Master Coaching, Organisationsberatung, Supervision (COS)

Master Coaching, Organisationsberatung, Supervision (COS)
Der berufsbegleitende Masterstudiengang setzt den Maßstab in der Ausbildung von Berater:innen. Die Universität Kassel hat ihn in der großen Tradition der Supervision und ihres wissenschaftlich fundierten Coachings speziell für Menschen entwickelt, die an einer Karriere als Coach, Supervisor:in und Organisationsberater:in interessiert sind oder diese Qualifikationen in ihren Unternehmen einsetzen wollen. Prof. Dr. Julia Sauter und ihr Team entwickeln den berufsbegleitenden Masterstudiengang Coaching, Organisationsberatung, Supervision (COS) ständig weiter.
| Abschluss | Master of Arts (anerkannt durch die Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V.) |
|---|---|
| Art des Programms | Berufsbegleitender Master |
| Dauer | 6 Semester |
| Sprache | Deutsch |
| Bewerbungsfrist | Ende September |
| Studienbeginn | Jährlich im Oktober |
| Zulassungsvoraussetzungen | Hochschulabschluss, Berufserfahrung |
| Studienentgelt | 17.400 Euro (2.900 Euro je Semester) |
Modulübersicht
Modul 1: Grundlagen der Beratung
Moduldauer:
1 Semester. Das Modul wird im 1. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
1.1. Orientierung und Kennenlernen
1.2. Die Person des Beraters/der BeraterinQualifikationsziele und Lerninhalte:
Der erste Teil „Orientierung“ des MA Studiengangs beginnt mit einer moderierten „Kick-Off“ Veranstaltung zum intensiven Kennenlernen der Teilnehmer/innen untereinander und von Lehrpersonen, Lehrgangsinhalten und -strukturen. Struktur und Eigenlogik des Studiengangs werden dargestellt und die Lernphilosophie erläutert. Durch diese Veranstaltung soll den Studierenden ein möglichst reibungsloser Wiedereinstieg in das Studium ermöglicht werden. Dialogisch wird eine Lernkultur, sowie der Gruppenbildungsprozess gestaltet.
Die zweite Veranstaltung, der Theorieworkshop, beginnt unmittelbar nach der Kick-Off Veranstaltung. Den Studierenden werden relevante Theorien von Beratung in der Arbeitswelt vermittelt. Der wissenschaftstheoretische Hintergrund eines beratungswissenschaftlichen Masters wird erläutert und historisch hergeleitet. Zudem werden die Studierenden mit Forschungstheorien, diagnostischen Verfahren, rekonstruktiven Techniken der Datenerhebung und Prozessbeobachtung sowie mit exemplarischer Einübung ausgewählter qualitativer und quantitativen Erhebungs- und Auswertungstechniken bekannt gemacht.
Die dritte Veranstaltung reflektiert vertieft den Hintergrund der Entscheidung zu diesem Studiengang und macht die Studierenden mit dem Lernen durch Reflexion und Erfahrung vertraut. Der Person des:der Berater:in wird neben methodischen Inputs als Instrument der Beratung besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Learning Outcome:
- Etablierung des Lernsystems
- Berufsbiographische Selbstverortung in einem Weiterbildungsprozess
- Kenntnisse über grundlegende Theorien/Konzepte von Supervision, Coaching und Organisationsberatung
- Wissenschaftstheoretische Kenntnisse der Beratungswissenschaft
- Soziologisches Verständnis des Stellenwertes von Beratung in der Gesellschaft sowie in der Arbeitswelt
- Auffrischen bereits im Primärstudium erworbener Forschungstheorien und
- Forschungsmethoden
- Erste Erweiterung des Forschungsmethodologischen und -methodischen Verständnisses
- Wissen über sich selbst und die Wirkungen auf andere; Unterscheidung eigener Anteile und der Anteile der jeweils anderen in einem Beratungsprozess
- Analyse der eigenen Stärken und Schwächen für die Beratungsprofession, Formulierung von Entwicklungsfeldern im Laufe des Studiums, Wahrnehmungsschärfung der eigenen Person als Instrument in Beratungsprozessen
Zu erwerbende Kompetenzen:
Theoriekompetenz, Grundlagenwissen zu unterschiedlichen Theorien und Beratungskonzepten, Metakommunikation und Partizipation Forschungskompetenz: Beobachtungskompetenz, Analysekompetenz, Erhebungs- und Auswertungsmethoden, Prozessrekonstruktion. Reflexionskompetenz, Wissenschaftsverständnis
Modulprüfungsleistung:
Schriftliche Reflexion
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.Modul 2: Einzelsupervision und Coaching
Moduldauer:
1 Semester. Das Modul wird im 1. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
2.1.Einzelsupervision und –coaching I
2.2 Einzelsupervision und –coaching II
2.3 Einzelsupervision und –coaching III
2.4 Theorie des IndividuumsQualifikationsziele und Lerninhalte:
Dieses Modul ist dem Individuum und der Beratung von Einzelpersonen gewidmet. Das Individuum als soziales Element im gesellschaftlichen Kontext steht im Mittelpunkt der theoretischen Betrachtungen. Individualität wird zunächst als sozialgeschichtliches Phänomen entwickelt und in ihrer Bedeutung in der gegenwärtigen Gesellschaft erörtert. Die Studierenden erwerben Verständnis für Konzepte, die für die Etablierung von tragfähigen und effektiven zwischenmenschlichen Beziehungen und die Verwendung ihrer eigenen Person als Praktizierende in Beratungsprozessen rele- vant sind. Sie erfahren durch die Reflexion und den Dialog mit den jeweils anderen mehr über ihre Person und ihre Wirkung in Beratungsprozessen. Die Studierenden bekommen mehrere Bezugsrahmen, mit welchem sie verstehen können, wie und warum Individuen einschließlich ihrer selbst sich verhalten und in eben ihrer Weise reagieren. Neben der eigenen Rolle und Identität als Berater:in lernen die Studierenden verschiedene Settings und Methoden von Einzelberatung kennen. Einzelsupervision und Coaching werden als mögliche Formen der Beratung vorgestellt, angewandt und geübt. Spezifischen Beratungsmethoden, Kommunikations-, Interaktionsmethoden und -techniken von Supervision und Coaching werden modellhaft demonstriert und auf ihre Integrierbarkeit in Supervision und Coaching hinterfragt.
