunkt des Vortrages wird dabei auf dem Trend zum multimodalen Verhalten liegen, d.h. der situationsabhängigen Wahl des Verkehrsmittels. 

Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer ist Professor für Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel sowie wissenschaftlicher Beirat der WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH. Er hat an der TU Braunschweig und der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA) Bauingenieurwesen studiert. 


Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber: Beruf und Familie vereinbaren? – Psychoanalytische Perspektiven

 

Viele heutige Frauen gehen in Westeuropa selbstverstädlich davon aus, dass es zu ihrer weiblichen Selbstentfaltung gehört, Beruf und Familie zu vereinbaren. Dennoch sind viele von ihnen überrascht, mit welchen enormen Spannungsfeldern die Kombination von beruflicher Entfaltung und realer Mutterschaft auch heute noch verbunden ist: Besonders in den ersten Lebenswochen und -monaten stehen die Bedürfnisse des Säuglings, als psychophysiologische Frühgeburt, oft in krassem Widerspruch zu Anforderungen, die an Frauen im Berufsleben gestellt werden. Daher ist es begrüßenswert, wenn der Umgang mit diesen nur teilweise auflösbaren Spannungsfeldern nicht nur als individuelles, sondern auch als institutionelles und gesellschaftliches Problem erkannt wird. Im Vortrag werden einige Erkenntnisse aus der Psychoanalyse, der empirischen Bindungsforschung und den Neurowissenschaften vorgestellt und einige Perspektiven skizziert, die in die spannungsreichen Diskussionen um den bis 2013 geforderten und geförderten Krippenausbau Eingang finden.

Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber ist Professorin für Psychoanalytische Psychologie an der Universität Kassel, seit 2002 Direktorin des Sigmund-Freud- Instituts in Frankfurt/Main und Lehranalytikerin der DPV (Deutsche Psychoanalytische Vereinigung). Sie ist Vice Chair des Research Boards der International Psychoanalytical Association, Chair der Forschungs- und Hochschulkommission der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV), Visiting Professor at the University College London und Member of the „Action Group“ of the „Society for Neuropsychoanalysis“ Forschungsgebiete: Klinische und extraklinische Forschung in der Psychoanalyse, Psychoanalytische Entwicklungspsychologie, Präventionsforschung, Interdisziplinärer Dialog zwischen Psychoanalyse und Literaturwissenschaft; Psychoanalyse und Embodied Cognitive Science 


Prof. Dr. Karin Lackner und Dr. Klaus Hohr: Menschlich wirtschaften

 

Mensch und Wirtschaft in Harmonie, geht das zusammen? Geben sich Organisationen nicht damit zufrieden, wenn ihre Funktionen erfüllt sind? Mensch und Zwischenmenschliches: Stört das nicht in Organisationen? 

Unternehmen leben von guter Zusammenarbeit, von Wertschöpfung und Wertschätzung. Wie können Mensch und Funktion, Beziehung und Kommunikation gut für Unternehmen gestaltet werden? Wie kann Führung diesen unauflösbaren Widerspruch balancieren? Wie kann dies erfolgreich geschehen? 

Anhand von Erfahrungen mit einem Programm zur Managemententwicklung wird die gelungene Entwicklung im Spannungsfeld von Mensch und Wirtschaft dargestellt. Als theoretische Hintergrundmusik wird das Modell der Social Sustainability in Organisationen eingespielt. 

Prof. Dr. Karin Lackner studierte Psychologie, Biologie und Philosophie an der Universität Wien und ist Professorin für Organisationsberatung, Supervision und Coaching an der Universität Kassel. Lehrberaterin und Lehrtrainerin (ÖGGO); Mitglied der DGSv; Gesundheitspsychologin; Trainer- und Beratererfahrung national und international (Verwaltungsorganisationen, Gesundheits- und Sozialwesen, Banken, Industrieunternehmen); Motiv- und Interventionsforschung; Leiterin des Instituts für Organisationsdynamik. 

Dr. Klaus Hohr ist seit über 20 Jahren leitend in internationalen Unternehmen im Bereich der Bildung der Mitarbeiter, u.a. bei Daimler, Dornier Luftfahrt und Heidelberger 

Druckmaschinen, tätig. Daneben Begleitung von Veränderungen in Wirtschaft, Schule und Gesellschaft. Langjährige Hochschulratsmitgliedschaft und Vorsitz. 


Prof. Dr. Karin Lackner: Cross cultural pace. Herausforderungen für interkulturelle Zusammenarbeit und Management kultureller Komplexität.

 

Dass Organisationen global sind, global denken, global handeln, ist selbstverständlich geworden. Ist man nicht global, gerät man leicht in den Verdacht, rückständig oder öko-ideologisch regional zu sein. Organisationen tragen das Label ‚global' ganz selbstverständlich, als hätten sie nie anders als inter- und/oder transkulturell gehandelt. Es ist ganz ‚normal', in China oder in Rumänien eine Geschäftsstelle zu eröffnen, sich unternehmerisch rund um den Globus aufzustellen. Die dadurch entstehende interkulturelle Komplexität wird hingenommen, ungefragt akzeptiert. Mögliche Schwierigkeiten, die mit einer ‚Multiple Culture' (Mahadevan, 2011) Situation einhergehen, werden ausgeblendet, verniedlicht oder gar geleugnet. 

Dieser Beitrag möchte die Herausforderungen aufzeigen, denen sich ein Multiple Culture Management stellen muss, um global erfolgreich zu sein. Denn bei genauerem Hinsehen ist nichts selbstverständlich, das Meiste muss neu gestaltet und entwickelt werden. Es gibt kaum Rezepte für den Umgang mit Multiple Cultures, auch diese müssen sich die betroffenen Personen selbst schreiben. 

Aus mehreren Studien und Forschungsarbeiten zur interkulturellen Zusammenarbeit und Steuerung haben sich verschiedene Themenfelder herauskristallisiert, die auf die Schwierigkeiten in Multiple Cultures hinweisen: Die Überwindung räumlicher und zeitlicher Distanz, das Ersetzen direkter durch virtuelle Kommunikation, die Kommunikation in einer Lingua Franca und die damit einhergehenden Sprachnachteile, die unterschiedlichen Verhältnisse zu Hierarchie und Machtdistanz, die Verschiebung kultureller Differenzen auf die Persönlichkeit, unvereinbare Arbeitshaltungen, unterschiedliche Arbeitsverträge und Zugehörigkeitsdauer. 

Organisationen, ob global oder regional, sind Konglomerate unterschiedlicher Unternehmens- und Bereichskulturen. Produktion denkt und verhält sich anders als Vertrieb. Die Kulturdifferenz äußert sich auch dort in der Kommunikation, der Sprache, der Struktur. Die Kultur ist geprägt von der Eigenlogik der jeweiligen Systeme und führt zu unausweichlichen Konflikten in strategischen Entscheidungssituationen. 

Was passiert, wenn Organisationskulturen auf unterschiedliche Herkunftskulturen treffen? Wir beobachten sowohl Verschärfungen interkultureller Differenzen als auch Verschiebungen von Organisationskonflikten auf die Herkunftskulturen. Management ist hier gefordert, die Strömungen auseinander zu halten, den Kern von Konflikten zu identifizieren. 

Betrachtungen und Forschungen zur Interkulturalität gehen heute immer noch davon aus, dass ein Deutscher nach China geht, ein Auslandsassignment absolviert und danach wieder in die Heimat zurückkehrt. Die Realität sieht mittlerweile anders aus. Ein Deutscher, der in den USA studiert hat, leitet ein französisches Unternehmen in China. Herkunftskulturen sind oft nicht mehr identifizierbar, die üblichen Entsendungsverläufe mit dem obligatorischen Kulturschock möglicherweise nicht mehr gültig. Die Fähigkeiten, die ein solcher global Manager oder global Player mitbringen muss, verorten sich auf einer Metaebene. Es reicht nicht, zu wissen, wie man sich im Gastland daneben benimmt. Man braucht interkulturelle soziale Kompetenzen, um diejenige Kultur vor Ort zu erschaffen, auf die man sich mit den Expats, Inpats, Repats und anderen Kulturnomaden auf eine gewisse Zeit einzulassen bereit ist. 

Prof. Dr. Lackner für Supervision, Coaching, Organisationsberatung im Fachbereich Humanwissenschaften an der Universität Kassel. 


Univ.-Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel: Produktions- und Logistikplanung – Herausforderungen und Entwicklungstrends

 

Kurze Produktlebenszyklen führen zu immer komplexeren Produktions- und Logistikprozessen, mit denen hochflexibel und schnell auf neue Marktanforderungen reagiert werden muss. Führungskräfte stehen damit vor der wachsenden Herausforderung, industrielle Prozesse und Systeme ganzheitlich zu managen und interdisziplinäre Lösungen zu entwickeln.

Diskutieren Sie mit uns die Kernthemen, denen sich Unternehmen heute stellen müssen, und informieren Sie sich über den fachübergreifenden Masterstudiengang Industrial Production Management, der Fach- und Führungskräfte für die Bewältigung dieser Aufgaben fit macht. 