Learning Outcome:
- Stellenwert des Individuums in der gegenwärtigen gesellschaftlichen und sozialen Welt
- Kennen lernen und Verstehen grundlegender Theorien und theoretischer Modellbildungen zum Thema Individuum
- Erweiterung des Wissens über sich selbst und die Wirkungen auf andere; Unterscheidung eigener Anteile und der Anteile der jeweils anderen in einem Beratungsprozess
- Kommunikation und Interaktion unter vier Augen
- Sicherheit durch Üben von Einzelberatungssituationen
- Struktur und Phasenverläufe von Einzelberatungssettings
- Erweiterung des Repertoires an Instrumenten und Werkzeugen von Einzelberatungssettings
Kontrakting - Beenden eines Beratungsprozess
- Evaluation von Einzelberatungen
- Unterscheiden von Coaching und Supervision in der Praxis
- Erweiterte Formen von Einzelberatung, wie z. B. Tandemcoaching
- Erweiterung der Kenntnisse über Persönlichkeitstheorien
Zu erwerbende Kompetenzen:
Designkompetenz, beratungsbegleitende Selbstbeobachtungs- und Reflexionskompetenz, Gestaltungs- und Evaluationskompetenz von Einzelberatungen, Coachings und Einzelsupervisionen, Diagnosekompetenz, Souveränität in der Rolle der Berater:in, des Coaches, der Supervisor:in, Präsentations- und Aushandlungskompetenz.
Modulprüfungsleistung:
Referat
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.Modul 3: Gruppen- und Teamberatung
Moduldauer:
1 Semester. Das Modul wird im 2. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
3.1. Teamentwicklung
3.2. Beratung von Gruppen: Teamsupervision, Gruppensupervision, -coaching
3.3. Gruppendynamik
3.4 Theorie der GruppeQualifikationsziele und Lerninhalte:
In der arbeitsweltlichen Beratung ist die Gruppe bzw. das Team die zentrale Figur. Die Gruppe ist in organisationalen Kontexten eines der häufigsten und wichtigsten Strukturelemente. Selbst größere Organisationen und Einheiten werden in Beratungsprozessen immer wieder zur Arbeitsfähigkeit auf Gruppenformate reduziert. Berater/in- nen arbeiten zwar in und für Organisationen, die operative Praxis findet jedoch hauptsächlich in Gruppen / Teams statt. Eigenlogik und Gesetzmäßigkeiten dieser sozialen Formate sollen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und bearbeitet werden. Als Lerngegenstand dienen dabei die eigene Lehrgangsgruppe, Trainigsgruppen, Gruppen / Teams aus beruflichen Kontexten und theoretische Abhandlungen über Gruppen / Team in der Fachliteratur.
Akademisches Lernen findet auf allen drei Dimensionen der wissenschaftstheoretischen Fundierung des Studiengangs statt. In Dimension 1 werden theoretische Modelle und der aktuelle Forschungsstand der Gruppenforschung dargelegt. In der Dimension 2 werden qualitativ-empirische Forschungsmethoden vermittelt. Auf der Ebene des erfahrungs- und reflexionsbezogenen Lernens wird der Wissenschaftsbezug zu Dimension 3 hergestellt.
Learning Outcome:
- Erkennen und Analysieren von Team- und Gruppenprozessen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit der Gruppe / des Teams
- Reflektieren der eigenen Kommunikations- und Verhaltensweisen in und gegenüber Teams und Gruppen
- Erkennen des eigenen Verhaltens, der eigenen Position und Rolle in der Gruppe; bewusstes Wahrnehmen der Wirkung des eigenen Verhaltens auf die Gruppe
- Selbständige Bearbeitung von Konflikten in der Gruppe / im Team
- Erkennen von Entscheidungsmustern in Gruppen / Teams
- Anwendung der Instrumente der Teamentwicklung und -steuerung von Gruppe / Team
- Erkennen und Bearbeiten von Beziehungsmustern
- Sensibilisieren und Schärfen der Wahrnehmung von Dynamiken
- Umgang mit Einflussnahme, Macht und Vertrauen in der Gruppe Zusammenhänge und Funktionen der Steuerung von Teams / Gruppen erkennen; Wahrnehmung und Reflektieren von Steuerungsmustern und Führungsverhältnissen im Team / der Gruppe
- Bearbeitung von „memberschip“ und „leadership“ Formen
- Erkennen von Phasen in einem Gruppenberatungsprozess und professionell darauf reagieren können
- Erwerb eines Design- und Interventionsrepertoires für die Beratungsarbeit mit Gruppen und Teams
- Entwerfen von Konzepten und Durchführen von Teamsupervision, Gruppensupervision und Gruppencoaching
- Fortentwicklung der eigenen Lehrgangsgruppe
- Wissenschaft von Gruppen
- Qualitativ-empirische Kleingruppenforschung
- Interventionsforschung
Zu erwerbende Kompetenzen:
Gruppen- und Teamberatungskompetenz: Sensibilisierung für Gruppensituationen und Gruppenprozesse, Beobachtung von Gruppenphänomenen, Reflexion des eigenen Verhaltens und der eigenen Rolle in Gruppen, Wahrnehmung von Funktionen in Gruppen; Steuern von Gruppen, Umgang mit der eigenen und der Autorität anderer in Gruppen. Methodenkompetenz, Designkompetenz, Interventionskompetenz
Modulprüfungsleistung:
Kolloquium
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.Modul 4: Organisationsberatung
Moduldauer:
2 Semester. Das Modul wird im 2. und 3. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
4.1 Organisationstheorie
4.2 Führung
4.3 Grundlagen der Organisationsberatung
4.4 Organisationstraining
4.5 Perspektiven der OrganisationberatungQualifikationsziele und Lerninhalte:
Im Fokus dieses Moduls steht das soziale Format der Organisation. Eigenlogik und Gesetzmäßigkeiten dieser sozialen Figur sollen aus verschiedenen Perspektiven verstanden, betrachtet und bearbeitet werden. Als Lerngegenstand dient dabei sowohl die eigene Lehrgangsgruppe als auch der organisationale Kontext der Herkunftsorganisationen der Teilnehmenden. Ein weiteres Lernfeld ist das Organisationslaboratorium, wo sich die Teilnehmenden als Mitglieder einer selbst zu gestaltenden Organisation erleben.
Die Steuerung und Begleitung von Beratungsprozessen erfordert verschiedene professionelle Kompetenzen: Auftragsklärung, Organisationsdiagnose, Gestaltung und Einsatz von Settings, Beratungsarchitektur, Design und Intervention, sowie die Sicherung der Ergebnisse und den Abschluss des Beratungsprozesses
Die Vermittlung von theoretischem Wissen über Organisation und die Integration dieses Wissens in die Organisationsberatung begleiten das Modul. Wissenschaftstheoretisch wird auf die drei Dimensionen von Wissenschaft Bezug genommen.
Learning Outcome:
- Erarbeitung eines Organisationsverständnisses: das Wesen von Organisation und den Ablauf organisationaler Prozesse
- Erkennen der Möglichkeiten und Grenzen struktureller Steuerung in Organisationen
- Erkennen der Schnittstellen von Subsystemen und die damit verbundenen Organisationsphänomene: Aufzeigen von Charakteristika und Eigenlogiken der jeweiligen
- Systeme und deren Widersprüche
- Gestaltung von Kommunikationsstrukturen und Entscheidungsprozessen; Steuerung von direkter und indirekter Kommunikation
- Umgang mit Mehrfachzugehörigkeiten in Organisationen
- Reflektieren der eigenen Organisation; Grenzen und Möglichkeiten individueller Einflussnahme erkennen
- Differenzieren zwischen Position, Funktion und Person in Organisationen; unter- schiedliche Ebenen von Führung in Organisationen (Vorgesetzter – Führungs- kraft – Leadership – Teamleadership) nachvollziehen.
- Erstellen von Organisationsanalysen und -diagnosen
- Planen und Durchführen von Beratungsprojekten
- Steuern und Auswerten von Beratungsprozessen
- Erweiterung des Methoden- und Interventionsrepertoires Wissenschaftsverständnis von Organisation und Organisationsberatung
Zu erwerbende Kompetenzen:
- Organisationskompetenz: Beratungs-, Handlungs-, Steuerungs-, Prozess-, Interventions-, Design- und Forschungskompetenz in Organisationen;
- Methodenkompetenz, die Analyse von Organisation und Struktur betreffend, Verständnis von Organisationslogiken und -dilemmata, Organisationskulturanalyse.