Prof. Dr. Wenzel leitet das Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung an der Universität Kassel.


Prof. Dr.Andreas Mann: Wie Kunden wirklich ticken - Erkenntnisse der Kognitionswissenschaften und ihre Implikationen für Marketing und Vertrieb

 

Im Rahmen des Vortrags werden ausgewählte Erkenntnisse der kognitiven Psychologie und der Neuroökonomie präsentiert, die sich auf Entscheidungs- und Kaufverhalten von Abnehmern beziehen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen werden Hinweise für die Gestaltung und Umsetztung von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen abgeleitet und präsentiert. 

Prof. Dr. Mann ist Leiter des DMCC - Dialog Marketing Competence Center und Inhaber des SVI-Stiftungslehrstuhls für Dialogmarketing an der Universität Kassel. 


Prof. Dr. Heidi Möller: Sie kamen, sahen und siegten? Weibliche Erfolgsfaktoren in Unternehmen.

 

Über externe Faktoren, die weibliche Karrieren hemmen, ist vieles bekannt. Ausgehend von zahlreichen Coachings mit weiblichen Führungskräften und Unternehmensgründerinnen und vor allem mit Frauen, die in den Startlöchern standen und Führungskräfte werden wollten, werden im Vortrag systematische Überlegungen angestrengt, die als "innere Erfolgsverhinderer" weiblicher Karrieren ursächlich erscheinen. Die Anzahl der erfolgreichen Frauen in den Organisationen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten international und national prozentual zwar stärker angestiegen als die der Männer, allerdings von einem niedrigen Niveau ausgehend. Frauen sind als Unternehmerinnen und im Topmanagement nach wie vor stark unterrepräsentiert. Der "gender-gap" bleibt also weiterhin bestehen. Im Vortrag werden berufliche Erfolgsfaktoren beschrieben, die als wissenschaftlich gesichert gelten und unter Berücksichtigung der Geschlechterperspektive diskutiert. Als diese gelten Leistungsmotivstärke, internale Kontrollüberzeugung, Risikoneigung, Problemlöseorientierung, Durchsetzungsfähigkeit, Ungewissheitstoleranz und Unabhängigkeitsstreben. Es werden Stolpersteine weiblicher Karrieren ausgemacht und aufgezeigt, wie man ihnen begegnen kann. 

Prof. Dr. Möller leitet das Fachgebiet Theorie und Methodik der Beratung am Institut für Soziale Therapie, Supervision und Organisationsberatung an der Universität Kassel und ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des DFL-Ligaverbandes. 


Prof. Dr. Jan Marco Leimeister: Open Innovations

 

Innovationen sind die Basis für ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum eines jeden Unternehmens. Ein stetig steigender Konkurrenzdruck verlangt von Unternehmen in immer kürzeren Zyklen, neue innovative Produkte zu entwickeln. Die effiziente und effektive Generierung von Ideen und deren erfolgreiche Umsetzung in Produkte ist für Unternehmen somit ein entscheidender Schlüsselfaktor. Open Innovation setzt genau hier an, indem es proklamiert, dass "firms can and should use external ideas as well as internal ideas, and internal and external paths to market, as they look to advance their technology" (Chesbrough, 2006). Der Vortrag verdeutlicht den Paradigmenwechsel hin zu Open Innovation und zeigt die Potenziale auf, die sich durch die Öffnung der klassischen, geschlossenen Innovationsprozesse bieten.

Prof. Dr. Leimeister leitet das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik an der Universität Kassel. 

Zu den Themen Open Innovations und IT-Outsorcing bietet die UNIKIMS 2 bzw. 3-tägige Kompaktseminare an. Weitere Informationen finden Sie hier. 

Prof. Dr Leimeister startet im Mai das Projekt "Austausch von Innovation und Erfahrung im demografischen Wandel (TANDEM) - Stärkung der Innovationsfähigkeit". Das Projekt wird von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. 

Gerne können Sie an dem Projekt teilnehmen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.uni-kassel.de/go/tandem. 

Prof. Dr. Sigrid Wenzel: Industrial Production Management

Die Globalisierung und der damit einhergehende Strukturwandel verlangen von den Unternehmen, die eigenen Produktions- und Dienstleistungsprozesse den Bedürfnissen des Marktes ständig neu anzupassen. Das Industrial Production Management beinhaltet das hierfür notwendige ganzheitliche Verstehen und Managen industrieller Prozesse und Systeme. 

Prof. Dr. Wenzel leitet das Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung an der Universität Kassel.