- Theoriekompetenz (Organisation, Arbeitswelt), Grundlagenwissen von unter- schiedlichen Organisationstheorien
Modulprüfungsleistung:
Kolloquium
Die Modulprüfungsleistung wird per Notenskala bewertet.Modul 5: Spezielle Herausforderungen in der Beratung
Moduldauer:
3 Semester. Das Modul wird im 3., 4. und 5. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
5.1 Komplexitätsmanagement
5.2 Konfliktmanagement
5.3 Diversity
5.4 Marke/Akquise
5.5 WahlplichtQualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden setzen sich mit spezifischen, aktuellen gesellschafts- und organisationsrelevanten Themen und Ansätzen auseinander und lernen, diese im Kontext von Supervision, Coaching und Organisationsberatung zu verstehen und zu berücksichtigen. Einzelveranstaltungen mit wechselnden Themen aus den Bereichen gesellschaftspolitischer, organisationaler und beraterischer Fragestellungen werden angeboten.
In diesem Modul verschränken und verdichten sich sowohl die drei Lernebenen (Erfahrung und Reflexion, Methoden und Anwendung, Theorie) als auch die drei Dimensionen von Wissenschaft (Real Science, Anwendungsorientierte Wissenschaft, Reflexive Wissenschaft).
Forschungsmethoden werden themenspezifisch ergänzt und das Repertoire der Teilnehmerinnen sowohl forschungstechnisch als auch interventionstechnisch erweitert.
Learning Outcome:
- Professionelles Beraten in Konfliktsituationen
- Wissen um (eigene) Empfindlichkeiten und Übertragsphänomene in Konfliktsituationen
- Vertiefung von Konflikttheorien
- Erweiterung des Repertoires an Bearbeitungsmöglichkeiten von Konflikten: z. B. Mediation
- Erwerb eines reflexives Kulturverständnisses und von Kulturtheorien
- Umgang mit Differenz und kultureller Diversity in Organisationen
- Gestaltung von interkulturellen Prozessen
- Erwerb von Feldwissen und Feldkompetenz
- Vertiefung von Fachwissen
Zu erwerbende Kompetenzen:
Kompetenz im Umgang mit Konflikten: Konfliktverständnis, Sensibilisierung für Konfliktsituationen, Konfliktanalyse, Konfliktbearbeitung, Konfliktlösung.
Methodenvielfalt und Erweiterung des Interventionsrepertoires.
Selbstkompetenz, Reflexionsfähigkeit, Interkulturelle Sensibilität, Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Wissen, Interaktionsfähigkeit, Ambiguitätstoleranz, Moderationskompetenz, Konfliktlösungskompetenz, Interventionskompetenz, Diversity-Kompetenz, Interaktionsfähigkeit, Kritikfähigkeit
Fachkompetenz, Methodenkompetenz, FeldkompetenzModulprüfungsleistung:
Schriftliche Fallbearbeitung
Modul 6: Beratungspraxis
Moduldauer:
5 Semester. Das Modul wird vom 2. bis 6. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
6.1.Lehr- und Lernsupervision (Einzel)
6.2 Lehr- und Lernsupervision (Gruppe)Qualifikationsziele und Lerninhalte:
Die Studierenden lernen eigene Supervisions-, Coaching und Organisationsprozesse zu akquirieren, durchzuführen, zu dokumentieren und auszuwerten. Sie werden dabei durch Lehrsupervision und Lehrberatung begleitet. Dabei wird nach dem Modul des „Aufgekläreten Meisterprinzips“ (Heintel, P., 1992) vorgegangen.
Learning Outcome:
- Reflexion der eigenen Beratungspraxis
- Durchführung von Coaching- und Supervisionsprozessen (Einzel, Team, Gruppe)
- Einsatz von unterschiedlichen Settings, Designs und Methoden in Prozessen
Zu erwerbende Kompetenzen:
Methodenkompetenz, Steuerungskompetenz, Designkompetenz, Interventionskompetenz, Beratungskompetenz, Prozesskompetenz
Modulprüfungsleistung:
Abschluss der Beratungsprozesse.
Diese Prüfungsleistungen werden nicht per Notenskala bewertet, sondern durch ein Gutachten der Lehrsupervisor/innen und der Lehrberater/innen als "bestanden" bzw. "nicht bestanden" eingeschätzt.Modul 7: Mastermodul
Moduldauer:
3 Semester. Das Modul wird im 4., 5. und 6. Semester angeboten.
Einzelveranstaltungen des Moduls
7.1 Zwischenassessment
7.2. Forschungsseminar
7.3. Wissenschaftliches Arbeiten
7.4 Forschungsseminar
7.5. Masterkolloquium, -prüfungQualifikationsziele und Lerninhalte:
In dem Forschungsseminar sowie dem Forschungskolloquium können die Studierenden ihre Forschungsfragen für die Masterthesis klären, überprüfen und vertiefen. Ausgehend von der Forschungsfrage wird ein Forschungsdesign entwickelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das methodische Vorgehen gerichtet, das dem jeweils zugrundegelegten Wissenschaftsbegriff entsprechen muss.
Es werden verschiedene Forschungsdesigns vorgestellt und verschiedene wissenschaftstheoretische Ansätze vermittelt. Die Studierenden lernen eine Fragestellung mit wissenschaftlichen Methoden zu erörtern.
In der Masterarbeit (schriftlich) und der mündlichen Prüfung legen sie ihre fundierten theoretischen Kenntnisse und vielfältigen praktischen Erfahrungen dar. Mit ihrer Masterarbeit zeigen die Studierenden, dass ihre Kenntnisse sowohl den professionellen als auch den wissenschaftlichen Standards entsprechen und sie diese in Theorie und Praxis handhaben, anwenden und reflektieren können. Die Arbeit qualifiziert für wissenschaftliche Betätigung und eröffnet die formale Möglichkeit zur Promotion.Learning Outcome:
- Ausbildung einer forschungspraktischen Handlungskompetenz
- Finden und Klären der Forschungsfrage für die Masterthesis.
- Eigenständige Bearbeitung einer relevanten Fragestellung mit wissenschaftlichen Methoden
- Handhabung von Theorie und Praxis
- Wissenschaftstheoretische Vertiefung
- Erwerb von erforderlichen Fachkenntnissen für die Berufspraxis und für die wissenschaftliche Betätigung
- Erstellen eines Exposees zur Masterthesis
Zu erwerbende Kompetenzen:
Forschungskompetenz, Theoriewissen, Fachkompetenz
Modulprüfungsleistung:
Dieses Modul schließt mit der schriftlichen Masterarbeit und der mündlichen Prüfung ab.
Erstellung der Masterarbeit (Masterthesis) Prüfungskolloquium:
Die Modulnote setzt sich mit folgender Gewichtung aus den Teilleistungen zusammen: Masterthesis (80%), Prüfungskolloquium (20%)
Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung
Voraussetzungen
Mehr erfahrenBewerber:innen benötigeneinen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (mind. sechs Semester), mind. 2 Jahre Berufserfahrung, 100 UE beratungsrelevante Weiterbildung und 30 UE eigene Coaching- oder Supervisionserfahrung. Für die DGSv-Anerkennung gelten erhöhte Anforderungen: 3 Jahre, 300 UE und 50 UE.
Einschreibung
Mehr erfahrenDie Anmeldung für das Studium erfolgt online.
Bewerbungsende: 30. September jeden Jahres
Den Link zur Registrierung bei der UNIKIMS finden Sie hier.
Bestätigung und Immatrikulation
Mehr erfahrenNach einer Prüfung Ihrer Unterlagen erhalten Sie von uns per E-Mail weitere Informationen.
Wir informieren Sie über die weiteren notwendigen Schritte von der Registrierung bis zur Immatrikulation über das Studierendensekretariat der Universität Kassel.
Studiengangsprofil
| Studiengang | Coaching, Organisationsberatung, Supervision |
|---|---|
| Fachbereich | Humanwissenschaften |
| Akademische Leitung | Prof. Dr. Julia Sauter |
| Abschluss | Master of Arts (anerkannt durch die Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V.) |
| Typ | Berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang |
| Akkreditierung | AHPGS |
| Credits (ECTS) | 120 Credits |
| Dauer | 6 Semester |
| Studierende | 24 pro Studienjahrgang |
| Präsenzzeiten | 72 Präsenztage in 25 Präsenzblöcken |
| Studiengangssprache | deutsch |
| Blended Learning | Präsenzveranstaltungen, Kleingruppenarbeit, eSessions |
| Prüfungsleistungen | Kolloquien, Hausarbeiten, Präsentationen, mündliche Prüfungen |
| Studienentgelt | 17.400 Euro (2.900 Euro je Semester) zzgl. studentischer Semesterbeitrag. Das Studienentgelt ist in sechs Semesterraten zu bezahlen. Es fällt keine MwSt an. Im Studienentgelt sind die Kosten für Lehrgangsunterlagen und Abschlussprüfung enthalten. |
| Studienort | Universität Kassel |
| Studienbeginn | jährlich im Oktober |
| Bewerbungsfrist | jährlich bis Ende September |

Universität Kassel
Die Universität Kassel wurde 1971 gegründet und zählt heute zu den führenden technischen Universitäten in Hessen.
Alumni
Dr. Stefanie Hansen-Heidelk
Master Absolventin COS
„Als ich mich für den berufsbegleitenden Masterstudiengang COS an der Universität Kassel entschied, dachte ich mir: Das ist genau das, was mir fehlt als Führungskraft. Drei Jahre später, nach dem Abschluss des Studiums und einem von mir geleiteten Change Prozess in einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen, der sehr geräuschlos verlief, weiß ich: Das Studium an der UNIKIMS, der Managementschool der Universität Kassel, hat mich dazu in die Lage versetzt“, sagt Dr. Stefanie Hansen-Heidelk.