Personalmanagement

Prof. Dr. Eberl: Vertrauen ist gut, ist Kontrolle wirklich besser?
Prof. Dr. Sträter: Effizienzsteigerung durch gesundes Führen.

Prof. Dr. Eberl leitet das Fachgebiet Personalwirtschafts- und Organisationslehre an der Universität Kassel.
Prof. Dr. Sträter leitet das Fachgebiet Arbeitspsychologie an der Universität Kassel.


Prof. Dr. Jan Marco Leimeister: Strategisches IT-Management

Wie gewährleistet man mit Blick auf die Unternehmensziele den bestmöglichen Einsatz der Ressource Information?

Prof. Dr. Leimeister leitet das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik an der Universität Kassel. 


Prof. Dr. Andreas Mann: (Dialog-)Marketing-Excellence: Treiber und Ergebnisse erfolgreicher Kundenaquisition und -bindung

Prof. Dr. Mann leitet das Dialogmarketing Competence Center (DMCC) im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel.


Prof. Dr. Wolfgang Jonas: Systemdesign als Change Agent

Der interdisziplinäre, systemische und konsequent Nutzer-orientierte Blick auf die Unternehmung als Voraussetzung für Innovation.

Prof. Dr. Jonas ist Professor für Systemdesign an der Kunsthochschule Kassel. 


Prof. Dr.-Ing. Roland Jochem: Quality for Profit - Einsatz von Qualitätskonzepten und -methoden zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Unternehmensprozessen

In der Zeit von immer kürzeren Produktzyklen, Ressourcenengpässen und steigenden Kundenanforderungen stellt sich in den Unternehmen verstärkt die Frage: Brauchen wir noch formalisierte Qualitätsmanagementsysteme und immer wieder neue Verbesserungsinitiativen, die nur zusätzlichen Aufwand und Kosten verursachen oder sollten wir uns auf die Dinge konzentrieren, die uns weiterbringen und nicht behindern? Der Vortrag zeigt auf, wie moderne Qualitätskonzepte und -methoden richtig ein- und effizient umgesetzt, erhebliche Wirtschaftlichkeitspotenziale heben können.

Prof. Dr.-Ing. Jochem leitet das Fachgebiet Qualitätsmanagement an der Universität Kassel. 


Prof. Dr. Bernhard Heni: Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wird das HGB-Bilanzrecht nach einer gut 20-jährigen Reformpause weiterentwickeln. Das Gesetz wird 2009 in Kraft treten. Zum einen sollen behutsame Anpassungen an internationale Standards (IFRS) vorgenommen, zum anderen überkommene Wahlrechte beseitigt werden. Im Ergebnis soll damit das HGB eine vollwertige Alternative zu IFRS bilden, jedoch die hohe Komplexität und die für Mittelständler unvertretbaren Kosten der IFRS vermeiden. Der Vortrag zeigt die Schwerpunkte der Gesetzesreform auf und erörtert, inwieweit das Gesetz seinen selbst gesetzten Ansprüchen (Modernisierung, Deregulierung) gerecht wird. 

Prof. Dr. Heni leitet das Fachgebiet Bilanzielles Rechnungswesen an der Universität Kassel. 


Elektroautos

Prof. Dr. Ludwig Brabetz: Technologische Herausforderungen

Aus einem Schriftwechsel zwischen dem Erfinder Thomas Edison und dem Elektroauto-Produzenten Walter Baker aus dem Jahre 1915 geht Folgendes hervor: „Wenn Sie die Qualität Ihrer Autos beibehalten und ich die Qualität meiner Batterien, werden die Benzinkutschen in kürzester Zeit nicht mehr existieren“. Fast 100 Jahre später setzt die Vision von Internetpionieren und Wagnisfinanzierern, dass grüne Technologien auch profitabel sein können, die gesamte Automobilbranche unter Druck. Die Gründe hierfür sind sowohl die besseren Batterien, die immer weiter steigenden Treibstoffpreise als auch die Klimadebatte als auch strengere Emissionsauflagen.

Herr Prof. Brabetz wird die technologischen Herausforderungen insbesondere auch im Vergleich zu anderen Antriebstechniken darstellen.

Prof. Dr. Ludwig Brabetz leitet das Fachgebiet Fahrzeugsysteme und Grundlagen der Elektrotechnik an der Universität Kassel. Vor seiner Hochschulzeit war er zunächst bei Siemens Automotive, u.A. in Toulouse und Detroit, und später, als Entwicklungsleiter, bei Volkswagen Bordnetze und Sumitomo Elektrik Bordnetze tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind elektrische Energieverteilung und -Systeme im Kraftfahrzeug.