Sebastian Gröbe
Master Absolvent COS
„Das berufsbegleitende Masterstudium in COS an der Universität Kassel hat mir sehr geholfen, um in meiner Beratertätigkeit die verschiedenen Prozesse sowohl aus der Perspektive der Organisation, als auch aus jener der Gruppendynamik zu betrachten. Ich habe Methodenkompetenz gewonnen, die ich in meiner Tätigkeit einsetzen kann, und das Studium hat mich animiert, unternehmerisch zu denken und zu handeln, Aufträge zu akquirieren und mit der Beraterwerk eG eine Genossenschaft von Berater:innen zu gründen, denn aus meiner Sicht ist die Soloselbständigkeit nicht zukunftsfähig“, sagt Sebastian Gröbe.

Universität Kassel
Die Universität Kassel wurde 1971 gegründet und zählt heute zu den führenden technischen Universitäten in Hessen.
Beratung & Kontakt
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Der berufsbegleitende Masterstudiengang setzt den Maßstab in der Ausbildung von Berater:innen. Die Universität Kassel hat ihn in der großen Tradition der Supervision und ihres wissenschaftlich fundierten Coachings speziell für Menschen entwickelt, die an einer Karriere als Coach, Supervisor:in und Organisationsberater:in interessiert sind oder diese Qualifikationen in ihren Unternehmen einsetzen wollen. Prof. Dr. Julia Sauter und ihr Team entwickeln den berufsbegleitenden Masterstudiengang Coaching, Organisationsberatung, Supervision (COS) ständig weiter.
Mit dem erfolgreichen Masterstudiengang Coaching, Organisationsberatung, Supervision (COS) setzt die Universität Kassel neue Maßstäbe in der Qualität der akademischen Ausbildung von Berater:innen. Das akademische Leitungsteam des Masterstudiengangs COS prägt nicht nur den Studiengang, sondern vermittelt auch als Lehrende ganz spezifische Kompetenzen. Lehrende aus ganz Deutschland, die als Dozenten in Hochschulen und Unternehmen, aber auch im Masterstudiengang COS ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einbringen, sichern die Qualität unserer akademischen Ausbildung.
Master Coaching, Organisation, Supervision verschränkt Theorie und Praxis
Im berufsbegleitenden Masterstudiengang COS verschränken die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus der ersten Liga des Coachings die wissenschaftliche Ausbildung mit praxisorientierter Anwendung. Wir liefern nicht nur Wissenschaft, sondern die praxisorientierte Anwendung der akademischen Ausbildung an der Universität und fokussieren die Entwicklung der eigenen Person. Eine vielschichtige Lernumgebung ermöglicht es, Konzepte der Beratung und organisationale Strukturen intensiv zu bearbeiten. Konzentrierte Präsenzphasen lassen sich dabei ideal in das Berufs- und Familienleben integrieren.
Master of Arts als Coach:in und Berater:in
Nach sechs Semestern haben die Studierenden im Masterstudium Coaching sieben Module, davon sechs mit benoteten Prüfungsleistungen besucht, eine Orientierungsveranstaltung, 23 Lehrveranstaltungen in sieben Modulen absolviert, ein begleitendes Praxismodul abgeschlossen, eine Masterthesis verfasst, 120 Credits erworben und ihr Studium mit einem mündlichen Kolloquium abgeschlossen. Die Absolvent:innen erhalten den akademischen Grad eines Masters of Arts der zur Promotion berechtigt.
Wir leben im Masterstudiengang COS Diversität
Es ist unser Erfolgskonzept, dass wir voneinander lernen, denn unsere Studierenden stammen aus unterschiedlichen Generationen, Professionen und Branchen. Sie bringen Berufserfahrung mit. Bei uns lernen Studierende aus dem Management von Studierenden aus der Hospizarbeit und umgekehrt. So kommen die Studierenden aus den unterschiedlichsten Professionen, sind Maschinenbauer, Controllerinnen, Bauingenieure, Betriebswirtinnen, Ärzte, Theologinnen, IT-Berater und -entwicklerinnen, Pädagogen, Medienberaterinnen, Personalentwickler und Sozialarbeiterinnen, um nur einige Beispiele zu nennen. Vielfach sind die Bewerber:innen bereits als Supervisor:innen oder Coaches tätig und wollen sich mit dem Masterstudium Coaching im Unternehmen für eine andere oder bessere Position, aber auch für die Selbstständigkeit qualifizieren.
Als Coach:in mit dem Konflikt wachsen statt unterzugehen
Coaching ist mehr, als kluge Fragen zu stellen. Wir befähigen unsere Studierenden zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person, mit Teamdynamik und mit Organisationslogiken. Die Studierenden erfahren, wie wichtig es ist, in der Gruppe Konflikte auszutragen, und unsere konfliktaufsuchende Art sorgt dafür, dass unsere Studierenden im Konflikt nicht untergehen, sondern sich weiterentwickeln. Wer sich für den berufsbegleitenden Masterstudiengang COS entscheidet, der mutet sich etwas zu, denn sie und er investierten Lebenszeit, Anstrengung, Herzblut und Geld in die eigene Zukunft.
Die Studierenden profitieren von unserer ausgewiesenen Erfahrung und unseren Forschungsergebnissen in den Beratungswissenschaften. Die professionellen Standards und die methodische Absicherung vieler Beratungsleistungen lassen deutlich zu wünschen übrig - trotz der steigenden Komplexität von Organisationen, multiplen Entscheidungsanforderungen, der Tempoverschärfung sowie dem technologischen Fortschritt, der Entgrenzung der Arbeitswelt und schließlich der Globalisierung. Mit dem Masterstudiengang Coaching, Organisationsberatung, Supervision begegnen wir diesem Auseinanderdriften von Nachfrage und Angebotsqualität mit wissenschaftlich fundierter Qualität.
Im Studiengang werden die Studierenden bis zu ihrem Abschluss zum einen für die praktische Ausübung von Beratung in den Formaten Supervision (Einzel-, Team- und Gruppensupervision), Coaching (Einzel- und Teamcoaching) und Organisationsberatung ausgebildet. Zum anderen befähigt das Studium zur wissenschaftlichen Bearbeitung sozial- und gesellschaftswissenschaftlicher Themenstellungen mit besonderer Berücksichtigung beratungsrelevanter Forschungsfelder. Die Ausbildungskriterien in der praktischen Ausübung von Beratung richten sich nach den Anforderungen der DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching), während die wissenschaftlichen Ausbildungskriterien den Anforderungen jenen der zur Promotion berechtigenden Masterstudiengänge entsprechen.
Die Studierenden im Masterstudiengang COS können kompetent digital beraten
Die Organisator:innen und Lehrenden des Masterstudiengangs verbinden Präsenzveranstaltungen und digitale Formate zum Vorteil der Studierenden. Ein Fünftel des Studiums findet online statt, und die Studierenden begrüßen das. Die Studierenden bauen hierdurch zusätzliche Kompetenzen in der digitalen Beratung auf und aus. Denn digitale Beratungsformate haben sich etabliert, und unsere Studierenden können kompetent digital beraten.
Wir haben im laufenden Betrieb eine Lehrveranstaltung 'Remote-Beratung' mit zwei Experten entwickelt, die es den Studierenden erlaubt, Kompetenz in digitaler, mediengestützter Beratung aufzubauen. Ohnehin haben wir seit Jahren einen beispielhaft gut funktionierenden E-Campus auf- und ausgebaut, der in hohem Maße das selbstorganisierte Lernen unterstützt. Wir stellen den Studierenden Lehrmaterial in einer zeitgemäßen Lernumgebung mit vielfältigen Kollaborationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Masterstudium COS bereitet Berater:innen auf die agile Arbeitswelt vor
Der berufsbegleitende Masterstudiengang COS bereitet seine Studierenden auf die Beratung in der modernen agilen Arbeitswelt vor. In einem von Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägten Umfeld, für welches das englische Akronym VUCA (volatitlity, uncertainty, complexity, ambiguity) steht, ist Agilität das moderne Organisationsprinzip in Prozessen. Schnell und iterativ, im engen Kontakt mit dem Kunden und mit der Chance, Fehlentwicklung durch das „fail early“ rasch zu erkennen und zu beenden, werden Entwicklungsprozesse heute in Organisationen mit flachen Hierarchien zum Erfolg geführt. In schnell handelnden, dezentral aufgestellten Organisationen werden dem Einzelnen mehr Kompetenz zugewiesen, um rascher die Ziele zu erreichen. Das ist das Gegenmodell zu den langen Wegen des strategischen Managements in stark hierarchisierten Strukturen, in denen Entscheidungen von oben nach unten kaskadenartig ausgerollt werden. Der Wandel in der Arbeitskultur – hin zum New Work - erfordert auch eine Umstellung in der Beratungskultur. Im Masterstudium befähigen wir die Studierenden, ihre Kunden in der Rolle als Berater:innen neben den traditionellen Ansätzen für die Agilität als modernes Organisationsprinzip zu befähigen.
COS setzt Tradition der Supervisorenausbildung in Kassel fort
Der Masterstudiengang COS setzt die über 40-jährige Tradition der Supervisionsausbildung an der Universität Kassel fort und hat das Studium mit seinen psychodynamisch-systemischen Schwerpunkt für Absolvent:innen aller Studienrichtungen geöffnet. Die Stärken des Studiengangs – die Offenheit gegenüber den verschiedenen Denkschulen und Theorien, die in der Soziologie, Psychologie oder Philosophie wurzeln, sowie das partizipative Lernen innerhalb des Studiengangs – führen die Studierenden zum Erfolg. Die Universität Kassel hat dank der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Supervision in einem Studiengang als erste eine Tradition auf diesem Gebiet initiiert. Die Universität Kassel hat ferner in den Beratungswissenschaften das Feld der Coachingforschung entwickelt und ausgebaut.
COS-Studierende lernen, mit Beratung Geld zu verdienen
Die Studierenden lernen in dem Praxismodul, für ihre Beratung Geld zu verlangen. Das ist nicht trivial, aber unverzichtbar, denn Beratung ist ein wertschöpfender Akt und auch Lernprozesse kosten Geld. Der Abschluss im Masterstudiengang Coaching befähigt ganz konkret zum Erfolg im Beruf. Aus einem Jahrgang von Absolventen hat sich zum Beispiel eine Beratergenossenschaft herausgegründet, und die Absolventin Christiane Münderlein wurde für Ihre Abschlussarbeit „Doppelspitzen – Notlösung, Heilsbringer oder innovatives Führungsmodell?“ im Masterstudiengang COS 2021 mit dem Cora-Baltussen-Preis der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. ausgezeichnet.
Masterstudium COS stärkt berufliche Souveränität
Christiane Münderlein brachte reichlich Berufserfahrung mit ins Masterstudium Coaching . Der Masterstudiengang COS war ihre vierte Ausbildung:„Der Masterstudiengang COS hat meine berufliche Souveränität als Führungskraft weiter gestärkt. Auf Corona waren wir 2020 alle nicht vorbereitet, und als Vorständin des Evangelischen Kita-Verbands in Bayern mit 15.000 Fachkräften im ganzen Land hat uns, die Kinder und die Eltern, die Pandemie durchaus getroffen und herausgefordert. Indem ich dank des Masterstudiums an der UNIKIMS weiß, wie ich auf andere Menschen wirke, und weil ich aus dem Studium weiß, was mit Menschen passiert in einer Krise, hat mir die berufsbegleitende wissenschaftliche Qualifikation unglaublich geholfen, sicher und souverän durch diese herausfordernde Zeit zu gehen. Ich hatte aufgrund meines Wissens und Könnens die Möglichkeit, mich selbst zu reflektieren. Mir war klar, dass die anderen, die verunsichert waren und Vorwürfe erhoben, diese nicht gegen mich persönlich gerichtet hatten, sondern dass sie den Umständen der Zeit geschuldet waren.“
Die Zusammensetzung der Gruppe von Studierenden in Kassel war für Münderlein „erfreulich heterogen“. Menschen im Alter von 30 bis 60 Jahre aus der Wirtschaft, aus sozialen Organisationen, aus dem Gesundheitswesen und der Verwaltung studierten in Kassel. Für Münderlein war es gut, „anderen Menschen mal wieder in einer Lerngruppe zu begegnen, als Gleiche unter Gleichen, und nicht als Führungskraft. Gefordert war der Wechsel von der Führungskraft und Lobbyistin, die auf ihrem Gebiet alles weiß, hinein in die forschende Rolle der Studierenden, die zunächst nichts weiß. Es war gut, sich mit den neuen wissenschaftlichen Theorien zu befassen, mit den neuesten Führungstheorien und der Organisationsentwicklung eingebettet in den aktuellen wissenschaftlichen Rahmen sehr fundiert auseinandersetzen zu können.“
Dank Masterstudium COS Erfolg in einem Weltkonzern
Philipp Ziegler-Rehak, Referent für Organisationsentwicklung im Volkswagenwerk Kassel, wechselte noch während des COS-Studiums und vor seinem Abschluss innerhalb des Werks Kassel in die ,Standortoptimierung‘. Er sagt: „Im Masterstudium habe ich mich intensiv mit den drei Interventionsebenen Individuum-Team-Organisation befasst, kann mich nun sicher in psychodynamischen und systemischen Ansätzen bewegen, um als Berater zu wissen, was das Team und die Organisation an Unterstützung benötigen. Ich erhielt im Studium ein gutes theoretisches Fundament, einen vollen Methodenkoffer und wurde in Selbsterfahrungsmodulen sehr stark in der Wahrnehmung dessen geschult, wie ich auf andere wirke. Zu erfahren, wie ich auf andere wirke und meine blinden Flecke gespiegelt zu bekommen, das war hart, aber sehr lehrreich. Es braucht Stärke und Kraft, das auszuhalten, aber solange es ausgehalten werden kann, ist die Lernerfahrung enorm. Und sie ist Voraussetzung dafür, um Organisationen zu entwickeln, denn sobald ich als Berater eintrete in eine Situation, verändere ich diese. Ich muss also wissen, wie ich wirke, und was ich bei den anderen Individuen und in der Gruppe auslöse.“
Master COS für die Beratung in der modernen Arbeitswelt
Die moderne Arbeitswelt erfordert heute diagnosegestützte unterschiedliche Beratungsformate, die mit jeweils unterschiedlichen Beratungsverfahren auf die Vielfalt der sich stellenden Beratungsherausforderungen antworten. Einige Grundlagen sind neben dieser Differenzierung allerdings für alle Formate gleichermaßen tragend, sodass im Masterstudiengang alle relevanten Formate zusammenfassend gelehrt und beforscht werden können. Eine gute Ausbildung muss ein stimmiges Theorie-Praxis-Konzept vorweisen, das eine Verbindung von den zugrundeliegenden Annahmen hin zum konkreten beraterischen Handeln schafft und an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse angekoppelt werde. Diesen Anspruch erfüllt der Masterstudiengang Coaching, Organisationsberatung, Supervision (COS).
Steigen Sie also mit uns in Ihre Zukunft ein!
Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Prof. Dr. Julia Sauter
Leiterin des Studiengangs

